Traueranzeige von
Roger Moore

14.10.1927 - † 22.05.2017
Traueranzeige von Roger Moore
Foto: Allan Warren, Wikimedia

Der britische Schauspieler erlangte als „James Bond“-Darsteller Weltruhm. In den 1970er- und 1980er-Jahren schlüpfte er in insgesamt sieben Filmen in die Rolle des britischen Geheimagenten. Moore verkörperte Bond somit am längsten und am häufigsten in der offiziellen Filmreihe. Zuvor hatte er schon in den Fernsehserien „Simon Templar“ und „Die 2“ für Aufsehen gesorgt. Der beliebte Filmstar starb am 22. Mai 2017 im Alter von 89 Jahren nach einem kurzen, aber vergeblichen Kampf gegen den Krebs.

Moores Schauspielkarriere begann nach dem Zweiten Weltkrieg, zunächst mit Statistenrollen in diversen Filmen, dann stand Moore vermehrt auch auf Theaterbühnen. 1954 ging Moore dann in die  USA, wo er zunächst bei MGM und später bei Warner Brothers unter Vertrag stand. In dieser Zeit drehte er u.a. mit Liz Taylor das Liebesdrama „Damals in Paris“ und spielte eine Nebenrolle in dem oscarprämierten Melodram „Unterbrochene Melodie“. Einige weitere Kinofilme folgten, dann kehrte Moore 1962 nach England zurück, wo er mit der Rolle des Gentleman-Detektivs Simon Templar in der gleichnamigen TV-Serie endgültig weltberühmt und auch wohlhabend wurde.

Sein elegantes Erscheinungsbild, seine Haartolle sowie sein ironisches Spiel mit der Augenbraue ließen Moore zu einer Stilikone der 1960er Jahre werden. Es folgte 1971/72 an der Seite von Tony Curtis die Hauptrolle in der Fernsehserie „Die 2“, bevor Moores Ära als James Bond begann. Er spielte Agent 007 in den Filmen „Leben und sterben lassen“ (1973), „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974), „Der Spion, der mich liebte“ (1977), „Moonraker“ (1979), „In tödlicher Mission“ (1981), „Octopussy“ (1983) und „Im Angesicht des Todes“ (1985). Am 3. Dezember 1985 erklärte Moore seinen Rücktritt von der Rolle.

Moore spielte natürlich auch andere Hauptrollen, am bekanntesten sind Filme wie „Die Wildgänse kommen“, „Die Seewölfe kommen“, „Sprengkommando Atlantik“ und „Auf dem Highway ist die Hölle los“. Seit den 1990er-Jahren konzentrierte sich der Golden-Globe-Preisträger vornehmlich auf sein soziales Engagement als UN-Sonderbotschafter für das Kinderhilfswerk UNICEF. 2003 erhob Königin Elizabeth II. den Hollywoodstar in den Adelsstand. Roger Moore war insgesamt viermal verheiratet und hat drei Kinder. Bis zu seinem Tod lebte er in der Schweiz und in Monaco.

Seine Kinder Deborah, Geoffrey und Christian zeigten sich zutiefst getroffen vom Tod ihres Vaters. Sie schrieben bei Twitter: "Wir sind am Boden zerstört. Die Liebe, von der er in seinen letzten Tagen umgeben wurde, war so groß, dass man sie nicht in Worte fassen kann."

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Roger Moore erstellt und ist der Filmlegende vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.