Traueranzeige von
Avicii Tim Bergling

08.09.1989 - † 20.04.2018
Traueranzeige von Avicii Tim Bergling
Von Avicii AB - https://web.archive.org/web/20170805070705/http://www.avicii.com/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61656585

Der schwedische DJ, Produzent und Remixer Tim Bergling zählte unter seinem Pseudonym Avicii zu den prägenden Figuren der elektronischen Musikszene. Er wurde in Deutschland 2014 gleich zweifach mit dem Echo-Musikpreis ausgezeichnet, für den Hit des Jahres („Wake me up“) und in der Kategorie „Electronic Dance Music“. Sein 2013er Debütalbum „True“ kam in Österreich bis auf Platz 3 und in Deutschland auf Platz 5. Das Nachfolgealbum „Stories“ aus dem Jahr 2015 erreichte Platz 6 bzw. 8

Seinen Durchbruch im Musikbusiness schaffte Avicii 2011. Zunächst erwirkte er in einem Plagiatsprozess per Gerichtsbeschluss, dass sein Name auf der Single „Collide“ der britischen Sängerin Leona Lewis erscheint. Der Song basierte nachweislich auf seinem Track „Penguin“. Im Herbst 2011 landete Avicii dann ohne Hilfe von außen mit „Levels“ einen internationalen Hit, der es in Großbritannien, Deutschland und Österreich in die Top 10 schaffte. Der Track bildet auch die Grundlage von Flo Ridas Hit „Good Feeling“, der zeitgleich weltweit Spitzenplätze in den Charts belegte. 2012 schaffte er im Vereinigten Königreich noch einmal eine Nummer eins, mit „I could be the one“ in Kooperation mit DJ Nicky Romero.

2013 war wieder ein höchst erfolgreiches Jahr für Avicii. Er komponierte tusammen mit den ehemaligen ABBA-Mitgliedern Benny Andersson und Björn Ulvaeus die Hymne „We write the story“, die zum Titelsong des Eurovision Song Contests wurde. Anfang Juni 2013 erschien dann die Single „Wake me up“, die aus einem Gesangspart von R&B-Star Aloe Blacc und einem Instrumentalteil von Bergling zusammengesetzt ist. Das Lied wurde sofort ein weltweiter Erfolg und erreichte im deutschsprachigen Raum, in vielen Ländern Europas sowie in Australien und Neuseeland Platz eins. Sogar in den USA kam er damit auf Platz vier. Im September 2013 veröffentlichte Avicii sein erstes Album „True“, das ebenfalls in vielen Ländern in die Charts kam. Eine weitere Single-Auskopplung daraus, „Hey brother“, schaffte in Deutschland und Österreich Platz 1.

In der Folge konzentrierte er sich immer mehr auf Kooperationen. So produzierte er die Hitsingle „A sky full of stars“ für die britischen Band Coldplay und veröffentlichte zusammen mit Santana und Wyclef Jean einen Song zur Fußball-WM 2014. Im Oktober folgte noch die Single „The days“ in Zusammenarbeit mit Robbie Williams. 2015 ging es mit Kooperationen, und zwar mit Stars wie Madonna, Chris Martin, Faithless, John Legend und einigen mehr. Ende Februar 2016 kündigte Avicii auf seiner Website überraschenderweise das Ende seiner Bühnenkarriere an, u.a. wohl aus gesundheitlichen Gründen. Er wolle aber weiterhin Musik machen, hieß es. In der Tat schraubte der Schwede im Lauf des Jahres die Zahl seiner Auftritte zurück und konzentrierte sich zusehends auf die Studioarbeit. Seine 2017er EP „Avici“ war der Auftakt zu einer Trilogie, mit der er sein drittes Studioalbum 2018 komplettieren wollte. Doch dazu kam es leider nicht mehr. Tim Bergling alias Avicii wurde am 20. April 2018 im Oman unter ungeklärten Umständen tot aufgefunden.


Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Avicii erstellt und ist dem DJ und Produzenten vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.