Traueranzeige von
Heinrich Mann

27.03.1871 - † 11.03.1950
Traueranzeige von Heinrich Mann
Bundesarchiv, Bild 183-R98911 / o.Ang. / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons
Luiz Heinrich Mann war ein deutscher Schriftsteller. Heinrich stand stets im Schatten seines großen
Bruders Thomas Mann.
1930 wurde Heinrich auf der Preußischen Akademie der Künste Präsident der Sektion für Dichtkunst,
er wurde aber nach der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgeschlossen.

Mann lebte bis 1933 meist in München. Im Exil reiste er zunächst nach Frankreich, schließlich in die USA.
Während seinen Auslandsaufenthalten verfasste er zahlreiche Arbeiten (auch viele antifaschistische Texte).
Die Erzählkunst Heinrich's war vom französischen Roman des 19. Jahrhunderts geprägt.
Die zwei Romane „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ und „Die Vollendung des Königs Henri Quatre“ waren
Mann's Hauptwerk.

Mann tendierte sehr früh zur Demokratie und bekämpfte den Ersten Weltkrieg und den Nationalsozialismus,
außerdem war er sehr aktiv als Essayist und Publizist.

Im August wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt, er stand auf der Ersten Ausbürgerungsliste
des Deutschen Reichs von 1933.
1949 wurde Heinrich Mann zum Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin gewählt,
er starb aber 1950 vor der geplanten Rückkehr nach Deutschland.

Heinrich ist in Santa Monica gestorben und wurde hier auch begraben. 1961 wurde seine Urne nach Deutschland
überführt und auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin beigesetzt.
Seine Grabstätte gehört zu den Ehrengräbern Berlins.
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07.05.2019