Traueranzeige von
Falco Johann Hölzel

19.02.1957 - † 06.02.1998, Letzte Ruhestätte: Wiener Zentralfriedhof


Der große österreichische Musiker starb mit nur 40 Jahren viel zu früh bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik, schaffte dafür aber einen Rekord für die Ewigkeit: Sein Song „Rock me Amadeus“ ist bis heute das einzige deutschsprachige Lied, das es auf Platz eins der US-amerikanischen Billboard-Charts schaffte.

Falco alias Johann Hölzel zeigte schon früh sein musikalisches Talent. Im Alter von fünf Jahren wurde ihm bei einem Vorspieltermin an der Wiener Musikakademie ein absolutes Gehör bescheinigt. Als er volljährig war, schrieb er sich zunächst am Wiener Musikkonservatorium ein, brach das dort aber nach einem Semester gleich wieder ab und zog 1977 lieber für einige Monate nach West-Berlin, wo er als Jazz-Bassist durch verschiedene Clubs tingelte und mit der Musikszene in Berührung kam. Sein Künstlername entstand auch in dieser Phase. Am 1.1.1978 sah er den DDR-Skispringer Falko Weißpflog beim Neujahrsspringen im Fernsehen und beschloss, sich nach dem Sportler zu benennen, allerdings mit „c“ wegen der besseren internationalen Vermarktbarkeit.

Zurück in Wien spielte der Charismatiker mit der großen Bühnenpräsenz u.a. mit der Band Drahdiwaberl zusammen und wurde bei einem Konzert der Gruppe von einem Talentscout entdeckt, der mit ihm einen Plattenvertrag über drei Alben abschloss. Auch die Band wurde unter Vertrag genommen. Als erstes erschien Mitte 1981 das Band-Studioalbum „Psychoterror“, auf dem auch der Untergrund-Hit „Ganz Wien“ zu finden ist. Im Herbst erschien passend dazu die englische Version „That Scene“, Falcos Debütsingle, die gleich auf Platz 11 der Ö3-Hitparade kam.

Im Herbst 1981 wurde Falcos erster großer Hit „Der Kommissar“ veröffentlicht und bescherte ihm europaweit Top-Positionen. Auch in Übersee verzeichnete die Single beachtliche Erfolge: In Kanada erhielt für die Single Gold, in den USA schaffte er es mit dem Titel auf Platz 72 und war damit nach der Gruppe Kraftwerk erst der zweite Künstler, der mit einem deutschen Text in die US-Charts gelangte. Insgesamt wurde „Der Kommissar“ weltweit etwa sieben Millionen Mal verkauft. 1982 erschien dann auch Falcos erstes Soloalbum „Einzelhaft“. Zwei Jahre später kam mit „Junge Römer“ der Nachfolger auf den Markt, war aber kommerziell nicht ganz so erfolgreich.

1985 produzierte Falco dann mit den niederländischen Produzenten-Brüdern Bolland das Album „Falco 3“, u.a. mit „Rock me Amadeus“ darauf. Nachdem der Titel in Europa Riesenerfolge feierte, kam der Song Anfang 1986 in die Top Ten der US-amerikanischen Billboard-Charts, um schließlich am 20. März 1986 für drei Wochen Platz 1 zu erreichen, was zuvor keinem anderen deutschsprachigen Titel gelungen war. Gleichzeitig erreichte das Album immerhin Platz 3 der Billboard Charts. „Rock me Amadeus“ wurde wenige Wochen später auch noch in Großbritannien auf dem 1. Platz gelistet. Falco war damit zum Weltstar aufgestiegen. Ebenfalls auf diesem Album war der Song „Jeanny“, der sehr umstritten war, weil er eine Gewalttat zum Inhalt hatte. Viele Sendeanstalten verweigerten sogar das Abspielen.

Nach seiner Tournee im Sommer 1986 schloss Falco die Arbeit am vierten Album „Emotional“ ab, das im Herbst 1986 erschien. Auf diesem Album befinden sich unter anderem die Singles „The Sound of Musik“ und „Coming Home (Jeanny Part 2, Ein Jahr danach)“. Parallel dazu begab sich Falco auf eine große Tournee, die ihn sogar bis nach Japan führte. Anschließend war er körperlich und psychisch in einer schlechten Verfassung und zog sich in der Folge weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. 1988 kam es nach einem zwischenzeitlichen Zerwürfnis mit den Bolland-Brüdern doch noch einmal zu einer Kooperation mit den beiden holländischen Hit-Lieferanten. Mit ihrer Hilfe wurden die zuvor schleppend verlaufenen Aufnahmen zum neuen Album „Wiener Blut“ zu Ende gebracht.  Die Platte war kein großer Erfolg, Falcos Karriere war insgesamt auf einem absteigenden Ast. Auch mit dem 1990er-Album „Data de Groove“ konnte er das Ruder nicht herumreißen.

In den 1990er Jahren gelang Falco noch mal ein kleines Comeback, u.a. mit dem Album „Nachtflug“ (1992) und den Singles „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ (1995) und „Naked“ (1996). Am 19. Februar 1997 feierte Falco mit einem großen Fest seinen 40. Geburtstag, auf dem er vor den versammelten Gästen (darunter auch Niki Lauda) einige seiner großen Hits spielte. Silvester 1997 hatte Falco seinen letzten offiziellen Live-Auftritt in der Einkaufsstadt Excalibur City in Tschechien. Anfang 1998 flog Falco zurück in seine karibische Wahlheimat, die Dominikanische Republik.

Am 6. Februar 1998 starb Falco dort bei einem Autounfall, als ein Bus seinen Geländewagen rammte. Falco war sofort tot. Bei der Obduktion wurden bei ihm ein Blutalkoholwert von 1,5 Promille und große Mengen an Kokain und THC nachgewiesen. Nach der Überführung seines Leichnams nach Österreich wurde Falco im Beisein von über 4.000 Fans auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt.


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