Traueranzeige von
Henry Mancini

16.04.1924 - † 14.06.1994
Traueranzeige von Henry Mancini
Von RCA Records - Ad on page 2 of February 28, 1970 Billboard magazine., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=66750874

Der US-amerikanische Komponist und Swing- und Jazzliebhaber wurde insbesondere durch seine Filmmusik zum Filmklassiker „Der rosarote Panther“, durch den Song „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ und durch die Titelmelodie der amerikanischen Krimiserie „Peter Gunn“ weltweit bekannt. Insgesamt gehen über 480 Film- und Fernsehkompositionen auf sein Konto. Darüber hinaus nahm Henry Mancini über 50 Musikalben auf. Er räumte insgesamt 20 Grammys und vier Oscars ab.

Bereits in den 1940er Jahren legte Henry Mancini den Grundstein für seine Musikkarriere. Er hatte Kontakt damals zu den Swing- und Jazzgrößen dieser Zeit, insbesondere zu Benny Goodman, dem er einige seiner eigenen Arrangements zukommen ließ. Goodman bot ihm daraufhin eine Anstellung an, und so schloss Mancini sich 1946 der neu formierten Glenn Miller Band an.

In den 50ern konnte Mancini sich erstmals in Sachen Filmmusik beweisen, als ihn das Universal-Studio für einen Abbott-und Costello-Film engagierte. Diese Kooperation währte schließlich mehrere Jahre lang, der italienischstämmige Komponist hatte dabei mit verschiedensten Filmgenres zu tun. Speziell Mancinis Bearbeitungen für die Filme „Die Glenn Miller Story“ und „Die Benny Goodman Story“ eröffneten ihm die Möglichkeit, für weitere Filme wie z.B. „Endstation Sehnsucht“ oder „Im Zeichen des Bösen“ neue, eher jazzorientierte Musikstile einzuführen.

Die Kooperation mit dem Filmregisseur Blake Edwards, zunächst für die Fernsehserie „Peter Gunn“, später für „Frühstück bei Tiffany“, die Komödien um dem „Rosaroten Panther“ oder bei „Der Partyschreck“, ermöglichten Mancini, seinen populären Stil weiterzuentwickeln. Edwards und Mancini arbeiteten in fast 30 Filmen zusammen. Der zweite prägende Regisseur für Mancini war Stanley Donen, für den er u. a. die Musik zu „Charade“, „Arabeske“ und „Zwei auf gleichem Weg“ komponierte. Daneben gab es einige weitere Filmemacher, die von Mancinis Musik profitierten, beispielsweise „Hatari“-Regisseur Howard Hawks mit dem Evergreen „Baby Elephant Walk“.  

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des 25. Todestages von Henry Mancini erstellt und ist dem Komponisten vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.