Kurioses

Jenseitskontakte? Die Tricks spiritistischer Medien

Ein Kommentar von Dr. Peter Kügler

Der Glaube, dass man mit Geistern von Verstorbenen Kontakt aufnehmen kann, ist Teil vieler Religionen und möglicherweise so alt wie die menschliche Kultur. Was man heute als Spiritismus (englisch „Spiritualism“) bezeichnet, begann aber erst im Jahr 1848 in den USA: Im Haus der Familie Fox in Hydesville, Bundesstaat New York, waren Klopfgeräusche zu hören. Die beiden Töchter Kate und Maggie kommunizierten mit Hilfe dieser Geräusche mit dem Jenseits und wurden damit rasch berühmt. Es folgten zahlreiche öffentliche Auftritte. 1871 reiste Kate nach England, wo der Spiritismus bereits zuvor durch amerikanische Medien bekannt gemacht worden war. Im Jahr 1888 gestand Maggie jedoch, dass die Geräusche von den Schwestern selbst produziert worden waren. Wollen Sie wissen wie? Das steht im ersten Kapitel des Buches „A Magician among the Spirits“ (1924) des legendären Zauberkünstlers Harry Houdini. Houdini entlarvte übrigens jedes spiritistische Medium, das ihm begegnet ist.

Was den Spiritismus des 19. Jahrhunderts von früheren Geisterbeschwörungen, Jenseitsvisionen und Spukphänomenen unterschied, war erstens die Tatsache, dass er sich zu einem Massenphänomen entwickelte, vor allem in den USA und Großbritannien. Dort gibt es auch heute noch spiritistische Organisationen, von denen sich manche sogar als „Kirche“ (church) bezeichnen. Zur Verbreitung des Spiritismus trugen unter anderem auch neue Technologien bei, wie die Photographie, die sich hervorragend für Fälschungen eignete, z.B. durch Doppelbelichtungen.

USA: Sarg im Internet zum Verkauf angeboten – Skelett inklusive

Im US-Bundesstaat Iowa muss sich die örtliche Polizei mit einem Fall der etwas anderen Art herumschlagen. Denn auf der Online-Anzeigen-Plattform Craigslist war eine Anzeige aufgetaucht, in der ein alter Eichensarg zum Verkauf angeboten wurde. Der stolze Verkaufspreis: 12.000 Dollar.

Das Besondere war aber weder die in der Verkaufsanzeige beschriebene Beschaffenheit des Sarges („sehr guter Zustand, mit bronzenen Griffen und mit Seide ausgeschlagen“) noch sein Alter – der Sarg stammt aus dem Jahr 1900 –, sondern der ungewöhnliche Inhalt. In seiner Anzeige hatte der Verkäufer schlicht unterschlagen, dass sich in dem Sarg noch die sterblichen Überreste eines Verstorbenen befinden. Das Skelett rief schließlich die Ordnungshüter auf den Plan, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.

Geisterstunde: Der Bühnen-Spiritismus von Paul Meek

Ein Kommentar von Christine Pernlochner-Kügler

Viele Betroffene spüren, hören, sehen ihre Verstorbenen. Sie geben an Besuche von ihnen zu bekommen – unter Tags, meistens aber nachts in ihren Träumen.  Anfangs hielt ich das alles für „Einbildung“, für  Halluzination, für Träume aufgrund der übergroßen Sehnsucht nach dem verstorbenen Menschen. Bald stellte ich fest, dass diese Erlebnisse Betroffenen weiterhelfen. Sie kommen weiter in ihrem Prozess der Trauerarbeit, denn es findet über diese „Begegnungen“ noch einmal ein bewusstes Abschiednehmen statt – verbunden mit der Gewissheit: Den Verstorbenen geht es gut, es gibt ein Leben danach, wir sehen uns alle wieder.

Inzwischen ist es mir nicht mehr so wichtig, ob das nun Traum oder Wirklichkeit ist, Hauptsache ist, es hilft. Auch erzählten mir Angehörige über Erlebnisse, die so erstaunlich waren, dass sie sogar mich zweifeln ließen, ob da nicht doch was dran ist. Vielleicht gibt’s ja doch was nach dem Tod? Vielleicht leben wir ja wirklich weiter. Auch wenn wir glauben, dass es danach aus ist, die Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit all unseren Lieben kennen wohl alle.

Digitales Testament von Google regelt Umgang mit Daten nach dem Tod

Im Laufe eines Online-Lebens häufen Internetnutzer heutzutage unzählige Daten bei verschiedenen Diensten auf unterschiedlichsten Servern rund um den Globus an. Darunter sind wichtige E-Mails, E-Books, Musik-, Foto-und Videodateien bzw. Dokumente oder Zugangsdaten. Eine der wichtigen Fragen, die derzeit noch bei den wenigsten Online-Service-Anbietern geregelt ist, ist deshalb die: Was geschieht mit meinen Daten, wenn ich einmal nicht mehr bin?

