Traueranzeige von
Reinhard Schwabenitzky

23.04.1947 - † 09.02.2022
Traueranzeige von Reinhard Schwabenitzky
schwabenitzky.com

Der österreichische Regisseur schrieb mit „Mundl – Ein echter Wiener geht nicht unter“ und „Kaisermühlen Blues“ Fernsehgeschichte. Reinhard Schwabenitzky, geboren als Reinhard Klingenberg, wurde aber auch als Regisseur von Kinoerfolgen wie „Der Doppelgänger“ (1983) und „Der Experte“ (1987) mit Didi Hallervorden bekannt. Für den Film “Eine fast perfekte Scheidung” erhielt er zudem den österreichischen Filmpreis Romy. 

Erste schauspielerische Gehversuche unternahm Schwabenitzky schon als Kind, als er am Stadttheater St. Pölten in Inszenierungen seines Vaters, des späteren Burgtheater-Direktors Gerhard Klingenberg, mitwirkte. Sein Vater ging dann nach Berlin, um als Regisseur in den Babelsberger Filmstudios zu arbeiten. Schwabenitzky war schon in jungen Jahren regelmäßig bei Dreharbeiten vor Ort, was in ihm die Begeisterung für den Film. Folgerichtig studierte er später an der heutigen Filmakademie Wien Kamera und Regie. Noch vor Abschluss seines Studiums gelang ihm 1975 der erste große TV-Erfolg mit dem Serienklassiker „Ein echter Wiener geht nicht unter“ rund um den polternden Wiener Proleten Mundl Sackbauer.

In dieser Zeit drehte Schwabenitzky auch erste Fernsehfilme wie „Der Einstand“ (1977), in dem der spätere Oscar-Gewinner Christoph Waltz seine erste Rolle spielte. 1979 lernte er während der Dreharbeiten zur Serie „Parole Chicago“ mit Waltz als Ganove die Schauspielerin Elfi Eschke kennen. Sie wurde schon bald seine Ehefrau und Darstellerin in fast allen künftigen Produktionen, wie z.B. in Serienhits wie „Büro, Büro“ und „Tour de Ruhr“ oder auch in der Kinokomödie “Eis am Stiel VIII”. 

Auch wenn sein Publikumshit „Kaisermühlen Blues“ im gleichnamigen Wiener Stadtteil angesiedelt war, wurde Schwabenitzky mit der Stadt nie ganz warm. Er wohnte mit seiner Ehefrau lieber im Salzburger Flachgau, wo er zwischenzeitlich auch das Hotelrestaurant „Itzlinger Hof“ führte und gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Markus und Lucas die Produktionsfirma Star-Film betrieb. Am 9. Februar 2022 verstarb Reinhard Schwabenitzky im Alter von 74 Jahren nach langer Krankheit.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Reinhard Schwabenitzky erstellt und ist dem Regisseur vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.