Gesundheit

„Du sollst nicht töten“: Weiße Kreuze erinnern an Verkehrstote

Zwischen 8 und 13 Menschen sterben pro Woche auf Österreichs Straßen.  Jede Woche gibt das Bundesministerium für Inneres per Presseauskunft die traurige Statistik der vergangenen Woche bekannt.

“Jeder Verkehrstote ist einer zu viel.“ Unter diesem Leitsatz finden in der Steiermark seit 2004 regelmäßige Aktionen im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherheit statt. Die Steiermark präsentierte damit als erstes österreichisches Bundesland ein eigenes regionales Verkehrssicherheitsprogramm. Rückläufige Unfallzahlen geben all diesen Maßnahmen recht.

Suizid und Sonnenlicht: Studie der MedUni Wien

In Österreich werden derzeit pro Jahr rund 1.300 Suizide registriert, die Dunkelziffer liegt aber höher, denn viele Suizide werden als Unfälle getarnt und nicht erkannt.

Auf Aspetos haben wir schon darüber berichtet, dass ausgerechnet im Frühling und Sommer die meisten Suizide verübt werden. In der bisher weltgrößten wissenschaftlichen Studie der MedUni Wien konnte nun eine Erklärung dafür gefunden werden: Die Suizidhäufigkeit steht im Zusammenhang mit der Anzahl der Sonnenstunden am Tag und einem niedrigen Serotoninspiegel.

In der Studie wurde die Zahl der Todesfälle durch Selbstmord nach Monaten und Methoden in den Jahren 1996 bis 2006 analysiert und mit den Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik verglichen. Die höchsten Suizidraten liegen laut Analyse zwischen März und Mai, im Juni und Juli sinkt die Anzahl leicht, einen Anstieg gibt es dann wieder im August. Die wenigsten Selbsttötungen werden zwischen November und Jänner verzeichnet.

Auffallend: Der Anstieg in den Frühlings- und Sommermonaten betrifft vor allem die aggressiven Methoden.

Der Serotoninhaushalt im Gehirn wird auch durch die Lichteinstrahlung über die Augen beeinflusst. Wenig Lichteinstrahlung im Herbst und Winter führt zu einer ungebremsten Ausschüttung von Melatonin, einem Hormon, das unter anderem für die Aufrechterhaltung des Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich ist. Die Folge der übermäßigen Melatoninkonzentration im Gehirn ist, dass wir müde, schlapp und übellaunig werden und der Serotoninspiegel im Gehirn sinkt. Die Batterien, die wir im Sommer aufladen, werden immer schwächer.

Siegfried Kasper, Chef der Klinischen Abteilung für Biologische Psychiatrie an der Universitätsklinik für Psychiatrie der MedUni Wien erklärt, dass Suizide nicht gleich am Anfang der niedrigen Sonnenscheinstunden – das heißt im November – häufiger werden, sondern eher zu einem späteren Zeitpunkt, “wenn die Batterie verbraucht ist”.

Psychotherapie hilft! – Auch in der Trauer

Wiener Landesverband für Psychotherapie bietet Information und Beratung am 3. Tag der Seelischen Gesundheit

Wien (OTS) – Sich Psychotherapie vorzustellen ist gar nicht einfach! Dabei kommt es bei nahezu jeder vierten Person im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal zu einer seelischen Erkrankung oder psychischen Störung. Die Tendenz steigt. Unbehandelt können diese Leiden und Störungen in Langzeitkrankenstände und Frühpensionierungen münden. Andererseits zeigen Studien im deutschsprachigen Raum, dass manchmal selbst ExpertInnen der Gesundheitsberufe den Unterschied zwischen Psychiatrie, Psychologie, Psychoanalyse und Psychotherapie gar nicht so genau kennen. Etwas nicht zu kennen, kann unheimlich sein, kann ängstigen. Oder kann dazu führen, sinnvolle Lösungen für unsere psychische Gesundheit nicht in Erwägung zu ziehen!

Terror und Medienkonsum: Umgang mit Kindern

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 war mein Sohn genau 3 Jahre alt. Ich weiß noch, ich saß bei einer Bekannten im Wohnzimmer und unsere Söhne spielten, als das Telefon klingelte. Die Mutter meiner Bekannten schrie in den Hörer: „Schaltet den Fernseher ein!“und dann kam eine für uns unverständliche Begründung, warum wir das tun sollten. Wir schalteten also den Fernseher ein und sahen zwei Bilder parallel nebeneinander, die wir zunächst überhaupt nicht einordnen konnten: Einmal das brennende Pentagon und daneben ein Flugzeug, das in einen Wolkenkratzer raste. Unsere Kinder sahen natürlich zu. Erst allmählich verstanden wir, was da gezeigt wurde, aber ich konnte es einfach nicht glauben. Ich hatte einen echten Schock. Die Szenen wurden wiederholt, ich rief meinen Mann an und wollte einfach nur nach Hause.

