Traueranzeige von
Debbie Reynolds

01.05.1932 - † 28.12.2016
Traueranzeige von Debbie Reynolds
Von Allan Warren - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9583487

Die US-amerikanische Schauspielerin Debbie Reynolds (bürgerlich Mary Frances Reynolds) erlangte vor allem als Darstellerin in Filmmusicals wie „Singin‘ in the Rain“ und „Tammy“ internationale Bekanntheit. Sie zählte über Jahrzehnte zu den wichtigsten Hollywood-Darstellerinnen. Ihr unerwarteter Tod wegen eines Schlaganfalls am 28. Dezember 2016 sorgte auch deshalb für so große Schlagzeilen, weil erst einen Tag zuvor ihre Tochter Carrie Fisher (verkörperte u.a. die Prinzessin Leia aus der Star-Wars-Filmen) verstorben war.  

Debbie Reynolds‘ Karriere begann Ende der 1940er Jahre als Vertragsschauspielerin bei Warner Brothers. In ihrem Filmdebüt stand sie an der Seite von Bette Davis und Robert Montgomery in einer kleinen Rolle in der Komödie „June Bride“ vor der Kamera. Das Genre der Filmmusicals eroberte sie mit „Drei kleine Worte“ an der Seite von Fred Astaire. 1951 bekam sie dann ihre erste Hauptrolle in „Singin‘ in the Rain“, trotz des anfänglichen Widerstands von Hauptdarsteller Gene Kelly.

In den folgenden Jahren war Reynolds fast ausschließlich in Filmmusicals zu sehen, u.a.1955 in „Hit the Deck“ mit Tony Martin und Jane Powell. Nach und nach kamen auch ernstere Rollen in anderen Filmgenres hinzu. So spielte sie in dem Familiendrama „Mädchen ohne Mitgift“ 1956 die Tochter von Bette Davis und Ernest Borgnine. Für die Darstellung der Braut in spe wurde Reynolds später vom National Board of Review als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Im selben Jahr stand sie zum ersten Mal mit ihrem damaligen Ehemann Eddie Fisher vor der Kamera, und zwar in dem Musical „Bundle of Joy“. Während der Dreharbeiten erfuhr Reynolds von ihrer eigenen Schwangerschaft, setzte die Arbeit jedoch trotz der anstrengenden und oft spektakulären Tanznummern fort. Gewissermaßen als Belohnung erhielt sie daraufhin eine Nominierung für den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. 1957 folgte mit „Tammy“ eine weitere romantische Komödie mit Reynolds als Hauptdarstellerin an der Seite von Walter Brennan und Leslie Nielsen. Hier glänzte sie auch als Sängerin. Mit dem gleichnamigen Titellied belegte sie 1957 fünf Wochen lang Platz 1 der US-amerikanischen Billboard Charts. Der Song brachte Reynolds eine Goldene Schallplatte ein, außerdem war er als bester Song für einen Oscar nominiert. In der Folge brachte Reynolds insgesamt drei eigene Alben heraus.

Auch in den 1960er Jahren blieb Reynolds im Filmbusiness erfolgreich, u.a. mit dem Westernepos „Das was der Wilde Westen“ und mit der Musical-Verfilmung „The unsinkable Molly Brown“. Für ihre Darstellung der Titelheldin wurde sie für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin sowie für einen Golden Globe nominiert. In den 1970er Jahren hatte Reynolds mit einem langsamen Karriereknick im Filmbereich zu kämpfen, dafür drängte sie verstärkt auf die Bühne. Im Jahr 1973 gab sie ihr Broadway-Debüt in der Neuauflage des Musicals „Irene“. Es folgten diverse Musicals und Gastauftritte in Serien wie „Golden Girls“ und „Love Boat“.

In den 1990er Jahren lebte auch Reynolds’ Schauspielkarriere wieder auf. Nach einer Nebenrolle in dem Antikriegsfilm „Zwischen Himmel und Hölle“(1993) verkörperte sie 1996 die titelgebende „Mutter“ in der gleichnamigen Komödie von Albert Brooks. Für ihre Darstellung wurde sie mit einem Satellite Award ausgezeichnet und für einen Golden Globe nominiert. 1997 spielte sie außerdem in der Komödie „In & Out“ die Rolle der Mutter von Kevin Kline.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Debbie Reynolds erstellt und ist der Schauspielerin vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.