Jennifers Kampf gegen den Krebs

Als Jennifer Merendino im Alter von 36 Jahren erfährt, dass sie Brustkrebs hat, ist sie gerade fünf Monate mit ihrem Mann Angelo verheiratet. Fünf Jahre zuvor hatten sie sich das erste Mal gesehen. Nur knapp vier Jahre nach der ersten Krebsdiagnose, kurz vor Weihnachten 2011, stirbt Jennifer. Sie hat ihren Kampf gegen den Krebs verloren. Aber dank der Möglichkeiten des Internets bleibt sie der Welt auch nach ihrem Ableben erhalten.

Intime Schwarz-Weiß-Bilder

Gemeinsam mit ihrem Mann hatte Jennifer ihren Kampf gegen den Brustkrebs festgehalten, die Chemotherapie, die traurigen Momente und die schönen, denn ihre Lust am Leben, ihr Lachen, das hat Jennifer auch während der schwersten Stunden nicht verloren. Illustriert wird die Geschichte des am Ende erfolglosen Kampfes gegen die tückische Krankheit, die oft verschwindet und dann mit aller Härte wiederkehrt, durch die eindrucksvollen, intimen Schwarz-Weiß-Bilder des Fotografen Angelo. Diese zeigen Jennifer in allen Lebenslagen vor der Krankheit und auch dann, als sie ihre Haare verloren hat, sich gegen die Schmerzen wehrt. Die Fotos legen auch Zeugnis ab von Angst und Einsamkeit, sie zeigen aber auch die Unterstützung von Familie und Freunden und sie zeigen vor allem die große Liebe zwischen den beiden, die auch den Tod überlebt hat.

Denn auch über ein Jahr nach dem Tod seiner geliebten Frau berichtet Angelo weiter aus dem Leben seiner Frau, schreibt über seine Gefühle nach dem Tod und über den gemeinsamen Kampf gegen den Brustkrebs, über schöne gemeinsame Stunden. „Meine Fotos geben dem Krebs ein Gesicht, auf dem Gesicht meiner Frau“, schreibt Angelo Merendino in dem Blog mit dem ebenso eindrucksvollen wie traurigen Namen „The Battle We Didn’t Choose – my wife’s fight with breast cancer“ (dt.: „Der Kampf, den wir uns nicht ausgesucht haben – der Kampf meiner Frau gegen den Brustkrebs“).

Unterstützung für Krebspatienten

Krebs ist heutzutage täglich in den News, heißt es im Blog. Mithilfe der Fotos, so die Hoffnung, könnte ein Krebspatient vielleicht mehr Unterstützung erfahren, könnte mit mehr Empathie und Verständnis rechnen. Denn leider – und das musste auch Jennifer erfahren, nach dem sie eine zweite, noch schlimmere Krebsdiagnose zu verkraften hatte – ist der Beistand von einigen Freunden und Bekannten endlich. Viele ertragen es nicht länger, einem Freund oder einer Freundin beim Sterben zuzusehen. Dabei hilft den Betroffenen oftmals nur ein einfaches Dasein, eine Berührung, ein Lachen, eine Bestätigung, dass sie trotz der Erkrankung noch ein liebenswerter Mensch sind.

Eines haben Jennifer und Angelo Merendino geschafft. Dank der eindrucksvollen Fotografien und der intimen Beschreibungen von Krankheit und Trauer haben Medien rund um den Globus – von den USA über Mexiko bis Portugal und Deutschland – über die beiden berichtet. Und tragen damit den Kampf des Paares gegen den Krebs, die Schwierigkeiten und schönen Momente und die Trauer, die einen Menschen nach dem Tod einer geliebten Person ereilt, nach außen und in die breite Öffentlichkeit.

Blog: http://mywifesfightwithbreastcancer.com/

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