Dr. Pernlochner

ASPETOS Weihnachtsbrief

Liebe ASPETOS-Mitglieder und Freunde!

Schon wieder steht Weihnachten vor der Tür. Geht man durch die Straßen, Kaufhäuser und Christkindl-Märkte, dann herrscht die typisch hektische Stimmung unter der Beschallung von weihnachtlicher Musik, die uns zwingen will, fröhlich zu sein, fröhliche Weihnachten vorzubereiten und fröhliche Weihnachten zu wünschen. Fröhliche Menschentrauben bilden sich vor Ständen, die Glühwein- und Gebackenes feilbieten. Jedes Jahr scheint es einen Markt mehr zu geben, weil der Andrang so groß ist. Alle Welt scheint sich auf den Weihnachtsmärkten zu versammeln. Alle Welt?

Leichen im Keller von Palermo

Was haben die Mafia und die Kapuziner gemeinsam? Wer Palermo hört, der denkt an die Mafia  und wer an Leichen im Keller von Palermo hört, dem fällt natürlich auch die Mafia  ein – oder eben die Kapuziner. Die Piazza Cappuccini ist nämlich nicht für ihren Cappuccino berühmt, wie man meinen könnte, sondern für eine weitläufige Gruftanlage voller Mumien unter dem Kapuzinerkloster.

Das erste sizilianische Kapuzinerkloster wurde 1534 vor den Toren von Palermo erbaut. Die Kapuziner errichteten auch eine unterirdische Grabkammer, welche 1599 aus Platzgründen erweitert werden musste. Als die Mönche die Überreste ihrer 40 verstorbenen Mitbrüder in das neue Grabgewölbe unter dem Hauptaltar umbetten wollten, entdeckten sie nicht wie erwartet Skelette, sondern natürliche Trockenmumien. Auf Geheiß des Abtes wurden die Mumien der Ordensbrüder entlang der Wand des Kellers als “Memento Mori” aufgestellt. Damit wurde der Grundstein zu einer Tradition gelegt, der die Kapuziner-Katakomben von Palermo weltweit berühmt machen sollte.

Trauer bei SOS-Kinderdorf

Erste SOS-Kinderdorf-Mutter Maria Weber (92) verstorben Hinterbrühl/Imst (OTS) – Nach einem erfüllten Leben im und für SOS-Kinderdorf ist mit Maria Weber eine Pionierin der ersten Stunde am Mittwoch, 30. November 2011, verstorben. Sie hat vor 60 Jahren als erste SOS-Kinderdorf-Mutter im weltweit ersten SOS-Kinderdorf  in Imst in Tirol ihren Beruf und ihre Berufung zu leben …

Zwei Schwarze Vögel sind tot: Ludwig Hirsch und Georg Kreisler

Österreich verliert  zwei Meister des Schwarzen Humors innerhalb einer Woche. Der eine war ein Ruheloser, der andere ein Ruhiger. Der eine sang laut mit rollendem R zu polterndem Klavierspiel, der andere mit einer Märchenonkel-Stimme am liebsten zur Gitarre, gern von Geigen umstrichen oder Hammond-Orgeltönen umschmalzt. Aber beide schrieben sie bitterböse tiefschwarze Lieder. Am 22. November …

„Du sollst nicht töten“: Weiße Kreuze erinnern an Verkehrstote

Zwischen 8 und 13 Menschen sterben pro Woche auf Österreichs Straßen.  Jede Woche gibt das Bundesministerium für Inneres per Presseauskunft die traurige Statistik der vergangenen Woche bekannt.

“Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.“ Unter diesem Leitsatz finden in der Steiermark seit 2004 regelmäßige Aktionen im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherheit statt. Die Steiermark präsentierte damit als erstes österreichisches Bundesland ein eigenes regionales Verkehrssicherheitsprogramm. Rückläufige Unfallzahlen geben all diesen Maßnahmen recht.

Neues Bestattungsgesetz für Kärnten vor Beschluss

Auf Initiative von LHStv. Kaiser werden in Zukunft auch Naturbestattungen ermöglicht – Beschluss soll in kommender Regierungssitzung fallen, Gesetz Anfang 2012 in Kraft treten. Klagenfurt (OTS/LPD) – In Kärnten werden in Kürze Familien die Möglichkeit haben, verstorbene Angehörige auch auf naturbelassenen Flächen zu beerdigen. Das gab Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser, in dessen Verantwortungsbereich diese Thematik …

Organspende: So tot wie möglich und so lebendig wie nötig

„Wie bringt man Menschen dazu, Organe zu spenden? An Ideen mangelt es den Briten dazu nicht: Im Januar stellten sie ein neues Konzept vor, wonach Führerscheinneulinge beim Antrag gleich gefragt werden sollen, ob sie zu einer Organspende bereit sind. Jetzt sorgt ein weiterer Vorschlag des Nuffield Council erneut für Diskussionen: Der nationale Gesundheitsdienst solle, so die Idee der britischen Organisation zur Erörterung bioethischer Fragen, die Kosten für Bestattungen übernehmen“, berichtet der Online-Spiegel.

