Trauer

Gesunder Umgang mit der Angst

Angst ist ein dem Menschen angeborenes Gefühl mit Entstehungsort im Limbischen System. Angst ist ein Gefühl mit Schutzfunktion, ein Warnsignal. Wenn wir in eine für uns bedrohliche Situation kommen, löst Angst ein Bedürfnis nach Vermeidungsverhalten aus und schützt uns so vor Gefahr. Sie dient der Selbsterhaltung und ist so gesehen ein biologisch angelegtes, sinnvolles Reaktionsmuster.

Die typischen Angstreaktionen (Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen, erhöhte Atemfrequenz etc.) werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert und sind somit nur sehr schwer willkürlich zu beeinflussen.

Was ist falsch am Hirschgeweih auf dem Sarg des Jägers? Neue Rituale oder altes Theater?

Wir brauchen neue Rituale. Die alten passen nicht mehr und wirken dadurch leer und starr. Und was fällt uns Bestattern dazu ein? „Die Trauerfeier muss zum Leben des Verstorbenen passen.“Also lassen wir beim Abschied von Kindern Luftballone steigen, Jugendliche werden aufgebahrt und ihr Skateboard darf an den Sarg gelehnt werden, dazu vielleicht noch ihr Lieblings-Stück von den Bösen Onkelsz „Die Besten sterben immer zu früh“. Und der Jäger bekommt sein letztes Hirschgeweih auf den Sarg, alles ist mit Tannenzweigen dekoriert. Weidmanns Heil! – Weidmanns- Dank! Amen.

Sind Leichen giftig?

Nein, Leichen sind natürlich nicht “giftig”. Ein “gesunder” Verstorbener ist so giftig, wie ein “gesundes” totes Huhn. Es gibt kein Leichengift. Es entstehen durch den Fäulnisprozess zwar Toxine als Abbauprodukte von Eiweißen (so genannte Alkaloide), ein Kontakt durch Berührung mit diesen Alkaloiden ist allerdings ungefährlich und eine schädliche Wirkung durch Hautkontakt oder Einatmung von “Leichengift” ist daher ausgeschlossen. Lediglich der Verzehr bzw. orale Schmierinfektionen oder Infektionen durch Schnittverletzungen können zu Erkrankungen führen, die allerdings nicht durch Leichengift, sondern durch Bakterientoxine, Alkaloide und mikrobielle Infektionen verursacht werden können.

Trauer und Behinderung

“Sie verstehen es eh nicht!” Trauer und Behinderung

Menschen mit geistiger Behinderung haben besondere Bedürfnisse, – vor allem natürlich dann, wenn sie einen wichtigen Menschen durch den Tod verlieren. Das Thema “Trauer und Behinderung” ist allerdings kaum untersucht, Fachbücher dazu, lassen sich an einer Hand abzählen. In den Betreuungseinrichtungen ist das Thema neu, wird aber vermehrt diskutiert.

Trauerprozess in vier Phasen nach Yorick Spiegel

Schockphase Erster Schock nach der Todesnachricht. Diese erste Phase ist recht kurz, sie hat eine Dauer von einigen Stunden bis zu wenigen Tagen. Die Stärke des Schocks richtet sich vielfach danach, ob die Angehörigen die Todesnachricht unerwartet (z. B. bei Unfällen) trifft oder ob sie z. B. durch eine längere Krankheit auf diesen Tod vorbereitet …

Trauerprozess in vier Phasen nach Verena Kast

Erste Phase: Nicht-Wahrhaben-Wollen Der Verlust wird verleugnet, der oder die Trauernde fühlt sich zumeist empfindungslos und ist oft starr vor Entsetzen: „Es darf nicht wahr sein, ich werde erwachen, das ist nur ein böser Traum!“ Die erste Phase ist meist kurz, sie dauert ein paar Tage bis wenige Wochen. Zweite Phase: Aufbrechende Emotionen In der …