Im Auto schaltete ich das Radio ein, um nichts zu verpassen, mein Sohn saß am Rücksitz angegurtet und hörte alles mit. Ich dachte überhaupt nicht an ihn, ich dachte immerzu: „Scheiße, jetzt bricht ein Weltkrieg aus!“ und bekam echt weiche Knie. Zuhause angekommen, drehte ich den Fernseher auf. Die Szenen wurden immer wieder wiederholt, allmählich wurde das Ganze für mich Realität. Mein Sohn kriegte das mit, es war einfach nicht möglich mich auf dem Laufenden zu halten und ihn außen vor zu halten. Ich war auch der Meinung, dass wir unsere Kinder nicht unter einer Schutzglocke aufziehen können, sie werden dadurch auch nicht widerstandsfähiger. Der Meinung bin heute auch noch, aber nachträglich würde ich doch ein wenig vorsichtiger mit dem Medienkonsum umgehen. Andererseits: Im Ausnahmezustand ist man oft unreflektiert.

Investment: Wetten auf die Todgeweihten

Wer früher stirbt, der bringt mehr Geld

Medizinischer Fortschritt und ein gesünderer Lebensstil erschweren es den Pensionsanbietern immer mehr, die Lebenserwartung vorauszuberechnen. Jedes zusätzliche Jahr an Lebenserwartung erhöht die zukünftigen Pensionsleistungen um bis zu vier Prozent.

Aus diesem Grund haben Pensionsfonds und Rentenversicherungsanbieter Interesse, sich gegen das Geschäftsrisiko der Langlebigkeit ihrer Kunden abzusichern. Ein neues Geschäftsfeld  von Investmentbanken sind nun “Wetten auf die Lebenserwartung”, auch “Second-Hand-Lebensversicherungen” genannt: Banken bieten Derivate an, die dieses Risiko in Wertpapieren verbriefen. Die Versicherungsprämie beruht darauf, dass die Kunden ein bestimmtes Alter erreichen. Leben diese länger als erwartet, muss der Gegenpart die Kosten für die Versicherung tragen, sterben die Kunden früher, so profitiert er.

Suizidgefahr: Ursachen, Signale und Hilfe

Der Mai ist da! Die Bäume stehen in voller Pracht, warm wird es, alles scheint eitel Wonne zu sein, was aber die Wenigsten wissen … der Mai ist auch der Monat, in dem die meisten Suizide begangen werden. Und was auch kaum bekannt ist: In Österreich und Deutschland übersteigt die Suizidrate bei weitem die Zahl …

Depressionen bei Kindern und Jugendlichen

Heidelberg (ots) – Depressionen sind längst nicht mehr ein Thema, das nur Erwachsene betrifft. Auch Kinder und Jugendliche sind davon immer häufiger betroffen. Bis die Krankheit bei ihnen allerdings als solche erkannt wird, vergeht meist eine lange Zeit. Denn im Gegensatz zu einer Erkrankung im Erwachsenenalter äußert sich das Stimmungstief in jungen Jahren ganz anders. …

Todmuede – Sekundenschlaf

„Ich hab mich frisch und munter gefühlt. Zu Bewusstsein kam ich wieder durch die Reifengeräusche am Rumpelstreifen der Autobahn.“ Beim Sekundenschlaf taucht der Schlaf plötzlich auf, man ist von einer Sekunde auf die andere weg, er kann auch auftreten, wenn man sich relativ frisch und fit fühlt. Wie sich der Sekundenschlaf anbahnt oder genau aufbaut, …

Winterdepression: Ein Schlachtplan gegen Melancholie und inneren Schweinehund

Glühwein, Punsch, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, fettige Krapfen mit Sauerkraut oder Preiselbeeren … wer all dem etwas abgewinnen kann, der hat wahre Lichtblicke in einer Zeit, in der die Tage immer kürzer und dunkler werden. Für viele ist der Advent eine Zeit der Vorbereitung auf das Fest der Familie … und die Schi- und Snow-Board-Saison. Ja, …

Toedliche Keime im Krankenhaus

Zwei Säuglinge starben am Samstag auf der Säuglingsintensivstation der Mainzer Uniklinik, ein weiteres Baby verstarb gestern abend. Durch Enterobakterien (Darmbakterien) verunreinigte Flüssignahrung wurde eine „Spitalsinfektion“ verursacht. Besonders für Menschen mit einem schwachen Immunstatus sind solche Spitalsinfektionen gefährlich. Klinik und Staatsanwaltschaft untersuchen nun, auf welchem Wege die Bakterien in die Nahrung gekommen sind: Verunreinigte Ernährungsschläuche, Missachtung …