Die Bestattungskosten werden aber nur für Spender übernommen, welchen post mortem – also nach ihrem „Hirntod“ – Organe entnommen werden. Wer zu Lebzeiten ein Organ spendet, soll seine Beisetzung später selbst bezahlen.

John Harris, Bioethik-Professor an der Universität Manchester, findet das Bestattungsangebot für die postmortale Organspende “makaber”. Seiner Ansicht nach würden sich mehr Menschen zur Organspende bereit erklären, wenn man ihnen mehr direkte Anreize – Bargeld etwa – bieten würde: “Wir sollten uns nicht zu sehr an die Idee klammern, dass Altruismus und Belohnung einander zwangsläufig ausschließen. Es ist nicht falsch zu versuchen, die Menschen dahingehend zu beeinflussen, dass sie etwas Gutes tun.

Männer trauern anders, aber nicht minder tief!

„Männer tun sich mit Gefühlen schwer.“ Das ist eine weit verbreitete Auffassung, so sehen auch wir Frauen die Männer. „Die Männer“ – das sind unsere Partner, unsere Arbeitskollegen und Freunde. Männer und Frauen haben grundsätzlich die selben Gefühle, denn Gefühle sind dem Menschen angeborene lebensnotwendige psychische Kräfte:

Angst warnt und schützt uns. Aggression zeigt, dass wir ein Bedürfnis oder einen Wunsch haben, dem wir nachkommen müssen, dass wir uns wieder wohl fühlen. Trauer macht einen Verlust bewusst und fördert die Bewältigung dieses Verlustes. Wenn wir Trauer zum Ausdruck bringen und uns mit ihr auseinandersetzen, dann findet Bewältigung statt. Etc.

Jedes Gefühl ist an sich gut und hat seine spezifische Funktion für unser Leben.

Neue ASPETOS Allerseelen-Kerzen

Anzünden, gedenken und helfen

Kerzen sichern kostenfreie Dienste und unterstützen Familien in Not

Zu Allerheiligen, am 1. November und Allerseelen, am 2. November gedenken viele Menschen ihrer Verstorbenen, besuchen deren Gräber, legen Blumen ab und zünden Kerzen an. Auch auf unserem Trauerportal ASPETOS kann man der Toten gedenken.

In diesem Jahr haben wir unsere virtuellen Kerzen überarbeitet und stellen nun eine ganze Palette an wunderschönen Jahreskerzen zur Verfügung. Auch die kostenfreie Wochenkerze wurde ganz neu und mit viel Liebe gestaltet. Wir hoffen, Sie finden Gefallen und bitten Sie zumindest einmal im Jahr auch eine der kostenpflichtigen Kerzen zu entzünden. Denn dadurch unterstützen Sie nicht nur österreichische Familien, die durch einen Todesfall in Not geraten sind, sondern Sie helfen uns auch bei der Finanzierung und Weiterentwicklung von ASPETOS.

Erinnerungsstücke – eine Allerseelengeschichte

Bei Burattis ist es urgemütlich, das war mein erster Eindruck. Ich konnte es aber erst nicht so recht festmachen, denn urgemütlich heißt in Tirol ja meist, „eingerichtet im Landhausstil“ oder wie man das nennt. Das ist es aber nicht. Es ist anders gemütlich. Freundlich empfangen mich Evi und Sonja, auf dem Küchentisch mit Blick in den Garten wird Platz gemacht und im Laufe des Abends erfahre ich dann auch, warum es „anders gemütlich“ ist. Evi Buratti haben es die amerikanischen Autos angetan und auch der Rest der Familie scheint ein wenig US-verliebt zu sein. Der „Rest der Familie“ sind die 31jährige Sonja und der 34jährige Gerhard. Evi, die Mutter der beiden, ist 59 Jahre alt und seit August Witwe.

Ihr Hobby will Evi deshalb nicht aufgeben: Sie besitzt einen Cadillac in grün, und einen Buick in dunkelblau als Alltagsfahrzeug. Nicht nur die Ami-Schlitten, sondern auch Country-Musik spielt in der Familie eine Rolle, hat doch der verstorbene Leopold Buratti – von allen Putzi genannt – als Bordmechaniker von Evi fungiert und außerdem Banjo und Gitarre gespielt und das in jungen Jahren sogar in einer Band. Einige seiner Gitarren hängen noch an der Wand über dem Sofa. Und jetzt fällt‘s mir also ein, es ist alles ein bissl wie auf einer Ranch, zumindest könnte ich mir vorstellen, dass es auf einer Ranch so aussieht.