Traueranzeige von
Oleg Popow

31.07.1930 - † 02.11.2016
Traueranzeige von Oleg Popow
Foto: Patrick Glanz - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52761030

Der weltberühmte russische Zirkusclown und Pantomime machte nach dem Zweiten Weltkrieg eine Ausbildung an der renommierten Staatsschule für Zirkuskunst in Moskau. 1955 erhielt er sein erstes Engagement im Moskauer Staatszirkus. Er trat als Clown im Kostüm des russischen „Iwanuschka“ auf, einer Figur, die etwa dem deutschen Hans im Glück entspricht. Die karierte Sportmütze, ein schwarzes Samtjäckchen, eine dunkel gestreifte, zu kurze Hose, ein kleines Stöckchen, rote Socken und vorne spitz zulaufende Schuhe waren sein Markenzeichen. Zugleich war Popow auch ein meisterhafter Seiltänzer und Jongleur. 1981 bekam er den „Goldenen Clown“ beim Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo von Fürstin Gracia Patrizia alias Grace Kelly überreicht, 1993 wurde er zudem in die „Clown Hall of Fame“ aufgenommen.

Von Popows Privatleben drang nicht allzu viel nach außen. 1952 heiratete er Alexandra, eine Geigerin des Zirkusorchesters. Aus der Ehe ging Olga, sein einziges Kind, hervor. Zur Wendezeit ging Popow nach Deutschland und arbeitete für verschiedene Zirkusbetreiber. Während eines Auftritts 1990 in Hamburg erlag seine Frau in Moskau ihrer schweren Krebserkrankung. Ein Jahr später lernte er die 32 Jahre jüngere Deutsche Gabriela Lehmann kennen. Die beiden heirateten am 1. September 1991 im niederländischen Breda und zogen dann auf einen Bauernhof nach Egloffstein in Franken. Auch im hohen Alter zog es Popow immer noch in die Manege. Er befand sich auch Tournee, als er am 2. November 2016 in Rostow am Don starb, wobei er nach Medienberichten friedlich vor dem Fernseher eingeschlafen ist.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Oleg Popow erstellt und ist dem Clown von Weltrang vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.