Dr. Pernlochner

Online trauern – trauern ohne Schwellenängste

Wenn ich von unserem Trauerforum auf ASPETOS erzähle, dann reagieren Menschen unterschiedlich: Beim Thema „Internet“ scheiden sich auch hier die Geister. Es gibt die, die gleich begeistert sind von den Möglichkeiten und die Skeptiker, die gleich überall ein Problem oder eine Gefahr wittern – etwa, dass Leute keine „realen Kontakte“ mehr suchen und nur mehr online kommunizieren würden oder dass Menschen, die dauernd in einem Trauerforum hängen, auch in ihrer Trauer hängen bleiben.

Zurückgelassen – nach Suizid?

Selbsthilfegruppe-Treffen: jeden 1. Donnerstag im Monat jeweils um 19.30 Uhr im Selbsthilfetreff Rechter Iselweg 5a, 9900 Lienz (Eingang neben Feinkost Zuegg) Kontakt: Barbara Kunzer  0650 / 950 60 60 SELBSTHILFE TIROL –Zweigverein Osttirol c/o BKH-Lienz, 4. Stock/Süd, E. v. Hiblerstraße 5, 9900 Lienz, Tel. u. Fax: +43 (0)4852/606-290;  Mobil: +43 (0)664/3856606 Email: osttirol@selbsthilfe-tirol.at  Homepage: www.selbsthilfe-tirol.at/osttirol

Trauer – Wechsel der Gefühle

Liebe Leser und Leserinnen,

ich möchte euch gar nicht zutexten mit vielen Worten über diesen nicht enden wollenden Winter und das Übliche, das man in der Woche vor Ostern schreibt. Ich möchte einfach nur einen bewegenden Text zitieren, den unser Mitglied „schnee“ im Trauerforum geschrieben hat.

Es darf gelacht werden!

Fasching ist! Der hat eine wichtige Ventilfunktion – gerade in unserer christlich geprägten Welt, die ja durch mittelalterliches Erbe immer noch dazu neigt, das Leben als ein Jammertal zu sehen.

„Wir sind nur Gast auf Erden

und wandern ohne Ruh

mit mancherlei Beschwerden

der ewigen Heimat zu.

Die Wege sind verlassen,

und oft sind wir allein.

In diesen grauen Gassen,

will niemand bei uns sein,“

schallt es bei Trauerfeiern regelmäßig trist durch die kalten Gotteshäuser. Da ist so ein farbenfroher Fasching zwischendurch schon wichtig.

Rezepte gegen das Sommerloch in der Trauer

Für Trauernde stellt oft der Sommer ein kaum zu füllendes Loch dar. Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen sind im Urlaub und in der eigenen Freizeit merkt man noch deutlicher als sonst, wenn jemand fehlt. Eisamkeit stellt sich ein. Außerdem neigt man im Urlaub dazu, geregelte Tagesstrukturen zu lockern oder aufzulösen. Diese Tage lösen Angst aus und Betroffene haben oft keine Strategien parat, wie sie diese Zeit gestalten können. Es gibt auch kein Patentrezept für diese Tage, die Bewältigungsstrategien sind abhängig vom Sterbefall, vom jeweiligen sozialen Umfeld und natürlich vom Trauernden selbst.

Internet-Grabstein: QR-Code speichert Erinnerung

Online-Vermächtnis Verstorbener unterstützt Trauerarbeit Wetter (pte) – Der in Deutschland ansässige Steinmetz Timothy Vincent http://www.steinbildhauerei-vincent.de bietet neuerdings Grabsteine mit eingearbeitetem QR-Code an, wie DerWesten berichtet. Die quadratischen Embleme können, ähnlich wie Barcodes, mithilfe eines modernen Mobiltelefons eingescannt werden. Dadurch öffnet der mobile Browser dann automatisch eine Internetseite, auf der die Hinterbliebenen die Erinnerung an einen …

Leichenhallen – stumme Zeugen der Ausgrenzung

Heute stehen die Kojen der städtischen Leichenhallen am Friedhof meist leer. Kalte, dunkle Räume sind das, wo in den vergangenen Jahrzehnten Särge hinter einer Glasscheibe aufgebahrt wurden. Woher kommen diese unwirtlichen Stätten des Todes eigentlich? Heute werden sie kaum mehr genutzt, auf vielen Friedhöfen wirken sie verwahrlost. Stumme Zeugen einer Zeit, in der der Tod und die Toten immer mehr ausgelagert wurden.

