Traueranzeige von
Toni Sailer

17.11.1935 - † 24.08.2009, Letzte Ruhestätte: Kitzbühel Hahnenkamm Zielgelände
Traueranzeige von Toni Sailer
Andreas Bohnenstengel [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Der österreichische Skirennläufer, Schauspieler und Sänger zählt zu den Wintersport-Legenden der Alpenrepublik. Bei den Olympischen Winterspielen 1956 im italienischen Cortina d‘Ampezzo gewann Toni Sailer drei Goldmedaillen – und zwar im Slalom, im Riesenslalom und in der Abfahrt. Der damals 20-jährige Tiroler schrieb damals Ski-Geschichte, weil er als erster Sportler alle alpinen Wettbewerbe gewinnen konnte.

Zwei Jahre später, bei der Alpinen Ski-WM in Bad Gastein, war Toni Sailer nochmals der Star der Wettbewerbe und holte Gold in Abfahrt, Riesenslalom und Kombination sowie Silber im Slalom. Mit insgesamt drei olympischen Goldmedaillen und sieben Weltmeistertiteln sowie mehr als 30 Weltcup-Siegen zählt er zu den erfolgreichsten Skirennläufern weltweit. Er wurde dreimal zu Österreichs Sportler des Jahres ernannt und erhielt 1956 zudem das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. 1999 wurde er sogar als Österreichs Sportler des Jahrhunderts ausgezeichnet.

Insgesamt dauerte Toni Sailers Ski-Laufbahn nur wenige Jahre. Sein erstes Weltcuprennen absolvierte „der schwarze Blitz aus Kitz“ im Jahr 1952. Im Juni 1959 machte er seinen Rücktritt vom aktiven Sport öffentlich. Schon während seiner Pisten-Karriere feierte er auch als Schauspieler in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen Erfolge, z.B. in „Ein Stück vom Himmel“, „Der schwarze Blitz“ oder in „Sein bester Freund“ unter der Regie von Luis Trenker. Daneben betätigte er sich auch als Schlagersänger und machte insgesamt 18 Schallplattenaufnahmen.

Dem Skisport blieb Sailer jedoch stets in unterschiedlicher Funktion erhalten. Von 1972 bis 1976 war er Cheftrainer und Technischer Direktor des Österreichischen Skiverbands und ab 1986 zwanzig Jahre lang Rennleiter bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel. Auch für den internationalen Skiverband FIS arbeitete er immer wieder als Technischer Direktor.

Toni Sailer war zweimal verheiratet, aus erster Ehe hatte er einen Sohn. Er starb am 24. August 2009 an einem Hirntumor. Seit Anfang 2008 wusste die Öffentlichkeit schon von seiner Kehlkopfkrebs-Erkrankung und der Chemotherapie, der er sich unterziehen musste. Toni Sailer wurde auf dem Stadtfriedhof Kitzbühel beigesetzt. Auf seinem Grabstein sind die Worte „Berühmt, beliebt, bescheiden“ zu lesen.  

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Toni Sailer erstellt und ist dem Sportler vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.