Traueranzeige von
Hugh Hefner

09.04.1926 - † 27.09.2017
Traueranzeige von Hugh Hefner
Foto: Von Toglenn - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12656003

Der US-amerikanische Verleger war Gründer und Chefredakteur der Zeitschrift „Playboy“, dessen erste Ausgabe im Dezember 1953 erschien. Hugh Hefner machte das Blatt zum berühmtesten Männermagazin der Welt. Er etablierte das dazugehörige Häschen-Logo und das „Playmate des Monats“ in der Popkultur und machte auch den Bademantel als sein Markenzeichen salonfähig. Die „New York Times“ nannte ihn in einem Artikel einmal den „Mann, der Sex in Amerika revolutionierte“.

Hefners Medienkarriere begann nach seinem Psychologiestudium an der University of Illinois als Werbetexter für die Zeitschrift „Esquire“ und andere Puiblikationen. Im Frühjahr 1953 beschloss er, seine Idee von einem neuen Männermagazin in die Tat umzusetzen, und entwarf im Herbst 1953 die ersten Artikel und Illustrationen. Auf die Titelseite brachte er ein freizügiges Foto der damals gerade bekannt gewordenen Mariloyn Monroe, das Hefner von einem kleinen Verlag für erotische Kalender für 500 Dollar gekauft hatte.

Vom allerersten Playboy wurden genau 50.000 Exemplare gedruckt. Auf dem Titel stand kein Datum, nicht einmal das Jahr, weil Hugh Hefner nicht wusste, ob es jemals eine zweite Ausgabe geben würde. Die erste Ausgabe zu 50 Cent das Stück verkaufte sich rasend schnell, fünf Jahre später hatte der Playboy eine Million Käufer. Der rasante Erfolg provozierte in den Vereinigten Staaten zur Zeit der sexuellen Revolution heftige Reaktionen an allen Enden des kulturellen und politischen Spektrums.

Die Playboy-Erfolgsgeschichte ging aber nicht immer so weiter. Das Aufkommen anderer Männermagazine markierte insbesondere in den 1970er- und 80er-Jahren eine schwierige  Phase für Hefners Heft. Der Umsatz brach zeitweise um fast die Hälfte ein. 1985 erlitt Hefner einen leichten Schlaganfall, von dem er sich aber wieder erholte. Er nahm dies zum Anlass, seinen Lebensstil zu ändern und trat auch beim Playboy kürzer, bei dem seine Tochter Christie 1988 die Leitung übernahm. Sie leitete die Sanierung ein. Playboy Enterprises versteht sich heute als internationaler Unterhaltungskonzern und betreibt neben dem Magazin fünf internationale Online-Ventures sowie beiden Fernsehkanäle Playboy TV und Spice-TV.

Neben seiner Tätigkeit als Verlagsmanager wirkte Hefner in den 1980er-Jahren auch an einigen Hollywoodfilmen mit, wie etwa „Mel Brooks – Die verrückte Geschichte der Welt“, „The Comeback Trail“ und „Beverly Hills Cop II“. Viele weitere kurze Gastauftritte in Kinofilmen und Fernsehproduktionen folgten. Hefners Privatleben sorgte immer wieder für Schlagzeilen. Er heiratete dreimal, zuletzt Ende 2012 das ehemalige Playmate Crystal Harris. Aus seinen beiden früheren Ehen hat Hefner vier Kinder. Sein Wohnsitz, die „Playboy Mansion“ bei Los Angeles, war Schauplatz legendärer Partys, sie wurde zum Sinnbild für Dekadenz und Lasterhaftigkeit in Hollywood. 2016 verkaufte Hefner das Anwesen für 100 Millionen Dollar, hatte aber ein Wohnrecht auf Lebenszeit.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Hugh Hefner erstellt und ist dem Playboy-Gründer vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.