Der Internet-Riese Google hat jetzt mit dem Dienst „Inactive Account Manager“ eine Art digitales Testament für Google-Nutzer aufgelegt, in dem genau diese Frage geklärt werden soll. Die Datenverwaltung kann im Google-Konto optional aktiviert werden. Sie kann natürlich auch gewählt werden, wenn geklärt werden soll, was nach Ende der Nutzung des Accounts mit den dort befindlichen Daten passiert – die Nutzung muss nicht mit dem eigenen Ableben enden.

Unendliche Weiten: Bestattung im Weltraum

Während der erste Mensch auf dem Mond, der US-Astronaut Neil Armstrong, nach seinem Tod im vergangenen Jahr seine letzte Ruhestätte auf hoher See gefunden hat, wollen immer mehr Menschen in den unendlichen Weiten des Alls bestattet werden. Einen Anbieter, der die Asche der Verstorbenen ins Weltall befördert, gibt es. Allerdings wird aufgrund der hohen Transportkosten jeweils nur ein kleiner – symbolischer – Teil der sterblichen Überreste in Asche-Form in der Rakete in den Kosmos geschossen – und das ist ein Problem.

Deutsche Polizei findet 12 gestohlene Leichen

Der Fall hat für ein kräftiges Rauschen im Blätterwald gesorgt. Was muss das aber auch für ein Schock für die Hinterbliebenen gewesen sein. In der vergangenen Woche meldeten deutsche und internationale Medien, dass ein Leichentransporter mit 12 Särgen, in denen jeweils eine Leiche lag, sowie zwei weitere Autos vom Hof eines Bestattungsunternehmens in Hoppegarten bei Berlin gestohlen wurden.

Autodiebstahl mit ungewöhnlicher Fracht

Ein Albtraum für den Bestatter und die Menschen, die ihre geliebten Angehörigen und Freunde zu Grabe tragen wollten. Dass es sich bei der Aktion wohl um einen schnöden Autodiebstahl gehandelt haben muss und die Diebe wahrscheinlich selbst überrascht von der ungewöhnlichen Fracht in dem Transporter waren, dürfte die Hinterbliebenen wenig getröstet haben.

Bizarrer Erpressungsversuch mit gestohlener Urne

In wenigen Tagen geht ein Prozess um einen bizarren Vorfall in die zweite Runde, der dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe einbringen könnte. Was da vor einem Thüringer Gericht verhandelt wird, klingt wie ein Gruselschocker im Wilden Westen. Es geht um eine gestohlene Urne und einen Erpressungsversuch. Oder war doch alles ganz anders?

Witwe wohnte in Gruft ihres verstorbenen Mannes

Eine 43-jährige Argentinierin hat mehrere Tage in der Gruft ihres verstorbenen Mannes verbracht und neben dessen Sarg geschlafen. Angesichts der tiefen Trauer, die die Frau verspüren muss, vielleicht nicht weiter verwunderlich. Kurios ist aber, dass sie sich in der Gruft auf dem Friedhof der 18.000-Einwohner-Gemeinde Dos de Mayo häuslich eingerichtet hatte.

Letzte Ruhestätte mit Stereoanlage und Internet

So war die letzte Ruhestätte des 2010 im Alter von 28 Jahren verstorbenen Mannes nicht nur mit einem Bett, sondern sogar mit Musikanlage, Fernseher, Computer – inklusive Internetverbindung – und Sesseln ausgestattet. Sogar eine Kochnische hatte sich die trauernde Witwe einbauen lassen. Der Sarg des Verstorbenen ist übrigens mit Glas abgedeckt, sein Leichnam einbalsamiert. Das Bett der Frau steht direkt daneben.

Archäologen entdecken Vampir-Gräber in Bulgarien

Archäologen haben bei Ausgrabungen im bulgarischen Sozopol einen grausigen Fund gemacht: Am Fundament einer katholischen Kirche wurden zwei Gräber mit Leichen entdeckt, die jeweils mit einer Eisenstange durch Brust und Kehle gepflockt wurden, um sie so an den Sarg zu nageln. Das Szenario erinnert an Dracula und Vampir-Filme. Doch diese Bestattungsform entstieg nicht einer Filmsequenz, …

Kirche 2.0 – Überschätzter Hype oder letzte Chance?

Sonntags 10 Uhr überall in Europa: Die Kirchenglocken läuten zum Gebet. Doch immer weniger Jugendliche finden den Weg in die Gotteshäuser. Darauf reagiert die Kirche jetzt, indem sie dem Zeitalter des Internets folgt. So wurde in Österreich, in der Diözese Linz, erstmals eine Social-Media-Expertin eingestellt. Andrea Meyer-Edoloeyi erkennt, dass auch engagierte Christen online kommunizieren und …