Friedhof/Krematorium

QR-Codes oder zurück in die Steinzeit? – Ein Kommentar von Dr. Christine Pernlochner-Kügler

Konkret geht es um eine Diskussion in Deutschland rund um die Befestigung von QR-Codes und damit verbunden, die Möglichkeit, hinterlegte Inhalte via Smartphone am Grab abzurufen. Dieser Kommentar bezieht sich auf folgenden Artikel:

„Du bist nicht mehr da, wo du warst, aber du bist überall, wo wir sind und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke, Gefühle.“ Im Zeitalter von Online-Gedenkseiten, Facebook und neuerdings QR-Codes auf Grabsteinen wird dieser tröstende Trauerspruch noch wahrer als bisher.

Neuer Trend: Urnen-WGs auf Friedhöfen

Ein neuer Trend zeichnet sich ab: Die Urnen-WG. Aus Kostengründen tun sich immer mehr ältere Menschen zusammen, um sich später gemeinsam beerdigen zu lassen. Die sogenannten Urnengemeinschaften haben den Vorteil, dass sich die Nachfahren und Verwandten weniger um die Gräber kümmern müssen. Ein weiterer Vorteil: Es muss nicht anonym bestattet werden, das heißt, ohne Inschrift oder Tafel.

Die Urnen bei einer Gemeinschaft werden in einer Reihe nebeneinander begraben. Ein Schild, eine Tafel oder ein Grabstein (wenn die Hinterbliebenen sich darauf einigen) werden dann mit den Namen der Verstorbenen versehen. Die Hinterbliebenen teilen sich die Kosten der Grabpflege und sind gleichzeitig von der Grabpflege befreit. Der Friedhof kümmert sich zudem um die wechselnde Bepflanzung und die Pflege der Wiese. Und wer sich zu Lebzeiten gut mit seinen Nachbarn oder Freunden verstanden hat – warum sollte der nicht auch bis in den Tod mit ihnen verbunden sein?

Mit den Verstorbenen via QR-Code interagieren – über den Tod hinaus

Internetgrabsteine mit QR-Code ohne Sicherheitslücken

Die QR-Codes sind los. In Deutschland haben einige Bildhauer einen regelrechten Boom ausgelöst. In den Medien fanden sich in den letzten Wochen immer wieder Berichte über Steinmetze, die Grabmale mit QR-Code-Gravuren anbieten und die Homepage gleich dazu. Angebote jenseits der 500 Euro-Grenze und laufende Gebühren sollen hier wohl die Kassen füllen. Vertreter der Kirche und Datenschützer schlagen durchaus berechtigt wegen Missbrauchs auf den Friedhöfen Alarm. ASPETOS, dass soziale Trauernetzwerk http://www.aspetos.at spricht sich trotzdem für mehr Zeitgeist aus und will Maßstäbe setzen.

Wer kennt sie noch nicht? Die kleinen weißen Fenster mit schwarzen Punkten, die auf den ersten Blick beliebig erscheinen. In Wirklichkeit geben diese Anordnungen kodierte Daten binär wieder. Man kann also diverse Informationen wie zum Beispiel einen Link hinterlegen und diesen mittels Smartphone auflösen. Und genau hier setzen auch die Kritiker an. Verwechslungen oder mutwillige Weiterleitungen auf pietätlose Angebote im Web werden befürchtet.

„Die Sorgen sind durchaus berechtigt“, meint Jörg Bauer vom sozialen Trauerportal ASPETOS. „Einerseits besteht die Gefahr, dass, sollten die QR-Codes nur am Grab abgelegt werden, diese mit anderen vertauscht werden, oder aber, dass unpassende Inhalte hinterlegt werden könnten. Um dem vorzubeugen müssen die Codes und die Inhalte sicher verwahrt werden, um sicher zu stellen, dass nur Berechtigte Zugang erhalten.“

