Messe „Leben und Tod“ in Bremen

Leben und Tod (© Messe Bremen)

Am Wochenende laden die Veranstalter der Messe „Leben und Tod“ bereits zum insgesamt siebten Mal in die Messe Bremen ein. Die zweitägige Veranstaltung ist eine gelungene Mischung aus einem Fachkongress zu den Themen Pflege, Hospiz, Palliative Care, Trauerbegleitung, Seelsorge und Bestattungskultur sowie einer begleitenden Messe mit offenen Vorträgen für Privatbesucher.

„Leben ist Vielfalt – Sterben auch!?“ – so lautet das Motto der Messe in diesem Jahr, das mit dem Schwerpunkt der multikulturellen Vielfalt ein hochaktuelles Thema in den Mittelpunkt stellt. Hierbei stellen sich Fragen wie: „Wie begegnen wir den Bedürfnissen anderer Kulturen/Religionen in der Pflege, Sterbebegleitung und der Seelsorge?“ oder „Wie sehen die Lebens- und Jenseitsvorstellungen der großen Weltreligionen aus?“.

Insgesamt über 40 Vorträge und Workshops zu allen Bereichen des Lebens, Sterbens, der Trauer und des Abschieds bieten die Möglichkeit, gemeinsam zu diskutieren und nach Antworten zu suchen. Die begleitende Ausstellung mit über 100 Ständen in heller und freundlicher Atmosphäre lädt zudem zum Informationen und Inspirationen holen, aber auch zum Austausch und Netzwerken ein. Zum Abschluss der Messe lockt schließlich noch das Lebensfest mit dem Konzert „Musik aus allen Himmelsrichtungen“. Dabei begeben sich die Besucher auf eine musikalische Reise um die Welt und lauschen den Klängen aller großen Religionen und Kulturen: Christliche Gospel, jüdische Klezmer, indische Ragamusik oder traditionell türkische Kunst-Musik.

Zur besseren Orientierung haben wir hier einige weitere Highlights der Messe herausgepickt:

> Ein Name, den man nie vergessen will. Ein Datum, das für immer bleibt: In ewiger Liebe zu einem verstorbenen Menschen, lassen sich viele in ihrer Trauer ein Tattoo stechen. Die Ausstellung „Unter die Haut“ erzählt die Geschichte hinter den Tattoos. Dafür sind rund 100 Trauernde dem Aufruf der Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth und der Trauerbegleiterin Katrin Hartig gefolgt. 
Halle 6, Stand 6 B 60

> Kunst und Trauer – eine Kombination, die hilfreich sein kann: So haben Besucher in einem Workshop die Gelegenheit, einen Sarg kreativ zu gestalten. In der Trauerforschung wird immer wieder betont, wie wichtig es für Hinterbliebene ist, in Ruhe Abschied nehmen zu können. Die Bemalung des Sarges ist dafür durchaus ein probates Mittel. 
Halle 6, Stand 6 A 60

> Wie lange kann ich einen Verstorbenen noch zu Hause behalten? Ist eine Hausaufbewahrung möglich? Gibt es Leichengift? Wird Verstorbenen manchmal auch ihr Lieblingsnagellack aufgetragen? Alles Fragen, die sich nicht jeder traut, einem Bestatter zu stellen. Im Workshop „Was Sie schon immer einen Bestatter fragen wollten (sich aber noch nie getraut haben)!“ haben Besucher jetzt die Gelegenheit dazu. 
VIP-Lounge Halle 7

> Darf man über den Tod lachen? Man muss sogar, sagt Comiczeichner Thomas Meitsch alias Schwarwel. Denn Humor löst Druck und hilft beim Loslassen. In einem Trickfilm und dem Comicworkshop „Zum Totlachen!“ gewährt Schwarwel den Besuchern Einblicke in die tägliche Humorarbeit mit dem Tod und zeigt, wie sich mit einfachen Mitteln Situationen zu Papier bringen lassen. Schwarwel kann von Trauerbewältigung nur selbst ein Lied singen: Im vergangenem Jahr verlor er seinen Vater nach langjähriger Krankheit. 
Halle 6, Stand 6 A 21

Leben und Tod
Messe Bremen (Findorffstr. 101)
Fr/Sa, 29./30. April, 10-18 Uhr
Tickets: ab 5 Euro 

www.leben-und-tod.de