Musical „Sarg niemals nie“

© Kathrin Heller

„Uns reizen außergewöhnliche, teils skurrile Themen und Geschichten. Die Themen, von denen man im ersten Moment kein Musical erwarten würde.“ Das sagen die Macher der Musicals „Sarg niemals nie“, Dominik Wagner und Jörn-Felix Alt. Sie beschäftigten sich in der Entwicklungsphase mit der Frage: Warum wird etwas tot geschwiegen, wenn es doch so zu unserem Leben gehört? Und sie fragten sich: Können wir dem Tod etwas Komisches abgewinnen?

Überaus skurrile Handlung

In der Tat, man kann auch traurige Dinge von einer anderen Seite betrachten. Das Musical „Sarg niemals nie“ beweist das und führt den Theaterbesucher humorvoll an das Thema heran. Die Handlung: Seit dem Tod des alten Bestatters Schneider versucht sein Sohn David das bankrotte Familienunternehmen vor dem Ruin zu retten. Ihm zur Seite steht nur seine polnische Haushaltshilfe Dakmar, in die David hoffnungslos verliebt ist. Unerwartet taucht Tim, Davids älterer Bruder, auf. Er ist als Jugendlicher nach Indien abgehauen, um sich weniger dem Tod und mehr dem Leben zu widmen: Tim wurde Kamasutra-Meister. Er ist zurückgekehrt, um sein Erbe abzuholen.

David ist nicht erfreut, seinen Bruder wiederzusehen. Er muss ihm erklären, dass das Unternehmen pleite ist. Um Geld zu beschaffen und die Firma zu retten, fasst er den verzweifelten Plan, IKEA-Pax-Schränke in Särge umzubauen. Dakmar wünscht sich indes, dass David endlich den ersten Schritt macht und ihr seine Liebe gesteht. Nur beim gemeinsamen Kiffen nach einer erfolgreichen Bestattung kommen sich David und Dakmar ein wenig näher. Durch ein Missgeschick gelangt die Asche von Herrn Schmitt in das Weed. Diese Mischung entpuppt sich plötzlich als beste Droge aller Zeiten. Tim hat sofort eine neue Idee: Sie verkaufen Herrn Schmitt als Shit. Das Geschäft läuft prächtig, bis die Polizei hinter die Machenschaften der drei Hobby-Dealer kommt.

Vom 10. bis 20. Mai wird das deutschsprachige Musical mit der skurrilen Handlung im historischen Silbersaal des Deutschen Theaters München aufgeführt. „So beschwingt kann der Tod klingen“, schrieb die Berliner Zeitung in einer Kritik zu „Sarg niemals nie“. Eintrittskarten sind zu Preisen ab 30 Euro erhältlich.

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