Bestattungsformen/Rituale

Gründer der Death Cafés stirbt mit 44 Jahren

Jon Underwood, der Gründer der sogenannten Death Cafés, ist Ende Juni mit gerade einmal 44 Jahren verstorben. Seine Idee, einen regelmäßigen Raum für Trauernde zum Austausch bei Kaffee und Kuchen zu schaffen, fand weltweit Nachahmer. Die Bewegung wurde in den letzten Jahren immer größer. Dementsprechend fällt auch die Anteilnahme in der Community aus. Seine Frau …

25 Jahre Museum für Sepulkralkultur

Hut ab und Gratulation! Vergangene Woche feierte das Museum für Sepulkralkultur in Kassel das erste Vierteljahrhundert seines Bestehens. Das Haus wurde 1992 eröffnet, mit der Zielsetzung, die Geschichte des Todes aufzuarbeiten und den gesellschaftlichen Wandel der Abschieds- und Bestattungskultur durch die Zeiten medial in einem Museumsumfeld zu dokumentieren. Zeitgenössische Entwicklungen sowie andere Kulturen und verschiedene …

Leichenschmaus oder Stille

Die Kirche drängt auf eine öffentliche Zeremonie und eine Friedhofsbestattung, denn ein Leichnam sei nicht Privateigentum der Familie. Tote sollten an einem öffentlichen Ort für Trauer, Gebete und Andenken erreichbar sein. Das war in “Die Presse” vom 31.10.2016 zu lesen. Rechtzeitig zu Allerheiligen gingen solche Meldungen in den Medien rauf und runter. Allerheiligen – der …

Ausstellung über Tod und Bestattung in Mittelalter und Neuzeit

Wer sie noch nicht gesehen hat, kann das noch bis 13. November nachholen! Die Rede ist von der Ausstellung „Der letzte Weg – Tod und Bestattung in Mittelalter und Neuzeit“ im Diözesanmuseum der sehenswerten nordbayerischen Stadt Bamberg. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Museumsleitung mit dem Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Otto-Friedrich-Universität …

Im Trauerfall die richtigen Worte finden

Bei keinem Thema findet man schwerer die passenden Worte als beim Tod eines Menschen. Aus Furcht, einen Angehörigen zu kränken oder ins Gefühlschaos zu stürzen oder den Toten mit unglücklichen Äußerungen ins falsche Licht zu rücken, fällt es vielen schwer ihre Trauerbekundungen zu formulieren. Die althergebrachten üblichen Floskeln erscheinen zu banal in dieser Situation. Dabei …

Kindertrauerkoffer für Schulen und Kindergärten

Leicht ist die Aufgabe beileibe nicht, Kinder mit dem Thema Tod auf altersgerechte Weise zu konfrontieren – weder in der Familie, noch im Kindergarten oder in der Schule. Das Sepulkralmuseum in Kassel hat daher vor Jahren unter dem Projektnamen „Vergissmeinnicht“ einen sogenannten „Kindertrauerkoffer“ entwickelt, der als pädagogisches Instrument für Schulen, Kindergärten und den Konfirmandenunterricht eingesetzt …

Gemeinsames Grab für Mensch und Tier

Tierliebe hält ja meist ein ganzes Leben lang – und jetzt zumindest symbolisch auch über den Tod hinaus, wenn man mag. Haustiere sind heutzutage ja bekanntermaßen häufig mehr Partner als nur Tier. Die Deutsche Friedhofsgesellschaft bietet daher seit Kurzem unter dem Label „Unser Hafen“ in Braubach bei Koblenz inmitten eines stillen Waldgebietes und in einem Landschaftsschutzgebiet …

Die Lebenskreisquelle – Rückkehr zur Natur

Nicht wenige Menschen wünschen sich nach ihrem Ableben eine Naturbestattung außerhalb eines konventionellen Friedhofes. Diese Form der Beisetzung in freier Natur ist zwar noch relativ selten, aber es bestehen aufgrund steigender Nachfrage immer mehr Optionen, diesem besonderen Wunsch nachzukommen. In der Nähe von Wien bietet beispielsweise die Lebenskreisquelle seit 1. November 2015 die Möglichkeit einer …

Buchempfehlung: „Das Abschiedsbuch“ von Frank Maibaum

Wer möchte seinen Liebsten, die plötzlich aus dem Leben gerissen wurden, nicht etwas inhaltlich Gehaltvolles hinterlassen? Also Gedichte, Geschichten, Abschiedsworte und Trauersprüche, die weit weg von den üblichen Schablonen dem mitfühlenden Gedenken einen persönlichen, individuellen Anstrich verleihen und zugleich so gut wie möglich zur verstorbenen Person passen. „Das Abschiedsbuch“ von Frank Maibaum bietet eine ganze …

Friedhofsbegräbnis im Sarg immer seltener bevorzugt

Wie so vieles im Leben, sind auch die bevorzugten Bestattungsformen gewissen Modeerscheinungen unterworfen. Eine Ende März in Deutschland durchgeführte, repräsentative TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Verbraucherinitiative Aeternitas ergab, dass nur noch jeder vierte Bundesbürger das klassische Sarggrab auf einem Friedhof bevorzugt. Einäscherungen und damit verbundene, pflegefreie Beisetzungsmöglichkeiten gewinnen hingegen weiter an Beliebtheit. Wünschten sich im Jahr …