Traueranzeige von
Alois Mock

10.06.1934 - † 01.06.2017
Traueranzeige von Alois Mock
Von Schweinsohr - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=55928485

Der österreichische Politiker gehörte der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) an und war in seiner Laufbahn Vizekanzler, Unterrichts- und Außenminister der Republik Österreich. In den 1980er-Jahren war er zudem Bundesvorsitzender der ÖVP. Mock litt schon seit den 1990er-Jahren an der Parkinson-Krankheit, er saß zuletzt nur noch im Rollstuhl und wurde von seiner Frau gepflegt, mit der er 51 Jahre verheiratet war. Am 1. Juni 2017 verstarb er im Alter von 82 Jahren.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Auslandsaufenthalten in Bologna und Brüssel fasste Alois Mock recht schnell Fuß in der Politik. 1961 wurde er zunächst Referent im Bundeskanzleramt, 1966 stieg er zum Kabinettschef des damaligen Bundeskanzlers Josef Klaus auf, in dessen Regierung er später auch das Amt des Unterrichtsministers bekleidete.  

International bekannt wurde Mock vor allem als österreichischer Außenminister von 1987 bis 1995. Er führte die Beitrittsverhandlungen Österreichs mit der damaligen EG und gilt als „Vater des EU-Beitritts“ Österreichs. Legendär sind aber auch die Fernsehbilder, als er am 27. Juni 1989 zusammen mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn bei Sopron symbolisch den Eisernen Vorhang durchschnitt. Der Grenzabbau sowie die spätere Grenzöffnung ermöglichte damals vielen DDR-Bürgern die Ausreise.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Alois Mock erstellt und ist dem Politiker vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.