Kurioses

Per Selbstmord zur Wunschbestattung

Hierzulande entscheiden sich immer mehr Leute für eine Feuerbestattung. In China wird sie zwangsverordnet. Mit der chinesischen Bestattungs-Tradition lässt sich die Einäscherung jedoch nicht vereinbaren. Das tragische Ergebnis sind „fristgerechte“ Selbstmorde, um doch noch beerdigt zu werden. Wenn wirtschaftliche Interessen auf jahrtausendealte Rituale treffen, ist es um Letztere meist schlecht bestellt. Dies gilt sogar für …

Smartphones im Grab liegen im Trend

Grabbeigaben sind seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Kultur. Je nach Glauben wurde den Verstorbenen – z. B. für ein Leben nach dem Tod – Alltagsgegenstände und Speisen ins Grab gelegt. Bei höhergestellten Toten fanden sich darüber hinaus Waffen, Schmuck, Tiere und sogar Diener in den Grabstätten.

Ewige Ruhe – oder lieber mit Musik im Grab?

Brauchen Tote Musik? Der Schwede Fredrik Hjelmquist ist offenbar der Meinung. Er hat eine Musikanlage für Särge entwickelt, die den Verstorbenen statt ewiger Ruhe ewige Beschallung verspricht. Wie diese Erfindung ankommen wird und ob sich hier ein neuer Trend abzeichnet, bleibt freilich abzuwarten.

Tabubruch: Sarghersteller wirbt mit Erotik-Kalender

 Die Zeiten müssen für die Hersteller von Särgen härter geworden sein, anders ist es eigentlich nicht zu erklären, warum ein polnischer Sarghersteller einen solchen Tabubruch begeht. Frei nach dem Motto „Sex sells“ hat das Unternehmen Lindner bereits zum fünften Mal in Folge einen Erotik-Kalender anfertigen lassen, auf dem sich nackte Modells freizügig auf oder neben Särgen rekeln.

„Todesuhr“ – Bedeutet Glück, zu wissen, wann man stirbt?

 Das Konzept kennt man von mit Werbung übersäten Webseiten, über die man –zufällig oder nicht – im Internet stolpert: „Geben Sie Ihr Alter, Geschlecht, Ihr Gewicht und Ihre Gewohnheiten bezüglich Sport, Alkohol- und Zigarettenkonsum ein und wir sagen Ihnen, wie lange Sie noch zu leben haben.“ Ernst zu nehmen ist das Ganze sicher nicht, auch wenn mit statistischen Werten „gespielt“ wird. Aber einen kleinen Schauder jagt es auch dem überzeugtesten Ungläubigen über den Rücken, wenn da auf einmal steht: „Sie haben noch 2 Jahre zu leben.“

Aus Rache: Rentner muss eigene Todesanzeige lesen

 

Unglaublich, aber wahr: Das absichtliche Veröffentlichen einer falschen Todesanzeige in einer Tageszeitung, um damit einem Menschen zu schaden, ist offenbar nicht strafbar. Zwar sei ein Schadensersatz für die fehlgeleiteten Trauergäste möglich oder ein Schmerzensgeld, falls der Betroffene beim Lesen seiner eigenen Todesanzeige einen Schock erleidet. Aber ein Straftatbestand liege nicht vor, so die Meinung eines Rechtsanwalts.

Pietätlose Billig-Bestattung im Plastikrohr

Was aussieht wie eine schlampig hinterlassene Baustelle ist in Wirklichkeit eine letzte Ruhestätte, die ihren Namen aber eigentlich nicht verdient. In Rheinhessen ist ein Krematoriumsbetreiber auf der Suche nach der billigsten Bestattungsvariante auf die Idee gekommen, Plastik-Rohre als Grabstätte zu verwenden. Diese werden senkrecht in der Erde installiert. Pro Rohr sollen dann drei Urnen verstaut werden können – und fertig ist das Billig-Grab.

Lebendig begraben: Angst vorm Scheintod berechtigt?

 Die Angst davor, lebendig begraben zu werden, hat einen eigenen Namen: Taphephobie. Bis weit in die Neuzeit hinein war die Sorge berechtigt. Es war gar nicht so selten, dass Menschen als Scheintote begraben und erst im Sarg unter der Erde wieder zu sich kamen und daraufhin qualvoll erstickten. Kratzspuren auf der Innenseite des Sarges zeugten vom Todeskampf unter der Erde.

Flaschenpost: Frau schickt Asche ihres Ehemannes auf letzte Reise

Wer beim Strandspaziergang auf eine Flasche mit undefinierbarem Inhalt stößt, sollte diese nicht gleich entsorgen, denn vielleicht befindet sich darin die Asche von Gordon. Der US-Amerikaner ist im Alter von 27 Jahren gestorben. Weil sein Hobby Reisen war, hat ihn seine Frau nach seinem Tod buchstäblich auf die letzte Reise geschickt.

Die Asche füllte sie in eine Plastikflasche, steckte einen Zettel dazu, auf dem sie den Finder darum bat, sie doch anzurufen, um Bescheid zu geben, wo die Flasche aufgetaucht ist. Zudem soll die Flasche wieder ins Wasser zurückgeworfen werden, damit Gordon seine Reise fortsetzen kann. 

Baseballspiel: Mann gewinnt eigene Beerdigung

Eine Werbeaktion der besonderen Art hat der Manager des amerikanischen Baseballteams IronPigs, Kurt Landes, aufgelegt. Die Minor-League-Mannschaft aus Allentown im US-Staat Pennsylvania vergab im Rahmen eines Gewinnspiels einen Gutschein für eine komplette Beerdigung im Wert von 10.000 Dollar. Darin enthalten u. a.: Der Sarg, die Organisation der Beerdigung, die Kremierung, der Grabstein sowie ein Kranz.

Um das Gratis-Begräbnis zu gewinnen, mussten die Interessenten einen Aufsatz darüber verfassen, wie sie sich ihre ideale Beerdigung vorstellen. Eine Jury entschied dann über den Gewinner, insgesamt waren 50 Aufsätze eingereicht worden, sowohl von jungen als auch von älteren Menschen, einer kam sogar aus dem weit entfernten Atlanta. Die „einzigartige“ Aktion wurde gelobt.