Kritik kommt auch vom Kölner Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Dort befürchtet man die Störung der BesucherInnen durch lärmende Inhalte. „Auch hier sind die richtigen Lösungen entscheidend. Wir schlagen hier einheitliche Richtlinien für Betreiber vor. Diese sollten die Themen Datenschutz, Inhaltsvorgabe und Sicherheit bei der Übertragung von Daten beinhalten.“

Internet-Grabstein: QR-Code speichert Erinnerung

Online-Vermächtnis Verstorbener unterstützt Trauerarbeit Wetter (pte) – Der in Deutschland ansässige Steinmetz Timothy Vincent http://www.steinbildhauerei-vincent.de bietet neuerdings Grabsteine mit eingearbeitetem QR-Code an, wie DerWesten berichtet. Die quadratischen Embleme können, ähnlich wie Barcodes, mithilfe eines modernen Mobiltelefons eingescannt werden. Dadurch öffnet der mobile Browser dann automatisch eine Internetseite, auf der die Hinterbliebenen die Erinnerung an einen …

Friedhofsgebühren in Teilbeträgen

Wien (OTS) – Ab dem heurigen Jahr werde es möglich sein, Benützungsrechte für Gräber bei deren Erneuerung – alternativ zur Einmalzahlung für 10 Jahre im Voraus – auch in Teilbeträgen zu entrichten, teilt der Friedhofssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Dr. Herbert Eisenstein mit. Diese Neuregelung berücksichtige, dass viele Personen mit geringerem Einkommen, die Gebühren auf 10 …

Neues Bestattungsgesetz für Kärnten vor Beschluss

Auf Initiative von LHStv. Kaiser werden in Zukunft auch Naturbestattungen ermöglicht – Beschluss soll in kommender Regierungssitzung fallen, Gesetz Anfang 2012 in Kraft treten. Klagenfurt (OTS/LPD) – In Kärnten werden in Kürze Familien die Möglichkeit haben, verstorbene Angehörige auch auf naturbelassenen Flächen zu beerdigen. Das gab Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser, in dessen Verantwortungsbereich diese Thematik …

1. muslimischer Friedhof in Vorarlberg

In Österreich gibt es wenige muslimische Friedhöfe, das wird sich im Laufe der Zeit ändern müssen, denn viele Muslime sind hier aufgewachsen und haben als voll integrierte österreichische Staatsbürger auch das Bedürfnis in ihrem Heimatland – also Österreich – ihre letzte Ruhestätte zu finden. Vorarlberg bekommt jetzt seinen ersten muslimischen Friedhof: In Altach sind auf …

Klagenfurt: Projekt „Friedensforst“ kurz vor Umsetzung

Seit Andreas Waldher die Geschäftsführung der Bestattung Kärnten übernommen hat, setzt er sich für das Projekt „Friedensforst“ in Klagenfurt ein. Und nun ist es bald soweit: In einem Waldstück im Süden von Klagenfurt in der Nähe der Sattnitz am Wörthersee wird in naher Zukunft ein Friedensforst eröffnet. In Deutschland gibt es 40 Friedwälder, in der Schweiz …

Vorarlberg: Mehr als 75 Prozent Feuerbestattung

Wie kürzlich im Artikel „Erde weicht dem Feuer: Wandel in der Bestattungskultur“ berichtet, ergab eine österreichische Online-Befragung, dass 68 Prozent der Befragten für sich eine Feuerbestattung einer Erdbestattung vorziehen und nur mehr 20 Prozent zu einer Urnenbeisetzung am Friedhof tendieren. 32 Prozent wünschen sich alternative Bestattungsmöglichkeiten, wie die Beisetzung unter einem Baum, das Verstreuen der …

Friedhof und Schrebergarten

Eine Kombination aus Friedhof und Schrebergarten wird gerade von einem britischen Bio-Bauern geplant. Richard Sibley ist 65 Jahre alt und wohnt in Cleeve. Er will Familien anbieten ihre lieben Verstorbenen auf seinem Grundstück in Weidesärgen zu begraben und anschließend Obst und Gemüse auf der Parzelle anpflanzen. Bis zu 500 Verstorbene könnten laut Sibley auf seinem …