Traueranzeige von
Oskar Kokoschka

01.03.1886 - † 22.02.1980
Traueranzeige von Oskar Kokoschka
Von photo©ErlingMandelmann.ch, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11471195

Oskar Kokoschka war ein österreichischer Maler, Grafiker und Schriftsteller des Expressionismus und der Wiener Moderne. Er wurde am 1. März 1886 in Pöchlarn als Sohn einer Goldschmiedfamilie geboren. Seine Kindheit verbrachte Oskar mit seinen Geschwistern Berta und Bohuslav. Sein Bruder starb als er 5 Jahre alt war, dieses Erlebnis blieb stark an Kokoschka haften. Von 1905 bis 1909 studierte er an der Wiener Kunstgewerbeschule. Dank seiner Lehrer, die ihm Aufträge für Dekorationen und Illustrationen besorgten, hatte er schon sein eigenes Geld verdient.

Der Architekt Adolf Loos vermittelte Oskar Bildnisaufträge, wodurch die beiden auch Freunde wurden. Durch ihn kam Kokoschka auch in den Zirkel der Wiener Geisteselite. Seine Werke waren geprägt von psychologischem Expressionismus. 1905 entstanden die ersten Ölgemälde, 1907 stellte er Figuren aus Kupferblech her. Kurze Zeit später entstand die Dichtung "Die träumenden Knaben".

1909 bekam Oskar von Loos eine Reise an den Genfer See geschenkt, von der er sehr beeindruckt zurückkehrte. Die Werke von Gustav Klimt und Vincent van Gogh inspirierten Kokoschka zusehends, so dass er sie in Ausstellungen immer wieder studierte.  Von 1919 bis 1923 war Kokoschka Professor an der Kunstakademie in Dresden. Danach reiste er durch Europa, Ägypten und Kleinasien. 1931 kehrte er nach Wien zurück, aber unter dem Eindruck rechtsradikaler Bestrebungen in Wien emigriert Kokoschka 1934 nach Prag.  1937 diffamieren die Nationalsozialisten Kokoschka als "entarteten Künstler" und beschlagnahmen 417 seiner Werke aus deutschen Museen. Ein Jahr danach flieht Kokoschka nach London. Hier nimmt er 1947 die englische Staatsbürgerschaft an. Nach dem zweiten Weltkrieg führte er seine ersten Großen Ausstellungen in Zürich und Basel durch. Erst 1975 nahm er wieder die österreichische Staatsbürgerschaft an.

1953 übersiedelte Kokoschka an den Genfer See und unternahm wieder viele Reisen. Im Jahr 1966 gewann er den Wettbewerb um das Auftragsporträt Konrad Adenauers für den Deutschen Bundestag gegen den Mitbewerber Eugen Denzel.

Kokoschka starb am 22. Februar 1980 in Montreux. Nach seinem Tod wurde der Oskar-Kokoschka-Preis für Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Kunst ins Leben gerufen.

Dieses Trauerprofil ist anlässlich des 38. Todestages von Oskar Kokoschka erstellt worden und ist dem Künstler vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.