Dr. Pernlochner

Christine Pernlochner-Kügler im Gespräch

Christine Pernlochner-Kügler, langjährige ASPETOS-Mitarbeiterin und Bestatterin aus Innsbruck, hat einen ehrenvollen Platz in der Artikelserie „Tiroler Frauenpower“ der österreichischen Bezirksblätter und der Webseite meinbezirk.at bekommen. Für den sechsten Beitrag in dieser Reihe wurde sie von Sieghard Krabichler, dem Chefredakteur der Tiroler Bezirksblätter, interviewt. Dieses Gespräch wollen wir hier in Teilen ebenfalls veröffentlichen. Interview mit Christine …

Warum?

Warum fragen wir dauernd nach dem Warum, obwohl es keine Antwort gibt? Warum nicht? Darum! Eben weil! Warum grübeln wir, obwohl wir wissen, dass das Grübeln die Gefahr in sich trägt, dass es uns noch weiter hinunterzieht ins schwarze Loch? Ist das „Warum“ nur in unser Leben gekommen, um es uns noch schwerer zu machen? …

Januar – Januszeit: Die Zerrissenheit in der Trauer als Schwelle zum neuen Leben

Ein Mann hat vor einem knappen Jahr seine langjährige Partnerin verloren. Seine Trauer ist tief, er ringt mit dem Alltag, versucht ihn so gut es geht zu bewältigen. Alles ist unglaublich anstrengend: In der Arbeit funktionieren zu müssen, lenkt zwar ab, aber unser Mann hat eigentlich zu wenig Energie dafür. Und am Abend und am …

Christine Pernlochner-Kügler erinnert an unsere Vergänglichkeit

Dr. Christine Pernlochner-Kügler, die uns bei Aspetos schon viele Jahre mit Rat und Tat zur Seite steht, hat ihren Mitmenschen in einem offenen Brief in der Tiroler Tageszeitung einige wichtige Worte zu Allerheiligen/Allerseelen mit auf den Weg gegeben, die wir auch hier noch einmal wiedergeben möchten: Brief an Tirol zu Allerheiligen/Allerseelen Jeder, der schon einmal …

Buchbesprechung: „Das erste Trauerjahr – Was kommt, was hilft, worauf Sie setzen können“

Es freut mich den neuen Trauerratgeber : „Das erste Trauerjahr – Was kommt, was hilft, worauf Sie setzen können“ von Eva Terhorst vorstellen zu dürfen. Ob plötzlich durch ein körperliches Gebrechen, durch einen Unfall, Suizid oder Gewalt oder aber nach längerer Krankheit erwartet, der Tod eines geliebten Menschen ist immer ein brutaler Einschnitt, der uns …

Die geformte Trauer – Sind unsere Gefühle echt?

Wer sich bei einer Trauerfeier schon mal das Lachen verkneifen hat müssen, kennt das Problem mit den unpassenden Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen im Ansatz. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Universität Zürich führten Nina Jakoby, Julia Haslinger und Christina Gross im Frühjahr 2013 eine Online-Befragung in Österreich, Deutschland und der Schweiz durch.

Alle Jahre wieder – Trauer zwischen Glanz, Glamour und edler Besinnlichkeit

Es gibt neben dem Todestag wohl keinen Termin im Jahr, der Trauernden so viel Angst macht wie Weihnachten. Es ist nicht nur ein Familienfest, an dem besonders schmerzhaft spürbar wird, wenn einer fehlt oder wenn man gar den Heiligen Abend plötzlich alleine verbringen muss.

Ein Grab, das ist ein Loch im Boden: Alexander Legniti im Portrait

Wos?

„Auf’n Friedhof kemmen?“A jeda schweigt betroffen.Jo isch da Alex gstorbnoda gor dasoffn?Na, na! Der isch dort lei zum buggln.Der tuat no ollweil ummanondazuggln!

Klein und still geboren – sichtbar in Erinnerung: Unsere Sternenkinder

Kinder, die still geboren werden, werden liebevoll „Sternenkinder“ genannt. Das sind alle Kinder, die unabhängig von der Schwangerschaftswoche vor, während oder kurz nach der Geburt versterben. Auch Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch das Licht der Welt nicht erblicken konnten, sind Sternenkinder, selbst wenn nur ein Punkt auf dem Ultraschall erkennbar war.

Jenseitskontakte? Die Tricks spiritistischer Medien

Ein Kommentar von Dr. Peter Kügler

Der Glaube, dass man mit Geistern von Verstorbenen Kontakt aufnehmen kann, ist Teil vieler Religionen und möglicherweise so alt wie die menschliche Kultur. Was man heute als Spiritismus (englisch „Spiritualism“) bezeichnet, begann aber erst im Jahr 1848 in den USA: Im Haus der Familie Fox in Hydesville, Bundesstaat New York, waren Klopfgeräusche zu hören. Die beiden Töchter Kate und Maggie kommunizierten mit Hilfe dieser Geräusche mit dem Jenseits und wurden damit rasch berühmt. Es folgten zahlreiche öffentliche Auftritte. 1871 reiste Kate nach England, wo der Spiritismus bereits zuvor durch amerikanische Medien bekannt gemacht worden war. Im Jahr 1888 gestand Maggie jedoch, dass die Geräusche von den Schwestern selbst produziert worden waren. Wollen Sie wissen wie? Das steht im ersten Kapitel des Buches „A Magician among the Spirits“ (1924) des legendären Zauberkünstlers Harry Houdini. Houdini entlarvte übrigens jedes spiritistische Medium, das ihm begegnet ist.

Was den Spiritismus des 19. Jahrhunderts von früheren Geisterbeschwörungen, Jenseitsvisionen und Spukphänomenen unterschied, war erstens die Tatsache, dass er sich zu einem Massenphänomen entwickelte, vor allem in den USA und Großbritannien. Dort gibt es auch heute noch spiritistische Organisationen, von denen sich manche sogar als „Kirche“ (church) bezeichnen. Zur Verbreitung des Spiritismus trugen unter anderem auch neue Technologien bei, wie die Photographie, die sich hervorragend für Fälschungen eignete, z.B. durch Doppelbelichtungen.