Grabsteine

Grabsteine gibt es schon seit der Antike. Sie waren schon bei den alten Griechen und Römern verbreitet. Diese Tradition ist bei uns erhalten geblieben. Bei Bestattungen auf dem Friedhof werden auch heute noch in der Regel Grabsteine auf den Gräbern der Verstorbenen errichtet – zum Gedenken und gleichzeitig zur Kennzeichnung des Grabes. Grabsteine sind meist aus Naturstein gefertigt und individuell beschriftet mit dem Namen und den Lebensdaten des Verstorbenen. Häufig werden zusätzlich auch Sinnsprüche eingraviert oder Bildsymbole verwendet wie zum Beispiel betende Hände.

 

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Arten von Grabsteinen

Die Hinterbliebenen können in der Regel zwischen Breitsteinen, Reihensteine, Stelen und Kissensteinen (Liegesteinen) wählen. Der Breitstein wird oftmals bei Wahlgräbern bzw. Doppel- oder Familiengräbern eingesetzt, weil darauf mehrere Namen und Daten vermerkt werden können. Der Reihenstein ist dagegen ein etwas kleinerer Gedenkstein und nur für ein Einzelgrab vorgesehen. Stelen, also freistehende Pfeiler, tragen ebenso die Inschriften eines Verstorbenen. Eine schöne Variante sind auch Kissen- oder Liegesteine. Sie haben oft die Form eines Herzes oder eines Buches und stehen nicht aufrecht, sonder liegen am Kopfende der Grabstätte.

 

Gestaltung des Grabsteins

Lassen Sie sich vom Steinmetz Ihrer Wahl bei der Auswahl des Materials, der Art und der Beschriftung und Verzierung des Steins professionell beraten. Die am häufigsten verwendeten Materialen sind Granit und Marmor. Neben den klassischen Formen aus Stein werden inzwischen aber auch immer öfter alternative Möglichkeiten angeboten wie Grabmale aus Metall oder auch aus wetterfestem Holz. Bei der finalen Wahl des Grabsteins sollten Sie unbedingt die Vorgaben (Größe, Farbe, Oberflächenbearbeitung) des Friedhofs beachten, die in der Friedhofsordnung genau festgelegt sind.

 

Aufstellen des Grabsteins

Grabsteine können nicht unmittelbar nach der Bestattung auf einem Erdgrab errichtet werden. Das liegt daran, dass sich das Grab im Lauf der Zeit erst setzen muss. Durch die dabei entstehenden Bodenbewegungen können einzelne Grabbereiche absinken. Die Mitarbeiter des Friedhofs ebnen die Gräber stetig neu ein, bis dieser Prozess abgeschlossen ist, was meist frühestens nach drei Monaten der Fall ist. Erst dann ist der Moment gekommen, an dem der Steinmetz den Grabstein ans Kopfende des Grabes setzen kann. Das Aufstellen des Steins muss allerdings im Vorfeld bei der Friedhofsverwaltung beantragt werden. Bis die Genehmigung erteilt wird, vergehen oft nochmals zwei bis sechs Wochen. Im Winter können wegen des gefrorenen Bodens keine Grabsteine errichtet werden.

 

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis man einen Grabstein setzen kann?

Die Setzung des Grabsteines erfolgt meistens innerhalb von 6 Monaten, kann aber auch bis zu einem Jahr dauern, denn die Erde an der Grabstelle sackt nach der Bestattung noch ab. Spätestens nach gut einem Jahr hat sich der Boden des Grabes genug verfestigt, um den Grabstein zu setzen.

Wer setzt den Grabstein?

Der Grabstein wird in den meisten Fällen von Steinmetzen oder von Bestattern gesetzt. Allerdings leistet der Friedhofsgärtner die Vorarbeit. Die Fläche, auf der später der Grabstein stehen wird, muss vom Friedhofsgärtner geebnet werden, weil sonst der Grabstein absacken würde. Grabsteine können nicht im Winter gesetzt werden, weil häufig der Boden gefroren ist.

Welche Steine eignen sich als Grabstein?

