Traueranzeige von
Graciano Rocchigiani

29.12.1963 - † 01.10.2018
Traueranzeige von Graciano Rocchigiani
Foto: TNT Boxerstory

Der deutsche Boxer war Weltmeister in den Gewichtsklassen Supermittelgewicht und Halbschwergewicht. In 48 Profikämpfen zwischen 1983 und 2003 holte Graciano Rocchigiani, genannt „Rocky“, 41 Siege, davon 19 durch Knock-outs. Am 1. Oktober 2018 kam Graciano Rocchigiani bei einem Verkehrsunfall auf Sizilien ums Leben, als er von einem Auto erfasst wurde.

Als Boxprofi debütierte Rocchigiani am 10. September 1983 in Köln, wo er den Österreicher Esperno Postl durch technischen K.o. in der zweiten Runde besiegte. 1985 wurde er Deutscher Meister im Mittelgewicht, ein Jahr später holte er den Meistertitel im Halbschwergewicht. Am 11. März 1988 gewann Rocchigiani in Düsseldorf den IBF-Weltmeistertitel in der neu eingeführten Gewichtsklasse Supermittelgewicht. Er wurde dadurch der dritte deutsche Weltmeister im Profiboxsport, nach Max Schmeling und Eckhard Dagge. Nach drei Titelverteidigungen legte er den Titel nieder, um wieder im Halbschwergewicht zu boxen. 1991 holte er in dieser Klasse den Europameistertitel.

In den Neunziger Jahren waren seine jeweils zwei Kämpfe gegen Henry Maske und Dariusz Michalczewski legendär, weil er in den ersten Fights beide Male unglücklich verlor. Die Rückkämpfe gingen umso eindeutiger an seine Kontrahenten. 1998 feierte Rocchigiani wieder einen großen Erfolg und holte den vakanten Halbschwergewichtstitel des WBC nach einem Sieg gegen Michael Nunn. Dieser Titelgewinn wurde Rocchigiani später durch den WBC-Verband wieder aberkannt, wogegen der Boxer aber erfolgreich klagte und in einem Vergleich 4,5 Millionen US-Dollar einstrich. Seinen allerletzten Profikampf verlor Rocchigiani am 10. Mai 2003 gegen Thomas Ulrich.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Graciano Rocchigiani erstellt und ist dem Boxer vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.