Trauerhilfe - Wie gehe ich mit Trauer um?

Das Gefühl von Trauer bleibt uns im Leben nicht erspart. Der Verlust einer geliebten Person löst bei den meisten Betroffenen ein tiefes Gefühl der Niedergeschlagenheit und des Schmerzes aus. Man fühlt sich emotional taub, geradezu erstarrt, verliert zumindest zeitweise seine Lebensfreude und gerät aus dem seelischen Gleichgewicht. Auch Panik, Wut oder Schuldgefühle können auftreten. Die Trauer oder das Trauern umfasst aus psychologischer Sicht auch den oftmals langwierigen Prozess der Bewältigung dieses Verlustes.

 

 

Trauerhilfe

Aktive Trauerhilfe unterstützt den Prozess des Trauerns und das Verarbeiten des Schmerzes. Jeder Mensch trauert anders und braucht unterschiedlich lange, um den Verlust einer geliebten Person zu verarbeiten. Wichtig ist dabei, die Trauer einfach zuzulassen. Denn das Trauern ist ein notwendiger Heilungsprozess für die Seele und sollte daher nicht unterdrückt werden. Wenn Sie sich in dieser Ausnahmesituation kraftlos und alleingelassen fühlen und mit ihrer Trauer nicht umzugehen wissen, sollten Sie sich professionelle Hilfe bei speziell dafür ausgebildeten Trauerpsychologen und qualifizierten Trauerbegleitern holen. Scheuen Sie nicht vor diesem Schritt zurück! Sie werden sehen, Ihnen wird eine Last von den Schultern genommen. Wir von Aspetos können Ihnen hierzu gerne Experten empfehlen.

Denn uns ist die direkte Trauerhilfe ein besonders wichtiges Anliegen. Wir sehen uns als Verbindungsglied zwischen der persönlichen Hilfe vor Ort und der virtuellen Trauerhilfe im Internet. Mit unserem Team haben wir online und offline einige Angebote entwickelt, die auf dem Weg durch die Trauer helfen sollen. Trauerhilfe ist dann besonders effektiv, wenn Menschen ihre Bedürfnisse, Wünsche und auch Kritik einbringen. Dafür können Sie uns gerne eine Mail schicken oder mit uns telefonieren. Der Support ist erreichbar von Montag bis Donnerstag (9-17 Uhr) und am Freitag (9-13 Uhr) – telefonisch unter +43 (0) 720 27 06 06 oder über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Gedenkseiten

Eine Traueranzeige, manchmal auch Todesanzeige oder in Österreich auch Parte genannt, wird im deutschsprachigen Raum zum Gedenken an Verstorbene häufig geschaltet. Auch diese Form des ehrenden Andenkens ist für viele Hinterbliebene ein wichtiger Teil der Trauerbewältigung.

Auf www.aspetos.com können Sie Traueranzeigen kostenfrei, unkompliziert und ganz individuell erstellen. Einfach mit E-Mail-Adresse und Passwort anmelden und schon können Sie die Daten der verstorbenen Person eingeben und eine ansprechende Gedenkseite mit einer schon vorhandenen oder selbst frei gestalteten Todesanzeige aufbauen. Wenn alles zu Ihrer Zufriedenheit ist, wird die Traueranzeige hochgeladen und veröffentlicht. Über Facebook, Twitter oder per E-Mail können Sie die Trauergemeinde direkt darüber informieren. Die Traueranzeige lässt sich selbstverständlich auch auf Papier ausdrucken. Das Gestalten und Veröffentlichen einer gewünschten Gedenkseite übernimmt gerne auch unser Support-Team. Hier lassen Sie eine Gedenkseite direkt von unseren Mitarbeitern erstellen.

Auch wenn jemand schon länger verstorben ist, können Sie gerne noch eine Traueranzeige gestalten. Dafür ist es nie zu spät – und es ist ein schönes Zeichen, dass die verstorbene Person immer noch tief im Herzen ist und Ihnen fehlt.

