Klare Vorstellung vom Begräbnis, aber wenig Vorsorge

Umfrage zu den Bestattungskosten

Zwei Drittel der Deutschen haben laut einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid eine klare Vorstellung davon, wie sie sich ein würdevolles Begräbnis für sich persönlich wünschen. Doch zugleich haben genauso viele Bundesbürger nicht für ihr Begräbnis vorgesorgt. Außerdem unterschätzten etwa 40 Prozent der im Auftrag der LV 1871 (Lebensversicherung von 1871) Befragten die Kosten für eine Beerdigung.

In der Realität kommen nämlich allein für eine Bestattung schnell Ausgaben zwischen 5.000 und 10.000 Euro zusammen. Immerhin 40 Prozent der insgesamt 504 befragten Personen meinten, dass für ein durchschnittliches Begräbnis weniger als 5.000 Euro anfallen würden. 57 Prozent der Befragten hatten eine realistischere Vorstellung und vermuteten Kosten zwischen 5.000 und 7.000 Euro oder darüber. Wer einmal grob die Kosten überschlagen möchte, kann beispielsweise einmal den Bestattungskosten-Kalkulator von LV 1871 ausprobieren: www.vorsorgeweitblick.de/bestattungskosten/

Zu selten wird vorgesorgt

Je älter die Befragten, desto eher haben sie sich auch schon mit der finanziellen Seite eines Begräbnisses beschäftigt. Sterbegeldversicherungen sind eine Option. Hier gilt: Je früher man sich um den Abschluss kümmert, desto geringer ist der monatliche Aufwand. Die Beitragszahlung wird nämlich bei einem früheren Eintritt in den Vertrag auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt. Mitbürger im höheren Alter, die befürchten, bei einer Sterbegeldversicherung draufzuzahlen, legen alternativ vielfach auch einfach Bargeld zur Seite. Trotz dieser Möglichkeiten der Vorsorge bekannten aber fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer, dass sie überhaupt noch nicht fürs Begräbnis vorgesorgt hätten.

Umso klarere Vorstellungen hatten sie vom eigenen Begräbnis: Eine Trauerfeier mit Freunden und Verwandten und eine Bestattung auf dem Friedhof der Wahl sind für zwei Drittel der Deutschen die entscheidenden Punkte für ein würdevolles Begräbnis. Interessant: Bis zum Alter von 30 Jahren liegt den Menschen vor allem die Trauerfeier am Herzen. Ab 60 Jahren tritt dagegen der Ort der letzten Ruhe in den Vordergrund. Die Wahl zwischen Sarg oder Urne sowie die Grabpflege durch einen Friedhofsgärtner sind dabei eher zweitrangig. Nur ein sehr geringer Anteil von drei Prozent hat keine konkreten Vorstellungen, wie das eigene Begräbnis ablaufen soll.