Traueranzeige von
Jean-Luc Godard

03.12.1930 - † 13.09.2022
Traueranzeige von Jean-Luc Godard
Von Gary Stevens - Diese Datei ist ein Ausschnitt aus einer anderen Datei, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61194572

Der französisch-schweizerische Regisseur zählte zu den Filmemachern der Nouvelle Vague und prägte mit innovativen, experimentellen und gesellschaftskritischen Filmen wie “Außer Atem”, “Die Verachtung” und “Elf Uhr nachts” speziell in den 1960er-Jahren nachhaltig das Kino. Jean-Luc Godard bekam eine ganze Reihe von Filmpreisen verliehen. 1960 brachte er einen Silbernen Bären von der Berlinale für “Außer Atem” mit nach Hause, 1982 erhielt er den Goldenen-Löwen-Ehrenpreis bei den Filmfestspielen von Venedig und 2010 den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Jean-Luc Godard studierte Anfang der 1950er-Jahre Ethnologie an der Pariser Sorbonne. In dieser Zeit kam er mit einem Pariser Filmclub in Kontakt und fand Zugang zu einer Gruppe, der auch Regisseure wie Francois Truffaut, Jacques Ribette und Éric Rohmer angehörten. Zunächst tat er sich als Filmkritiker hervor, erst dann versuchte er sich an eigenen Kurzfilmen. Mit dem 1960 erschienenen Spielfilm “Außer Atem” etablierte sich Godard als Regisseur. Auch seinem Hauptdarsteller Jean-Paul Belmondo verhalf der Film zum Durchbruch. 

Allein in diesem Jahrzehnt dreht Godard noch gut 30 weitere Filme, darunter z.B. “Die Verachtung” (1963) mit Brigitte Bardot und Michelle Piccoli, den Science-Fiction-Streifen “Alphaville” (1965) mit Eddie Constantine, “Elf Uhr nachts” (1965) mit Jean-Paul Belmondo oder “Die Chinesin” (1967), für den er den Spezialpreis der Jury der Filmfestspiele in Venedig erhielt. In den folgenden Jahrzehnten ließ es Jean-Luc Godard ruhiger angehen und trat nur noch alle paar Jahre mit neuen Kinoproduktionen in Erscheinung. Seine avantgardistischen Werke hatten es in der zunehmend kommerziellen Kinolandschaft jedoch schwer, aufgenommen zu werden. Nur auf Filmfestivals waren seine Arbeiten regelmäßig zu sehen. Godard war bis 2021 kontinuierlich filmisch tätig.

Jean-Luc Godard war von 1961 bis 1965 mit der dänischen Schauspielerin Anna Karina (1940–2019) und von 1967 bis 1979 mit der französischen Schauspielerin Anne Wiazemsky (1947–2017) verheiratet. Beide Frauen spielten in mehreren seiner Filme mit. Godard starb am 13. September 2021 im Alter von 91 Jahren in der Schweiz mittels assistierten Suizids. 

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Jean-Luc Godard erstellt und ist dem Regisseur vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.

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