Traueranzeige von
Markus Beyer

28.04.1971 - † 03.12.2018
Traueranzeige von Markus Beyer
Von OmiTs - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6229169

Der deutsche Boxer war in den Jahren 1999/2000 und zwischen 2003 und 2006 dreimal WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht und holte in insgesamt 39 Profi-Kämpfen zwischen 1996 und 2008 sage und schreibe 35 Siege. Markus Beyer starb am 3. Dezember 2018 im Alter von nur 47 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Berlin.

Schon als Amateurboxer war der aus dem Erzgebirge stammende Rechtsausleger überaus erfolgreich und gewann 235 von 274 Fights. In den 1990er Jahren war er zweimal Deutscher Meister im Halbmittelgewicht und nahm für Deutschland an den Olympischen Spielen 1992 und 1996 teil. Außerdem erreichte er bei der WM 1993 den dritten Platz, und 1996 bei der EM scheiterte er erst im Finale.

1996 wurde Markus Beyer Profiboxer im Stall von Promoter Wilfried Sauerland. In seinem 17. Profikampf bekam Beyer erstmals die Chance, um einen Weltmeistertitel zu kämpfen und nutzte sie gleich. Am 23. Oktober 1999 gewann er durch einen Punktsieg gegen den Briten Richie Woodhall den WBC-Titel im Supermittelgewicht. Er war erst der dritte Deutsche nach Max Schmeling und Ralf Rocchigiani, der im Ausland Weltmeister werden konnte.

Im Mai 2000 verlor Markus Beyer den Titel bereits wieder aufgrund eines technischen K.o. an Glenn Catley. Nach acht Siegen bekam er im April 2003 erneut die Gelegenheit zu einem Titelkampf – und zwar gegen den amtierenden WBC-Weltmeister Eric Lucas. Durch einen knappen Punktsieg wurde Beyer erneut Weltmeister und konnte den Titel im August desselben Jahres auch verteidigen. Im Juni 2004 verlor er dann den WBC-Titel nach einer überraschenden Punktniederlage gegen den Italiener Cristian Sanavia, konnte den Gürtel aber vier Monate später im direkten Rückkampf zurückgewinnen und so zum dritten Mal WBC-Weltmeister im Supermittelgewicht werden.

2006 strebte Beyer nach noch höheren Ehren. Am 14. Oktober 2006 fand in Kopenhagen ein Vereinigungskampf gegen den Weltmeister des WBA-Verbandes, den Dänen Mikkel Kessler, statt. Beyer verlor diesen allerdings bereits in der dritten Runde nach einer schnellen Kombination von Kessler durch K. o. Nach dieser Niederlage wurden erste Gerüchte um einen möglichen Rücktritt Beyers vom Boxsport laut, doch er wollte weiter boxen. Erst 2008 endete seine Karriere aus gesundheitlichen Gründen, nach einem letzten Punktsieg gegen den Russen Murad Machmudow. Im selben Jahr heiratete Markus Beyer auch Daniela Haak, Mitglied der Eurodance-Formation Mr. President. Nach nur zwei Jahren Ehe trennten sich die beiden aber wieder.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Markus Beyer erstellt und ist dem Boxsportler vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.

candle

RIP

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RIP

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Du bist nicht tot, du bist nur fern.

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In liebevoller Verbundenheit.

05.12.2018