 

In Erinnerung

Für die Ewigkeit

 

Trauerbegleitung

Jeder Mensch ist anders und so ist auch jede Trauersituation und der Umgang damit unterschiedlich. Was Trauernde brauchen, sind Menschen, die ihnen keine Ratschläge geben, sondern die sie so nehmen, wie sie jetzt gerade sind. Manchmal traurig, manchmal wütend, manchmal in Erinnerungen schwelgend. Das Umfeld vor allem sollte da sein und zuhören. Trauernde brauchen kein Mitleid, niemanden, der das Leid auf sich nimmt. Trauernde benötigen Menschen, die stark sind. Trauernde wollen nicht andere trösten müssen, weil ein geliebter Mensch gestorben ist. In manchen Fällen fühlen sich Trauernde unter Menschen wohl, die diesen Weg auch gehen müssen.

Daher können Selbsthilfegruppen einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung leisten. Selbsthilfegruppen, die auf das Thema Trauer spezialisiert sind, finden Sie in allen Bundesländern. Ähnlich gelagert sind Trauergruppen, die in einem gewissen Zeitraum eine Auseinandersetzung mit der eigenen Trauer ermöglichen. In einer festen Gruppe dürfen sich die Teilnehmer/innen fallen lassen, sich damit beschäftigen, was ihnen wohltut und erfahren, dass sie nicht allein sind. Auch Trauercafés in manchen Hospizen sind ein kostenfreies und unverbindliches Angebot. Sie können einen Kaffee trinken und dabei Menschen treffen, die gerade Ähnliches erfahren wie Sie.

Für manche Trauernde macht es Sinn, sich einzeln begleiten zu lassen. Einer unbekannten Person alles erzählen zu dürfen, ohne an den guten Ruf des/der Verstorbenen denken zu müssen. Oft gibt es Fragen über die Trauer und wie normal welche Trauerverläufe und Reaktionen sind. Ein Fachmann oder eine Fachfrau finden gemeinsam mit Ihnen individuelle Antworten und Wege.

TRAUERFORUM -  Aspetos bringt Trauernde zusammen

Auf Aspetos finden Sie auch ein Trauerforum. Hier gibt es die Möglichkeit, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Menschen auszutauschen, die auch auf diesem ungewollten Weg durch die Trauer sind. Betreut wird dieses Forum von professionellen Trauerbegleiterinnen und -begleitern. Die Trauernden unterstützen sich gegenseitig, hören zu, schreiben sich von der Seele, was belastet und erfahren, dass sie nicht allein auf diesem Weg sind. Dank eines individuellen Spitznamens ist Ihre Identität geschützt, und Sie können selber entscheiden, wie viel Sie über sich im Forum preisgeben wollen. Sie haben die Möglichkeit, zu unterschiedlichen Themenfeldern Beiträge zu schreiben. Das Lesen der anderen Geschichten und Befindlichkeiten kann Ihnen vor Augen führen, dass Trauern nicht nach festen Normen abläuft.

 

Austausch in der Trauerzeit!

professionelle Unterstützung

 

Trauerverarbeitung

Als Trauerverarbeitung oder Trauerbewältigung bezeichnet man den Prozess, in dem Hinterbliebene ihren Schmerz über den Verlust eines Menschen zu akzeptieren lernen. Im Verlauf dieses Prozesses lernen die Trauernden, den schmerzlichen Verlust anzunehmen und das Leid und die Erfahrung des Todes besser in ihren Alltag zu integrieren. Zu guter Letzt sollte es ihnen auch wieder gelingen, ihr Leben ohne den verstorbenen Menschen „normal“ weiterzuführen. Die Trauer lässt dann immer mehr nach.

Der Prozess der Trauerbewältigung verläuft bei jedem Menschen anders und kann unterschiedlich lange dauern. Manche Menschen trauern nur wenige Wochen intensiv, andere brauchen mehrere Jahre um den Trauerprozess abzuschließen. Wir gut die Trauer verarbeitet wird, ist oft abhängig von der persönlichen Nähe zum verstorbenen Menschen, den Umständen des Todes, den Auswirkungen auf das weitere Leben und einer Reihe weiterer Faktoren. Manchmal kann der Prozess auch ins Stocken geraten oder zum Stillstand kommen. In diesem Fall wird die Trauer auch nach langer Zeit nicht leichter. Trauern kann also echte Schwerstarbeit sein. Immer wieder drehen sich die Gedanken in der Trauer um ähnliche Themen und auch wenn die Gedanken, die Schwere und der Schmerz sich verändern, sind sie lange Zeit alltägliche Begleiter.

