Traueranzeige von
Max von Sydow

10.04.1929 - † 08.03.2020
Traueranzeige von Max von Sydow
Von Georges Biard, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49092260

Der schwedische Schauspieler mit deutschen Wurzeln wurde vor allem durch seine Rollen in Ingmar-Bergman-Filmen der 1950er- und 60er-Jahre wie „Das siebente Siegel“, „Schande“, „Die Stunde des Wolfs“ und „Passion“ international bekannt. Er war in seiner Laufbahn zweimal für den Oscar und zweimal für Golden Globes nominiert, konnte die renommierten Filmpreis aber nie gewinnen. Dafür erhielt er 1989 den Europäischen Filmpreis als bester Schauspieler.

Max von Sydow wurde von 1948 bis 1951 am Königlich Dramatischen Theater in Stockholm zum Schauspieler ausgebildet. Sein Filmdebüt feierte er 1949 im schwedischen Filmdrama „Rya-Rya – Nur eine Mutter“. Mitte der 1950er zog von Sydow nach Malmö und lernte dort Ingmar Bergman kennen. Über den Regisseur, der ihn mehrfach an die Seite von Schauspielerin Liv Ullmann stellte, wurde er nach und nach immer bekannter. In den 1960er-Jahren lebte von Sydow eine Zeitlang in Los Angeles und konnte zusehends auch in Hollywood Fuß fassen. Für viel Aufsehen sorgte Max von Sydow z.B. in seiner Rolle als Jesus Christus im Filmepos „Die größte Geschichte aller Zeiten“ (1965).

Durch seinen wachsenden Bekanntheitsgrad und sein Charisma gelangte der 1,90 Meter große Darsteller in den folgenden Jahrzehnten an viele weitere Rollen in berühmten Filmen wie „Der Exorzist“, „Die drei Tage des Condor“, „Flash Gordon“, „Conan der Barbar“, „Sag niemals nie“, „Der Wüstenplanet“, „Hannah und ihre Schwestern“, „Zeit des Erwachens“, „Judge Dredd“, „Minority Report“ oder „Shutter Island“. Max von Sydows letzter großer Blockbuster war 2015 der siebte Teil der Star-Wars-Saga („Das Erwachen der Macht“), wo er Lor San Tekka verkörperte. Ein Jahr später war er außerdem noch in drei Episoden der Serie „Game of Thrones“ zu sehen.

Max von Sydow war zweimal verheiratet, von 1951 bis 1979 mit der Schauspielerin Christina Olin (mit der er auch zwei Söhne hatte) und seit 1997 mit der französischen Dokumentarfilmerin Catherine Brelet. 2002 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an und verlegte seinen Hauptwohnsitz nach Paris. In seiner Wahlheimat verstarb er auch am 8. März 2020 im Alter von 90 Jahren. 

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Max von Sydow erstellt und ist dem Schauspieler vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.