Traueranzeige von
Wolfgang Pauli

25.04.1900 - † 15.12.1958

Der österreichische Wissenschaftler und Nobelpreisträger zählte zu den bedeutendsten Physikern des 20. Jahrhunderts. Er formulierte 1925 das später nach ihm benannte Pauli-Prinzip, das eine quantenmechanische Erklärung des Aufbaus eines Atoms darstellt und weitreichende Bedeutung auch für größere Strukturen hat. 1945 erhielt Pauli dafür den Nobelpreis für Physik.

Paulis wissenschaftliche Laufbahn begann 1919 an der Ludwig-Maximilian-Universität München, wo er als Physik-Student in kürzestmöglicher Zeit 1921 mit einer Arbeit über das Wasserstoffmolekül-Ion (das einfachste Molekül) summa cum laude promoviert wurde. In Fachkreisen war die Arbeit eine Enttäuschung, zeigte sie doch deutlich die Grenzen des Bohrschen Atommodells. Genau daran arbeitete Pauli in der Folge auch als Assistent von Max Born in Göttingen weiter. 1922/23 ging er für ein Jahr zu Niels Bohr nach Kopenhagen. 1923 bis 1928, also in der entscheidenden „Sturm-und-Drang-Zeit“ der Quantenmechanik, war er Professor in Hamburg, bevor er nach Zürich wechselte.

Ab 1935 arbeitete Pauli überwiegend in den USA, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1946 sogar amerikanischer Staatsbürger. Im selben Jahr kehrte er nach Zürich zurück und erhielt drei Jahre später zusätzlich auch die Schweizer Staatsbürgerschaft. In den 1950er Jahren reiste Pauli regelmäßig zu Gastvorlesungen in die USA. Er war auch an der Gründung des CERN beteiligt. Im Dezember 1958 starb er überraschend an Bauchspeicheldrüsenkrebs in einem Züricher Spital.  

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des 59. Todestages von Wolfgang Pauli erstellt und ist dem Physiker vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.