Mystischer Film „Winna – Weg der Seelen“

Filmplakat „Winna – Weg der Seelen“

In den tiefsten Alpentälern, die im eisig kalten Winter – von den hohen, schneebedeckten Bergen abgeschirmt – kaum die Sonne sehen, scheint der Boden für Geisterglauben und unheimliche Mythen besonders fruchtbar zu sein. Die karge und zugleich auch majestätische Bergwelt im Schweizer Kanton Wallis ist also der logische Schauplatz für „Winna – Weg der Seelen“, ein Film über eine ursprüngliche, mysteriöse, faszinierende Landschaft, über dort verbreitete Sagen und Mythen zum Thema Seelenwanderungen und über Menschen, die Verstorbenen begegnet sind.

Vom sogenannten Gratzug, bei dem die „armen Seelen“ in einer langen Prozession Berg und Tal überwinden, um für ihre Sünden zu büßen, erzählen die alteingesessenen Bewohner bis heute. Der Mythos besagt, dass derjenige, der die „armen Seelen“ sah oder ihren Weg kreuzte, fortan um sein eigenes Leben bangen musste. Doch dieses mystische Wissen droht immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Der Film spürt daher die alten Traditionen auf und lässt Sagenerzähler und Sagensammler zu Wort kommen. Der Zuschauer begleitet die Protagonisten auf der Suche nach dem Sagenschatz ihrer Heimat und begegnet dabei Menschen mit Kontakten zum Jenseits.

Doku über Mythen und übersinnliche Erlebnisse vor majestätischen Berggipfeln

Die Walliser Regisseurin Fabienne Mathier hat einen einfühlsamen Dokumentarfilm zum Thema Leben nach dem Tod gedreht, der seit Kurzem auch in Deutschland und Österreich in den Kinos zu sehen ist. Die Dokumentation berührt vor allem durch die sehr persönlichen Erzählungen der Darsteller und die wunderschönen Bilder der Walliser Berglandschaft. Mathier gelingt die Verbindung zwischen den alten Sagen über die Totenprozessionen und den übersinnlichen Erlebnissen der Menschen in der Gegenwart sehr gut.

Zu ihren Beweggründen, diesen Film zu machen, erklärt die Regisseurin: „Ich habe mich schon länger mit dem Thema Sterben, Tod und Spiritualität beschäftigt. In vielen Dörfern im Wallis gibt es Menschen, die die Fähigkeit haben, Verstorbene wahrzunehmen. Es hat mich fasziniert, die eindrücklichen Erlebnisse dieser Menschen mit Verstorbenen zu dokumentieren und andererseits die Tradition der mündlichen Sagenüberlieferung noch festzuhalten, bevor diese Menschen mit ihrem wertvollen Wissen versterben. Es soll die Neugier der Zuschauer geweckt werden: Was gibt es zwischen Himmel und Erde? Welche Verbindungen bestehen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits? Es wird im Film jedoch den Zuschauern überlassen, sich ihre eigene Meinung über Fantasie und Realität zu bilden.“

Der Film läuft aktuell noch in einigen Programmkinos, die Termine kann man hier nachlesen: Kinotermine

Am 7. April 2017 erscheint in Deutschland und Österreich die dazugehörige DVD.  Bestellungen sind über diesen Link möglich: Onlineshop