Warum der Trauermonat November so wichtig sind

Friedhof an Allerheiligen (images72 / Shutterstock.com)

Wenn der Oktober endet und der November beginnt, bricht jedes Jahr aufs Neue eine ganz besondere Zeit des Gedenkens an, die fast einen ganzen Monat lang andauert. Bereits am 31. Oktober feiern die evangelischen Christen den Reformationstag – im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther. Der große Theologe hatte am Tag vor Allerheiligen im Jahr 1517 seine 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen und damit eine Erneuerung der Kirche in Gang gebracht.

Neben dem Tag zu Ehren Martin Luthers gedenken die evangelischen Christen aber natürlich auch den Verstorbenen – insbesondere am Totensonntag, also am letzten Sonntag vor dem 1. Advent. Überhaupt steht der November ganz im Zeichen der Toten: In Deutschland wird auch noch der Volkstrauertag (zwei Sonntage vor dem 1. Advent) begangen, der an alle Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft erinnert. Darüber hinaus hat der Mittwoch zwischen Volkstrauertag und Totensonntag als Buß- und Bettag eine lange Tradition.

Friedhofsbesuch an Allerheiligen und Allerseelen

Für die Katholiken ist dagegen Allerheiligen am 1. November seit Jahrhunderten der Tag des Gedenkens an die Verstorbenen, ebenso Allerseelen am folgenden Tag. An Allerheiligen, einem Hochfest der katholischen Kirche und gesetzlicher Feiertag in vielen europäischen Ländern, wird allen Heiligen gedacht – auch jenen, die nicht heilig gesprochen wurden. Am darauffolgenden Allerseelen stehen „die armen Seelen im Fegefeuer“ im Mittelpunkt des Gedenkens.

An beiden Tagen besuchen viele die Gräber ihrer geliebten Verstorbenen, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und sich dem Gedenken hinzugeben. Überall brennen Grablichter, frische Gestecke, Blumen (besonders gern Chrysanthemen und Rosen) und andere Dekorationen schmücken zahlreiche Gräber, und selbst Grabstätten, die sonst das ganze Jahr über nicht besucht werden, strahlen in neuem Glanz. Bei den Gestecken wird – der Witterung entsprechend – traditionell auf Zapfen, Moos und Pflanzenteile sowie Rindenstücke, Rebenzweige oder Trockenblumen gesetzt, die jeder Witterung standhalten. Was die Wahl des Grabschmucks angeht, gibt es übrigens kein Richtig oder Falsch. Die Hauptsache ist, dass die Pflanzen auch den Verstorbenen gefallen oder ihnen entsprochen hätten.

Blumen und Kerzen ans Grab bringen lassen

Für alle, die nicht in der Lage sind, die Grabmale ihrer geliebten Verwandten und Freunde zu besuchen, bietet die soziale Trauerplattform Aspetos unter www.aspetos.com/at/shop/friedhofsbote ganz neu den Service des Friedhofsboten an, der auf Bestellung Kränze, Blumengestecke und Kerzen direkt ans Grab bringt. Vor allem Menschen, die weit entfernt von den Gräbern ihrer verstorbenen Familienmitglieder leben, keine Zeit haben oder körperlich nicht in der Lage sind, diese zu besuchen, können somit über Aspetos die Erinnerung an geliebte Personen, die von ihnen gegangen sind, wachhalten.

Trauer macht uns alle gleich

Das Gedenken und die Trauer um unsere Verstorbenen eignet sich gleichzeitig auch ganz hervorragend, um sich der eigenen Sterblichkeit aufs Neue bewusst zu werden und unseren Umgang mit den Lebenden zu hinterfragen. Denn unabhängig von Hautfarbe, Nationalität und Religion haben wir eines gemeinsam: Wir alle sind sterblich. Und jeder von uns hat schon schmerzliche Verluste erfahren und trauert und leidet, wenn ein geliebter Mensch verstirbt. Diese Trauer kann uns vielleicht besser einen als alles andere. Wenn wir es schaffen, diesen Blickwinkel auch während des kommenden Jahres im Hinterkopf zu behalten, gehen wir vielleicht auch etwas humaner mit unseren Mitmenschen um.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das gesamte Aspetos-Team ein ruhiges und besinnliches Gedenken an Ihre Lieben und trotz Traurigkeit auch viele positive Erinnerungen, die sie dankbar und froh stimmen,

Ihr ASPETOS-Team.