Traueranzeige von
Joseph Vilsmaier

24.01.1939 - † 11.02.2020
Traueranzeige von Joseph Vilsmaier
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Der deutsche Filmregisseur und Kameramann feierte Erfolge mit Filmen wie „Herbstmilch“, „Schlafes Bruder“ oder „Comedian Harmonists“. Joseph Vilsmaier profilierte sich in seiner 30-jährigen Regisseurslaufbahn vor allem durch Heimat- und Historienfilme. Der Münchner erhielt zweimal den bayerischen Filmpreis und 2009 den „Ehren-Kamerapreis“ für sein Lebenswerk.

Joseph Vilsmaier stieg in den 1960er-Jahren als Kameramann in die Filmbranche ein. Hinter der Kamera stand er unter anderem für einige Folgen der Fernsehserie „Auf Achse“, für eine Reihe von „Tatort“-Folgen sowie für die Didi-Hallervorden-Filme „Didi auf vollen Touren“ und „Didi – Der Experte“. 1988 wechselte er erstmals ins Regiefach mit dem Film „Herbstmilch“, in dem seine Ehefrau Dana Vávrová die Hauptrolle spielte. Vilsmaiers Regiedebüt lockte über zwei Millionen Zuschauer in die Kinos. Auch in seiner zweiten Regiearbeit, im Nachkriegsfilm „Rama dama“ (1991), spielte seine Ehefrau die weibliche Hauptrolle. Zudem war darin die echte Geburt von Theresa Vilsmaier zu sehen, der Tochter von Dana Vávrová und Joseph Vilsmaier.

1992 folgte der Kriegsfilm „Stalingrad“, der von der Kritik recht unterschiedlich aufgenommen wurde, zugleich aber mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Ein Jahr später drehte Vilsmaier den Kinderfilm „Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen“ und zeigte sich mit der Literaturverfilmung einmal von einer eher komödiantischen Seite. Eine Romanverfilmung war auch „Schlafes Bruder“ (1995). Der Film bekam einige Preise und war sogar für einen „Golden Globe“ nominiert. Ein weiterer großer Erfolg von Vilsmaier war mit über drei Millionen Kinobesuchern „Comedian Harmonists“ (1997), ausgezeichnet u.a. mit dem Deutschen Filmpreis. Bekannt wurden später auch noch Vilsmaier-Filme wie „Der letzte Zug“, „Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ und das Bergsteiger-Drama „Nanga Parbat“. Bis kurz vor seinem Tod arbeitete Vilsmaier noch als Regisseur an seinem letzten Film „Der Boandlkramer und die ewige Liebe“ mit Michael „Bully“ Herbig und Hape Kerkeling, der im November 2020 in die Kinos kommen soll.

Joseph Vilsmaier war von 1986 bis zu deren Tod im Februar 2009 mit Dana Vávrová verheiratet. Das Paar hatte drei Töchter, die allesamt als Schauspielerinnen arbeiten. Vilsmaier starb am 11. Februar 2020 im Alter von 81 Jahren zu Hause im Kreise seiner Familie.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Joseph Vilsmaier erstellt und ist dem Regisseur vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.