Lange Nacht der Museen im Bestattungsmuseum:

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mages/stories/ln_2008_fuehrung_keller_1000.jpgBestattung Wien brilliert mit ausgezeichneter Organisation

Nicht weniger als 411.000 kulturliebende NachtschwärmerInnen haben am vergangenen Samstag, dem 1. Oktober, die Gelegenheit genutzt, einmal kostenlos und in den Abendstunden ins Museum zu gehen. Allein in Wien verzeichneten die Veranstalter der 12. Langen Nacht der Museen 191.000 BesucherInnen. Als Kultur-Hotspot – mit 10.446 Besuchen – erwies sich in diesem Jahr das Naturhistorische Museum Wien. Einer der absoluten Publikumsmagneten bei Jung und Alt war aber auch das Bestattungsmuseum der Bestattung Wien http://www.bestattungsmuseum.at . Ein Zeichen dafür, dass die Themen Tod, Trauer und Bestattungswesen in der Gesellschaft wieder gefragt sind.

Friedhofslichter weisen Tausenden den Weg

Nachdem das Bestattungsmuseum im Vorjahr 4.750 BesucherInnen begrüßen konnte, strömten auch 2011 wieder mehrere tausend Interessierte durch die Museumspforten. Allein der Weg zum Museum war ein Erlebnis für sich. Die gesamte Goldeggasse (4. Bezirk), in der sich das Bestattungsmuseum befindet, sowie viele der angrenzenden Straßen waren mit Friedhofslichtern “geschmückt”. So wurde nicht nur der Weg durch die Dunkelheit in Richtung Eingang gewiesen. Die NachtschwärmerInnen konnten sich außerdem schon einmal für den Museumsbesuch in Stimmung bringen.

“Verrückte Särge”, Voodoo, Trauer-Modenschau und Sargtest

Im Bestattungsmuseum erwartete die BesucherInnen von 18 Uhr bis 1 Uhr früh ein tiefer und oftmals amüsanter Einblick in Bestattungswesen und Begräbnisrituale. Im Rahmen des Ausstellungsschwerpunkts “Totenkult in Hinduismus und Voodoo” wurden Bestattungsrituale und Ahnengedenken in Indien, Westafrika und der Karibik vorgestellt. Zudem konnten hunderte Ausstellungsstücke bestaunt werden – vom wieder verwendbaren Klappsarg über den Sitzsarg bis zum Rettungswecker, der vor dem Scheintod bewahren sollte. Während auf der Bühne die “Verrückten Särge” aufspielten und Trauer-Modenschauen veranstaltet wurden, konnten besonders Mutige testen, wie es sich in einem Sarg liegt. Die kleinen BesucherInnen bemalten derweil in der Kinderecke Särge und bastelten Laternen.

Erinnerungsdiamanten und Gratis-Blattgold

Eines der Highlights der langen Museumsnacht im Bestattungsmuseum war das “Diamant-Center” mit den Erinnerungsdiamanten der Firma Algordanza http://algordanza.at . Mithilfe dieser Diamanten, die ausschließlich aus humaner Kremationsasche entstehen, können Angehörige die Erinnerung an einen geliebten Menschen über Generationen aufrechterhalten, auch wenn sich ihr Lebensmittelpunkt alters-, gesundheits- oder berufsbedingt ändern sollte. Als wenn das alles noch nicht genug wäre, konnten sich die BesucherInnen des Bestattungsmuseums in der Langen Nacht der Museen über Gratis-Getränke freuen und sich kostenlos mit Blattgold versorgen. Statt langer Schlangen gab es Leuchtstäbe. Algordanza legte zudem noch Bleistifte mit einem diamantförmigen Stein oben drauf.

Über das Bestattungsmuseum Wien

Das 1967 gegründete und 1987 neu konzipierte Bestattungsmuseum Wien bietet mit seinen 1.000 Objekten einen weltweit einzigartigen Gesamtüberblick über Totenkult und Bestattungsrituale. Anhand der gezeigten Exponate wird die Thematik “Sterben und Tod” in pietätvoller Weise als kulturelle Drehscheibe des Vergänglichen präsentiert und ein nachvollziehbarer Übergang zum heutigen Totenkult geschaffen. Das Museum hat werktags 12.00 und 15.00 Uhr geöffnet. Außerhalb der Langen Nacht der Museen ist die Besichtigung nur im Rahmen einer Führung möglich. Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich.