Traueranzeige von
Jessye Norman

15.09.1945 - † 30.09.2019
Traueranzeige von Jessye Norman
Foto: Von Jati Lindsay - Diese Datei ist ein Ausschnitt aus einer anderen Datei: Jessye Norman- In Conversation with Tom Hall (15952002266).jpg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50271591

Die US-amerikanische Sängerin machte als Opern-Sopranistin und als Interpretin von Liedern aus der Zeit der Romantik weltweit von sich reden. Jessye Norman ist vielen aber auch als Gospel- und Jazzsängerin überaus positiv in Erinnerung geblieben. Sie wurde in ihrer Laufbahn mit insgesamt fünf Grammys geehrt, darunter 2006 der für ihr Lebenswerk. Sie war außerdem Ehrenmitglied der Wiener Konzerthausgesellschaft und Trägerin des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst.

Nach einem abgeschlossenen Musikstudium in Washington D.C. verschlug es Jessye Norman recht bald etwas unerwartet nach Deutschland. 1968 nahm sie am Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München teil und gewann den ersten Preis. Ein Jahr später debütierte sie in der Rolle der Elisabeth in Richard Wagners Tannhäuser an der Deutschen Oper in Berlin. Noch während der Aufführung bot man ihr ein vierjähriges Engagement an, das sie überrascht annahm. In den folgenden Jahren trat sie regelmäßig in Berlin, aber auch mit verschiedenen anderen deutschen und italienischen Opernensembles auf, u.a. auch an der Mailänder Scala.

Mitte der 1970er-Jahre begann Norman, sich verstärkt mit dem Lied-Genre zu beschäftigen und sang bis 1980 keine weiteren Opern, sondern konzentrierte sich ausschließlich auf die Welt der Lieder. So erarbeitete sie sich ein bemerkenswertes Repertoire von Wagner über Mussorgksi bis zu diversen französischen Komponisten. Ab 1981 war sie wiederholt bei Liederabenden im Rahmen der Salzburger Festspiele zu sehen. 1982 kehrte sie mit dem Part der Dido in Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas (Philadelphia)“ auf die Opernbühnen zurück. Ein Jahr später trat sie erstmals in der Metropolitan Opera auf, auch an der Wiener Staatsoper, in der Philharmonie Berlin und am Royal Opera House in London war sie in den Folgejahren zu sehen und zu hören.

Großen Beifall bekam Norman auch 1996 für ihre Performance bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Atlanta. Zu dieser Zeit hatte sie sich auch schon verstärkt dem Jazz-Genre zugewandt und so eine neue stilistische Ausdrucksweise für sich entdeckt. Berühmt wurden in diesem Bereich v.a. ihre Programme mit Musik von Michel Legrand und Duke Ellington. Im Jahr 2015 erlitt Jessye Norman eine Rückenmarksverletzung, an deren Folgen sie am 30. September 2019 im Alter von 74 Jahren in Harlem starb.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Jessye Norman erstellt und ist der Sängerin vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.

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Danke, Jessey Norman

07.10.2019

06.10.2019

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Danke!

04.10.2019

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02.10.2019

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02.10.2019

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