Tag des Friedhofs

Thomas Heiland / Badische Friedhofsgärtner

2001 wurde der „Tag des Friedhofs“ erstmals ausgerufen, seitdem findet er in Deutschland immer am dritten Wochenende im September statt. Dieses Jahr steht die bundesweite Veranstaltung am 17. und 18. September unter dem Motto „Raum für Erinnerung“. In mehr als 30 Städten und Gemeinden wird der „Tag des Friedhofs“ begangen. Aber was genau steckt hinter der Idee und dem diesjährigen Motto?

Friedhöfe sind ganz besondere Orte der Begegnung, der Stille, der Erinnerung und des Abschiednehmens. Zugleich sind sie aber auch eine Art „grüner Kulturraum“. Passend zum diesjährigen Motto werden auf vielen Friedhöfen Projekte stattfinden, die sich mit den Themen Bestattung, Tod und Trauer befassen. Zugleich werden aber auch fröhliche Kinderaktionen, Konzerte und Lesungen durchgeführt, denn es soll deutlich werden, dass ein Friedhof immer aufgesucht werden kann, wenn man sich vom stressigen Alltag erholen, eine ruhige Mittagspause verbringen oder einfach die Schönheit und die Ruhe des Ortes genießen möchte. Mit dem diesjährigen Motto verfolgen die Organisatoren das Ziel, dass ältere Generationen und auch deren Kinder und Enkelkinder den Friedhof als schöne Begräbnis- und Erinnerungsstätte kennenlernen, wahrnehmen und besuchen.

Ins Leben gerufen wurde der „Tag des Friedhofs“ 2001 vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V. gemeinsam mit den bundesweit tätigen Friedhofsgärtnern, Steinmetzen, Bestattern, Floristen, den Städten und Kommunen sowie Religionsgemeinschaften und Vereinen. Seitdem haben alle Beteiligten diesen Aktionstag zu einem vielbeachteten Event mit Tausenden von Besuchern gemacht. Die genaue Gestaltung des Tages und die konkrete Umsetzung der Ideen liegt in den Händen der einzelnen Städte und Gemeinden. Wer nach Veranstaltungen in seiner Nähe sucht, findet eine Auflistung auf der Webseite der Organisatoren: 
www.tag-des-friedhofs.de