Nahtoderfahrungen – Wie es sich anfühlt zu sterben

Immer wieder berichten Menschen von Erlebnissen, die sie während sie zwischen Leben und Tod zu kämpfen haben von sogenannten Nahtoderfahrungen. Sie erzählen, dass sie während eines Unfalls oder in Momenten, in denen sie klinisch tot waren, ihren Körper verließen und zumeist einen Zustand unbeschreiblicher Glückseligkeit erlebten. Häufig ist von einem Licht am Ende eines Tunnels die Rede, manche berichten von der Begegnung mit Verstorbenen.

Psychologen, Mediziner und Neurologen führen diese Wahrnehmungen auf schlichte wissenschaftlich zu erklärende Phänomene zurück, für sie handelt es sich nicht um Nahtoderlebnisse, sondern um Halluzinationen, bedingt durch extreme Situationen, den Einfluss von Medikamenten oder Sauerstoffmangel im Gehirn.

Aber die Zahl der Wissenschaftler, die die Erlebnisse von Betroffenen nicht einfach als Wahnvorstellungen abtun, nimmt zu. Diese weisen daraufhin, dass das Gehirn während der Nahtoderfahrungen häufig gar nicht mehr funktioniert. Dass trotzdem eine erhöhte Bewusstheit da zu sein scheint, ist für sie ein Hinweis darauf, dass die Vorstellung von einer untrennbaren Verbindung von Gehirn und Verstand fragwürdig ist. Andere Wissenschaftler hingegen vertreten die Meinung, dass das Gehirn nur der Empfänger eines endlosen Bewusstseins ist, das auch nach dem Tod weiter existiert.

Viele Menschen, die einmal in der Situation einer Nahtoderfahrung waren, hatten in diesem Moment das Gefühl, dass der eigene Körper viel zu klein geworden ist. Wie ein Pullover aus dem man raus gewachsen war. Das Gefühl eingezwängt zu sein, lässt die meisten Menschen im Anschluss nie wieder los und begleitet sie ein Leben lang. Auch wenn die Menschen sich vorstellen, so etwas noch einmal zu erleben, als sie ihren Körper verlassen haben und das die Erfahrung vielleicht noch stärker sein wird, wenn sie sich dann tatsächlich vom Leben verabschieden, so gibt es ihnen aber die Gewissheit, dass es gut sein wird.