Leben & Tod

„Töten Sie mich – oder Sie sind ein Mörder!“ Gedanken zur Sterbehilfe-Debatte

Laut einer Telefonumfrage befürworten 62% der  befragten ÖsterreicherInnen  die freiwillige aktive Sterbehilfe. Das sind laut Med-Uni Graz um 13 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. 30% sprechen sich dagegen aus und 8% sind unentschieden.

Zur Begriffsklärung

Grundsätzlich muss zwischen folgenden Varianten der Euthanasie unterschieden werden:

Nichtfreiwillige Euthanasie: Betroffene, welche artikulations- und entscheidungsunfähig sind, lässt man sterben, indem man aussichtslose lebensverlängernde Maßnahmen unterlässt oder den Tod aktiv durch eine Injektion herbeiführt. Die Entscheidung wird aus dem vermuteten Wunsch des Betroffenen und  von den Angehörigen getroffen.

Zunehmende Befürwortung von aktiver Euthanasie in Österreich

62% der Österreicher sind für aktive Sterbehilfe

Graz, am 17. Februar 2010: Die Einstellung der österreichischen Bevölkerung zu Fragen der Euthanasie (Sterbehilfe) wurde bislang nur durch sehr einfache Erhebungen ermittelt, welche genauere Unterscheidungen, z.B. zwischen passiver und aktiver Sterbehilfe, nur unzureichend zulassen.

Ein Kommentar zur wachsenden Einsamkeit in unserer Zeit

Bernd Wagner lag zwei Monate auf der Pathologie, weil niemand den Leichnam heim holen wollte. Eine eigentlich unglaubliche und unsagbar traurige Geschichte. Doch leider ist hier ein Trend zu beobachten. Wir kümmern uns immer weniger um unsere Familien, unsere Mitmenschen oder den Kontakt zu anderen. Wir ziehen uns zurück. Mittlerweile gibt es sogar das Reizwort Cocooning für diesen Trend. Wir verpuppen uns in unseren vier Wänden, und geben unserem ständig wachsenden Individualisierungsdrang freien Lauf.

Mit einem Fuß im Grab: Die Generation 80plus und ihr Umgang mit dem Tod

Sie trinkt  am liebsten Kaffee und Wein, hin und wieder auch einen Orangensaft oder einen Tee mit Rum, denn „vom Wasser bekommt man Läuse im Bauch“, meint Loni. Und sie  ist 88 Jahre alt. Fad wird der lebenslustigen Bad Ischlerin nicht, denn sie ist dauernd unterwegs, – entweder mit ihrem Senioren-Verein oder privat, da ist sie Mitglied in mehreren „ Karten-Runden“: Schnapsen, Watten aber auch Pokern, das ist ihr liebster Zeitvertreib.

Dr.-Karl-Kummer-Ehrenpreis für Waltraud Klasnic

Für ihr lebenslanges großes soziales Engagement wurde Waltraud Klasnic Montagabend in Graz mit dem neu geschaffenen Dr.-Karl-Kummer-Ehrenpreis ausgezeichnet. ÖGB-Vizepräsident Dr. Norbert Schnedl verwies auf die vielfältigen Aktivitäten Klasnics von der Katastrophenhilfe Österreichischer Frauen über das SOS-Kinderdorf Stübing, die Leitung eines Pflegeheims bis insbesondere zum Dachverband Hospiz Österreichs. Als Präsidentin des Dachverbandes kämpfe sie „auf ihre …

Angestrebtes Gesetz zur aktiven Vermittlung von Sterbehilfe in Deutschland

Gewinne sind strafbarAktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Es gibt zwar immer wieder Ambitionen, wie vom streitbaren  Justizsenator Roger Kusch, der sich 2008 für die Einführung der aktiven Sterbehilfe aussprach und sogar selbst Hand anlegte. Doch nun einigten sich Union und FDP bei den Koalitionsverhandlungen darauf, dass auch die kommerzielle Vermittlung von Gelegenheiten zur Selbsttötung künftig bestraft werden soll und verschärfen damit geltendes Recht. Das Strafmaß steht noch nicht fest. Die Union plädiert für ein Strafmaß von drei Jahren.  Sterbehilfe-Organisationen sollen allerdings auch künftig erlaubt sein. Strafbar ist die Gewinnabsicht. Damit kann auch der Schweizer Sterbehilfeverein Exit weiter in Deutschland operieren.

Die Ökobestattung – ein Trend auch in Österreich?

Die Bestattungsformen und Bestattungsrituale ändern sich in unserer Gesellschaft nur sehr langsam. Trotzdem zeigt sich, dass sie einem steten Wandel unterworfen sind und dass Entwicklungen, die wir heute noch belächeln, früher oder später auch bei uns zum Tragen kommen. Das Thema Ökologie, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein hat einen grossen Platz in den gesellschaftlichen Diskursen – wohl zurecht! Im Bestattungsbereich wird dieses Thema aber noch sehr vorsichtig behandelt. So ist es nach wie vor bei allen Feuerbestattungsanlagen üblich, dass die erzeugte Wärme‐Energie ohne weitere Verwertung abgeführt wird.

Krisen – die dunklen Seiten des Lebens

Wie das Leben eben spielt – Veränderungskrisen

Veränderungen in unserem Leben lösen nicht selten Krisen aus. Kein Mensch kann dies verhindern. Krisen sind uns sozusagen „angeboren“, denn die Entwicklung des Menschen bedeutet laufend Veränderung und somit sind Krisen vorprogrammiert. Sogenannte „Veränderungskrisen“ sind Lebensveränderungen, mit denen große Umstellungen einhergehen. Es sind Krisen, die das Leben mit sich bringt und gleichzeitig Höhepunkte unserer Entwicklung, an denen wir reifen, wenn wir deren Konflikte bewältigen.

Gesunder Umgang mit der Angst

Angst ist ein dem Menschen angeborenes Gefühl mit Entstehungsort im Limbischen System. Angst ist ein Gefühl mit Schutzfunktion, ein Warnsignal. Wenn wir in eine für uns bedrohliche Situation kommen, löst Angst ein Bedürfnis nach Vermeidungsverhalten aus und schützt uns so vor Gefahr. Sie dient der Selbsterhaltung und ist so gesehen ein biologisch angelegtes, sinnvolles Reaktionsmuster.

Die typischen Angstreaktionen (Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen, erhöhte Atemfrequenz etc.) werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert und sind somit nur sehr schwer willkürlich zu beeinflussen.