Die Frage nach der Dauer von Trauer ist also sehr schwer zu beantworten. Die Erfahrung zeigt, dass mit der Beerdigung ein erster Schritt gemacht wurde. Man realisiert, dass dieser Mensch nie wieder zurückkommt. Noch einmal besonders heikel wird es nach dem ersten Trauerjahr, weil man dann viele gemeinsame Rituale (z.B. an Feiertagen) ein erstes Mal ohne den geliebten Menschen erlebt. Doch damit geht man wieder einen Schritt weiter in der Trauerverarbeitung. Und im kommenden Jahr ist die erdrückende Trauer wahrscheinlich noch etwas mehr zurückgegangen. Denn eines ist sicher: Die Erde dreht sich weiter – und auch das Leben geht weiter.

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und unterstützen Sie gerne bei Ihrer Trauerbewältigung, beispielsweise in unserem Trauerforum.

 

Häufig gestellte Fragen

Was sind die 4 Phasen der Trauer?

  1. Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens. Schock.
    Der Verlust wird nicht für real gehalten. Oft wirken Betroffene starr oder gar emotionslos. Diese Phase kann einige Stunden oder Tage anhalten, in seltenen Fällen länger. Dieser Zustand tritt aufgrund des großen Schocks ein und ist eine Art Schutzmechanismus des Körpers.
  2. Phase der aufbrechenden Emotionen
    In dieser Phase brechen verschiedene Emotionen auf. Sie werden oft als durcheinander beschrieben. Neben der Trauer, können auch Emotionen wie Schuldgefühle, Wut, Erleichterung, Verzweiflung, Dankbarkeit oder Angst hochkommen. Häufig wird in dieser Phase der Verstorbene idealisiert.
  3. Phase des Suchens und des Abschieds
    In dieser Phase wird der Verstorbene häufig gesucht, auch physisch. Es gibt immer wieder diese Situationen des Abschieds und der Trennung. Auch in den Träumen kann der/die Verstorbene in dieser Phase sehr präsent sein. Das Bild von der/dem Verstorbenen wird allmählich differenzierter, das Annehmen der Situation setzt langsam ein.
  4. Phase des neuen Selbst und Weltbezug
    Langsam kann der Trauernde sich wieder mit sich selbst auseinandersetzen und nimmt vermehrt am Umweltgeschehen teil. Neuorientierung kann nun stattfinden und eine neue Beziehung zum Verstorbenen aufgebaut werden. Rückfälle wie z.B. an Geburtstagen, Feiertagen oder Todestagen sind ganz natürlich und normal. Wichtig zu wissen ist, dass diese Phasen nicht linear verlaufen. Sie können auch ganz unterschiedlich auftreten, sich wiederholen oder auch länger andauern.

 

Wie lange ist es normal zu trauern?

Trauer lässt sich nicht in Zeit packen. Früher sprach man immer vom berühmten „Trauerjahr“. Inzwischen weiß man aber, dass Trauer viel länger dauern kann. Es ist sehr individuell, und es gibt keine Norm.

 

Was passiert, wenn man die Trauer verdrängt?

Verdrängte Trauer führt oft dazu, dass sie einfach umgelenkt wird. Zum Beispiel können dann psychosomatische Beschwerden auftreten, die nicht selten chronisch werden. Daneben treten häufig auch Gefühle von Sinnlosigkeit, Konzentrationsmange oder Schuldgefühle auf – bis hin zu Zuständen, dass auch andere Emotionen nicht in gewohnter Form ausgelebt werden können.

 

Wie kann man richtig trauern?

Es ist wichtig seine Trauer auszuleben, in der Form, in der es dir gut tut. Oft hilft es, seiner Trauer in irgendeiner Form Ausdruck zu geben, z.B. durch Bewegung, kreative Aktivitäten oder Musik. Manche trauern gern allein für sich, andere wiederum sind gern in Gesellschaft und suchen z.B. eine Trauergruppe auf.

 

Wann lässt der Trauerschmerz nach?

Das ist ganz individuell. Anfangs hat man das Gefühl, dass es nie wieder anders wird. Dieses Gefühl ist ganz normal, weil es sich der Verstand noch nicht vorstellen kann. Aber je mehr Zeit vergeht, desto sanfter wird der Schmerz. Es ist auch immer wieder ein Auf und Ab. Lass dich nicht verunsichern, wenn selbst nach Jahren immer wieder Trauer hochkommt. Das ist ganz normal und natürlich. Das bedeutet nicht, dass etwas mit dir nicht stimmt. Der Verstorbene wird immer fehlen, und das kann zu speziellen Ereignissen besonders bewusst werden und auch Trauer auslösen.

