Traueranzeige von
Matti Nykänen

17.07.1963 - † 04.02.2019
Traueranzeige von Matti Nykänen
Von Jakke Nikkarinen / Suomen Moneta - mynewsdesk.com, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46950442

Der finnische Skispringer zählt mit vier Olympischen Goldmedaillen, fünf Weltmeistertiteln und vier Gesamtweltcup-Siegen zu den erfolgreichsten Schanzen-Stars überhaupt. Matti Nykänen ist auch einer von nur fünf Athleten, die die wichtigsten vier Bewerbe im Skisprung-Sport (Olympia, Weltmeisterschaft, Gesamtweltcup und Vierschanzentournee) gewinnen konnten. Zwischen 1981 und 1989 siegte er bei insgesamt 46 Weltcupspringen. Erst der Österreicher Gregor Schlierenzauer löste ihn 2013 in dieser Statistik an der Spitze ab.


Seinen allerersten Sieg holte Nykänen am 30. Dezember 1981 bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Den ersten großen Titel gewann er dann bei der WM 1982 in Oslo mit dem Weltmeistertitel auf der Großschanze. Ähnlich erfolgreich ging‘s weiter. Im kommenden Winter siegte er zunächst bei der Vierschanzentournee und holte in dieser Saison auch erstmals den Gesamtweltcup. 1984 bei den Olympischen Winterspielen in Sarajevo gewann er die Goldmedaillen auf der Großschanze und im Team. Damit hatte er mit gerade mal 20 Jahren schon alle wichtigen Skisprung-Titel eingeheimst.

Auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere war Nykänen aber erst 1987/88. Zunächst gewann er die Vierschanzentournee ganz klar, dann sicherte er sich bei Olympia 1988 in Calgary alle drei im Skispringen vergebenen Goldmedaillen. Außerdem gewann er in dieser Saison zum insgesamt vierten Mal den Gesamtweltcup. Daraufhin begann Nykänens Stern aber langsam zu sinken. Seine Alkoholkrankheit ließ sich nicht mehr leugnen, woraufhin er seine Karriere 1991 schließlich glanzlos beendete.

Nykänen versuchte sich nach seinem Karriereende u.a. als Popsänger und Stripper, war damit jedoch erfolglos. Im Jahr 2003 veröffentlichte er eine Autobiografie unter dem vielsagenden Titel „Grüße aus der Hölle“. Die Hölle ließ dann tatsächlich grüßen, weil Nykänen von 2004 bis 2012 wiederholt zwischenzeitlich im Gefängnis saß, wegen versuchten Totschlags und der mehrfachen Misshandlung seiner Ehefrau.

Am 29. Februar 2012 wurde Nykänen schließlich auf Bewährung entlassen. Im selben Jahr schmiedete er Pläne, seine neue Freundin zu heiraten und liebäugelte sogar damit, 2014 bei den Winterspielen in Sotschi noch einmal anzutreten. Doch er wurde bald wieder verlassen und tauchte daraufhin ab. 2014 heiratete Nykänen zum insgesamt fünften Mal, dann wurde es ruhiger um ihn. Erst am 4. Februar stand sein Name wieder in den Schlagzeilen, aus einem traurigen Anlass, seinem Tod mit nur 55 Jahren.  

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Matti Nykänen erstellt und ist dem Skispringer vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.

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Bye, bye, dein Fan, J.K.

14.03.2019

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Aus Österreich letzte Grüße

28.02.2019

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16.02.2019

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12.02.2019

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12.02.2019

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Danke für viele spannende Stunden..

10.02.2019

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09.02.2019

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Hoffentlich in ein besseres Leben, Lebe wohl

07.02.2019

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R.I.P.

04.02.2019