Traueranzeige von
Burt Reynolds

11.02.1936 - † 06.09.2018
Traueranzeige von Burt Reynolds
Von Alan Light, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1572628

Der amerikanische Schauspieler stand seit 1961 bis zuletzt für Film und Fernsehen vor der Kamera. Eine seiner bekanntesten Rollen war die Figur des Bandit in dem Film „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ aus dem Jahr 1977. Aber auch in ernsteren Rollen versuchte sich Burt Reynolds immer wieder. So bekam er 1998 den Golden Globe als bester Nebendarsteller in „Boogie Nights“ und war für diese Rolle auch für den Oscar nominiert. Einen weiteren Golden Globe erhielt der beliebte Schauspieler 1992 in der Kategorie „Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie oder Musical“ in „Daddy schafft uns alle“. Gleichzeitig heimste er auch acht rekordverdächtige Nominierungen für die „Goldene Himbeere“ wegen vermeintlich schlechter schauspielerischer Leistungen ein.

Nachdem Burt Reynolds in jungen Jahren zunächst eine Karriere als Footballer anstrebte, brachten ihn eine Knieverletzung und ein Autounfall zum Umdenken. So widmete er sich fortan der Schauspielerei. Seinen ersten Fernsehauftritt hatte er 1959 in der TV-Serie „Riverboat“, seine erste Filmrolle folgte 1961 in „Angel Baby“. Bis in die frühen 1970er Jahre war Reynolds in zahlreichen Fernsehrollen zu sehen, dann gelang ihm 1972 mit „Beim Sterben ist jeder der Erste“ der Durchbruch als Filmdarsteller.

Noch berühmter wurde Reynolds, als er 1972 für die April-Ausgabe des Magazins „Cosmopolitan“ nackt posierte. Er lag lässig auf einem Bärenfell und bedeckte dabei seine intimen Stellen mit dem linken Arm. Das Foto wurde weltweit bekannt und ließ die Zahl seiner Bewunderinnen nach oben schnellen. Als charmanter und schlagfertiger Talkshow-Gast im US-Fernsehen festigte Reynolds seinen Ruhm, er avancierte richtiggehend zum Sexsymbol und Top-Star.

Ab Mitte der 1970er Jahre verlegte er sich mit großem Erfolg auf künstlerisch eher anspruchslose Actionkomödien wie „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ oder „Auf dem Highway ist die Hölle los“. Mit diesen Streifen pflegte der schnauzbärtige Darsteller sein Image des selbstironischen Abenteurers und modernen Outlaws. Reynolds etablierte sich als einer der zugkräftigsten und – mit vier bis fünf Millionen Dollar pro Film – bestbezahlten Stars seiner Zeit.

1984 kam es zur Zusammenarbeit mit Clint Eastwood. Die beiden mimten die Titelhelden in „City Heat – Der Bulle und der Schnüffler“. Anschließend geriet Reynolds‘ Hollywoodkarriere jedoch ins Stocken. Er konnte nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen, zumal er altersbedingt in seinem bewährten Rollenfach kaum noch einsetzbar war. Ihm gelang es auch nicht richtig, sich in Charakterrollen zu profilieren. Daher wandte sich Reynolds wieder vermehrt dem Fernsehen zu und drehte u.a. die erfolgreiche Serie „Daddy schafft uns alle“. In den 1990er-Jahren feierte er nochmals ein kleines Hollywood-Comeback mit Rollen in „Striptease“ und „Boogie Nights“.

Privat war Reynolds zweimal verheiratet und hatte einen Adoptivsohn. Nachdem es ab Mitte der 1980er Jahre mit seiner Karriere steil bergab gegangen war, musste Reynolds 1996 mit einer Schuldenlast von etwa 10 Millionen US-Dollar Konkurs anmelden. Zuletzt betrieb er das Burt Reynolds Institute for Film and Theatre in North Palm Beach. Reynolds starb am 6. September 2018 im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Burt Reynolds erstellt und ist dem Schauspieler vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.