In den letzten beiden Jahrhunderten haben sich die Bräuche rund um Aufbahrung und Bestattung gravierend verändert: Das Waschen und Einkleiden des Verstorbenen haben früher Nachbarn oder Familienmitglieder übernommen, der Tischler zimmerte den Sarg, die Familie bettete den Verstorbenen ein, begleitete den Sarg zur Kirche, der Pfarrer zelebrierte den Begräbnisgottesdienst und nahm die Einsegnung vor. Die Nachbarn oder Freunde versenkten den Sarg am Friedhof. Der Totengräber öffnete und schloss Gräber. Bis auf den Totengräber und den Pfarrer wurde alles von der Familie und den Nachbarn organisiert.

Trauer bricht das Herz

Erhöhtes Infarktrisiko nach Tod eines Nahestehenden

Boston/Innsbruck  –  Wer ein sensibles Herz hat, sollte im Trauerfall besonders auf seine Gesundheit achten. Das zeigen Harvard-Forscher vom Beth Israel Deaconess Medical Center in der Fachzeitschrift „Circulation“. In der Woche nach dem Tod eines Nahestehenden steigt das Risiko des Herzinfarkts auf das Achtfache, am unmittelbaren Tag nach dem Ereignis sogar auf das 21-fache, so das Ergebnis ihrer Studie.

Körper leidet mit

Die Wissenschaftler befragten 2.000 Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten, nach einem möglichen Auslöserereignis im Vorfeld. 270 von ihnen berichteten von einem Todesfall im nahen Umfeld in den sechs Monaten davor, 19 innerhalb eines Zeitraums von bloß 24 Stunden. Am deutlichsten war der Zusammenhang zwischen Todesfall und Herzinfarkt bei jenen, die schon zuvor herzkrank waren. „Trauer ist verbunden mit Depression, Angst und Wut – Gefühle, die Herzschlag und Blutdruck steigen und das Blut leichter verklumpen lassen“, erklärt Studienleiterin Elizabeth Mostofsky das erhöhte Risiko.

Kriseninterventionsteams: Was machen die eigentlich?

Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten, plötzliche Todesfälle nach akuter Erkrankung oder Suizid, der Verlust der Lebensgrundlage bei Naturkatastrophen oder Bränden sind traumatische Ereignisse, bei denen das Kriseninterventionsteam – kurz KIT genannt – zum Einsatz kommt.

Was macht das KIT, was ist seine Aufgabe?

Ein traumatisches Ereignis ist ein tiefer Einschnitt im Leben eines Menschen, dabei wird die Psyche der Betroffenen verletzt. Traumatisiert können überlebende Opfer, Angehörige, aber auch Zeugen und die professionellen Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei, der Rettung oder der Bestatter selbst werden. Niemand ist davor gefeit. Krisenintervention ist psychische „Erste Hilfe“ in der Akutsituation, ein Rettungsdienst für die Seele also.

Heesters Abgang von der Bühne

„Am heiligen Abend geht der einfach…und ich dachte der schafft den 200. auch noch“, schreibt eine meiner Facebook-Freundinnen. Er schien wirklich nicht umzubringen sein, der gute alte Jopie Heesters. Kurz vor seinem 107. Geburtstag hat er das Rauchen aufgegeben – „aus Liebe zu meiner Frau“ – wie er selbst angab. Den Auftritt an seinem 108. Geburtstag …