 

Wie kann man jemanden trösten, wenn jemand gestorben ist?

Wir sollten nicht versuchen, jemanden zu trösten. Das wird nicht gelingen und gibt dem Trauernden das Gefühl von Beschwichtigung seiner Trauer. Besser ist es zu vermitteln, dass man da ist. Und dies auch mit Gesten zu signalisieren, z.B. jemanden etwas zu Essen zuzubereiten, einen Tee zu bringen usw. Was immer in der Situation passt. Den Schmerz des anderen aushalten können, ist das größte Geschenk, das wir dem Trauernden geben können.

 

Was hilft am besten gegen Trauer?

Das wird ganz individuell empfunden und kommt immer auf den Typ Mensch an. Dem einen hilft es, ganz viel darüber zu reden und alle Einzelheiten zu erzählen. Andere schweigen lieber. Was helfen kann ist, Bewegung, Musik, pflanzliche Mittel zum Nerven stärken, kreative Aktivitäten oder Ausflüge in die Natur. Überprüfe immer, was dir gut tut und hilft. Bist du lieber alleine oder in Gesellschaft? Möchtest du viel erzählen oder lieber schweigen?

 

Was tun bei starker Trauer?

Wenn die Trauer sehr stark ausgeprägt ist und man sich selbst nicht mehr so gut helfen kann, empfiehlt sich eine Trauerbegleitung durch einen professionellen Trauerbegleiter, einen Psychologen oder auch Seelsorger.

 

Wie lange dauert es zu trauern?

Bei Trauer gibt es keine Zeitangaben, denn die Dauer der Trauer hängt von vielen Faktoren ab: Lebensumstände, Beziehung zum Verstorbenen, psychische Belastbarkeit im Allgemeinen oder ob man professionelle Unterstützung in Anspruch nimmt.

 

Wie kann man am besten mit Trauer umgehen?

Mit Trauer geht man am besten um, indem man sie lebt und auch zum Ausdruck bringt. Durch Gespräche oder durch ein Trauertagebuch oder auch mit kreativem Ausdruck. Es ist gut, ein Ventil zu haben, um der Trauer Raum zu geben.

 

Wie entsteht Trauer?

Trauer entsteht durch jegliche Verlusterfahrungen. Der Tod eines geliebten Menschen kann ein unwahrscheinlicher Schock sein. Normale Abläufe sind dadurch gestört, und bestimmte Hirnregionen sind besonders betroffen. 1. Hirnstamm und das Kleinhirn, wo Vorgänge wie Essen, Schlafen, Atmen, Kreislauf gesteuert werden. 2. Das limbische System, das für Emotionen, Zeitgefühl, Orientierung zuständig ist.

 

Was schreibt man zum Tod einer Mutter?

Auch hier gilt, das Geschriebene sollte immer ehrlich gemeint sein. Man kann etwas Selbstgeschriebenes mit einem schönen, passenden Zitat ergänzen. Wichtig ist, dass es persönlich ist. Wenn man die Person näher kannte, ist es auch schön, Bezug auf ihr Leben oder ein gemeinsames Erlebnis zu nehmen.

 

Wie lange braucht man, um einen Tod zu verarbeiten?

Nach der ersten Phase des Schocks beginnt man langsam das Geschehene zu realisieren. Die Dauer ist immer abhängig von den Umständen. Den Umständen des Todes, ob natürlicher Tod oder Tod durch Gewalt oder Suizid., den eigenen Lebensumständen, und auch den Bezug zur Person selbst.

 

Wie kann man den Tod eines Menschen verarbeiten?

Bei der Verarbeitung von Trauer hilft es, sich bewusst zu machen, dass man mit dem Verstorbenen eine neue Beziehung aufbaut. Über Erinnerungen, Gedanken. Das physische ist nicht mehr möglich und darf und soll betrauert werden. Parallel kann man den Verstorbenen jedoch ins Leben integrieren, mit einer schönen Gedenkecke, Ritualen oder Briefen an besonderen Tagen. Ebenso wie jede andere Beziehung darf sich das immer verändern und wandeln.

 

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