Traueranzeige von
Abraham Lincoln

12.02.1809 - † 15.04.1865
Traueranzeige von Abraham Lincoln
Alexander Gardner [Public domain], via Wikimedia Commons
Abraham Lincoln gilt als einer der bedeutendsten Präsidenten der USA. Unter seiner Regierung wurde die Sklaverei abgeschafft und die Grundlagen für einen modernen Staat gelegt.

Am 12. Februar 1809 wurde Abraham Lincoln in bescheidenen Verhältnissen, auf der Sinking Spring Farm bei Hodgenville als zweites von drei Kindern des baptistischen Farmerehepaars Nancy und Thomas Lincoln, geboren.

Als junger Mann hielt sich Lincoln mit verschiedensten Gelegenheitsarbeiten als Kaufmannsgehilfe , Landvermesser oder Posthalter über Wasser. 1832 meldete er sich als Freiwilliger für die Armee und stellte als Befehlshaber einer Milizkompanie gegen die Sauk-Indianer sein Geschick als Anführer unter Beweis. Nach einem Selbststudium der Rechtswissenschaften wurde Abraham Lincoln 1837 in die Anwaltskammer von Illinois zugelassen, wo er mittlerweile lebte. Parallel dazu begann Abraham Lincoln an seiner politischen Karriere zu arbeiten und trat in die liberal-konservative "Whig Party" ein.

Ende 1837 wurde Abraham Lincoln als Anwalt in Springfield zugelassen. Zwei Jahre später verliebte sich Abraham Lincoln in Mary Ann Todd, eine Tochter sehr wohlhabender Presbyterianer. Seine Eltern waren gegen diese Liaison mit dem aus ärmlichsten Verhältnissen stammenden Lincoln. Aber die Liebe war stärker und so traten Abraham und Mary am 4.11.1842 vor den Traualtar. Vier Söhne gebar Mary: Robert Todd, Edward Baker, William Wallace und Thomas Alias. Kurz nach der Hochzeit beendete Abraham Lincoln seine Abgeordnetentätigkeit, denn er wollte sich nun verstärkt dem Broterwerb widmen. Im Jahr 1844 konnte er sich bereits ein Haus in Springfield leisten.

1846 ging Lincoln erneut in die Politik, ließ sich für die Whigs ins Repräsentantenhaus der USA wählen und zog allein nach Washington. Dort kritisierte er die gegen Mexiko gerichtete Kriegspolitik des Präsidenten James K. Polk und initiierte im Jahr 1849 eine Resolution zur Einschränkung der Sklaverei im District of Columbia.

Die gesamte Amtszeit des Präsidenten wurde vom sogenannten "Sezessionskrieg" von 1861 bis 1865 überschattet: In dem amerikanischen Bürgerkrieg gingen die Nordstaaten der Union unter politischer Führung Lincolns gegen die sezessionistischen Südstaaten vor. Er erreichte die Rückeroberung der Südstaaten und bemühte sich um die Aufhebung der dortigen Sklaverei. Aufgrund seiner erfolgreichen Politik wurde Abrahem Lincoln 1864 als Präsident wiedergewählt. Am 9. April 1865 erreichte Lincoln die Kapitulation der Südstaaten im Bürgerkrieg. Die Verwirklichung weiterer politischer Maßnahmen zur Rekonstruktion der Union blieben ihm jedoch versagt.

Denn am 14. April 1865 verletzte der südstaatliche Attentäter John Wilkes Booth mit einem Pistolenschuss den Präsidenten tödlich. Abraham Lincoln starb am darauffolgenden Tag in einem Washingtoner Hospital.