Naturgrabsteine eignen sich besonders gut, weil diese Steinarten keine aufwändige Pflege benötigen, sowie eine lange Lebensdauer aufweisen. Besonders beliebte Steinarten sind Marmor, Granit und Sandstein. Marmor-Grabsteine werden oft hochglanzpoliert und Imprägniert, damit der Glanz lange anhält. Granit-Grabsteine sind im Vergleich robuster und benötigen gar keine Pflege, sind jedoch preislich teurer. Sandstein-Grabsteine lassen sich besser verarbeiten, so ist es möglich, Figuren einzumeißeln wie z.B. Engelsfiguren.

Wie teuer ist eine Grabstein-Gravur?

Wie teuer eine Grabsteingravur ist, hängt immer davon ab welche Art Gravur in Auftrag gegeben wird. Die Gravur in den Grabstein kostet ca. 10 bis 15 € pro Buchstabe/Ziffer. Buchstaben und Ziffern aus Metall sind teurer. Da kann ein Buchstabe schon mal bis zu 50 € kosten. Entsprechend kostet eine Gravur von ca. 30 Buchstaben um die 1.500 €.

Kann man einen Grabstein neu beschriften?

Die Gravur kann nicht erneuert werden, jedoch kann man die verblichene Farbe der Gravur erneuern. Dafür benötigt man eine spezielle Farbe, die gut auf Natursteinen haftet. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Wetter mitspielt, denn die Farbe muss mind. 24 Std. trocknen.

Wie wird ein Grabstein beschriftet?

Grabsteine werden grundsätzlich nicht beschriftet, sondern graviert oder mit metallenen Buchstaben und Ziffern bestückt. Die Grabsteingravur führt der Steinmetz ganz traditionell mit Hammer und Meißel durch. Nach dem Meißeln werden die Staubreste entfernt und es wird manchmal noch zusätzlich Farbe aufgetragen, so ist die eingemeißelte Gravur besser lesbar.

Kann man einen Grabstein abschleifen?

Ein Grabstein kann grundsätzlich nach der Ruhefrist abgeschliffen werden. Jedoch ist es mit einem hohen Aufwand verbunden, so dass es günstiger ist, neue Grabsteine zu verwenden. Die alten Grabsteine werden dann häufig zu Schotter verarbeitet, und dieser Schotter wird dann für den Straßenbau verwendet.

Was kann man aus einem alten Grabstein machen?

Häufig werden alte Grabsteine nach der Ruhefrist recycelt. Der Stein wird zerkleinert und zu Schotter verarbeitet. Dieser wird dann beispielsweise für den Straßenbau verwendet. Manche Steinmetze bieten aber auch Alternativen. So kann man einen alten Grabstein zu einer Skulptur verarbeiten oder zu einem Erinnerungsstein, den man sich dann in den eignen Garten stellt.

Wer beschriftet Grabsteine?

Im Normalfall werden Grabsteine immer von Steinmetzen graviert. Denn um einen Stein zu gravieren, benötigt man viel Berufserfahrung und handwerkliches Geschick. Theoretisch kann diese Aufgabe auch von einem Bildhauer ausgeführt werden, der Erfahrung hat im Steinhandwerk.

Was wiegt ein Grabstein?

Wie schwer ein Grabstein ist, kann man pauschal nicht sagen. Es hängt immer davon ab, aus welcher Art Stein der Grabstein besteht und wie groß dieser ist. Durchschnittlich wiegt ein Grabstein für ein Einzelgrab etwa 200 kg. Familiengrabsteine können aber auch bis zu 1 Tonne wiegen.

Warum gibt es Grabsteine?

Grabsteine dienen der Kennzeichnung der letzten Ruhestätte. Name, Geburtsdatum sowie Sterbedatum sind die üblichen Angaben auf einem Grabstein. Grabsteine nehmen auch Bezug auf die Vorstellung von Ewigkeit, denn Steine sind nahezu ein unzerstörbares Material. Die ersten Grabkennzeichnungen aus Stein gab es in griechischen und römischen Städten. Dort wurden ganze Grabstraßen angelegt. Diese Sitte wurde laut Wissenschaftlern von christlichen Gemeinden übernommen und hat sich so etabliert. Seit dem 18. Jahrhundert haben sich aufrecht stehende Grabsteine durchgesetzt. Davor wurden meistens nur Grabplatten verlegt.

Wie reinigt man einen Marmorgrabstein?

Beim Reinigen des Grabsteines muss man unbedingt auf den richtigen Reiniger achten! Am besten sollte ein natürlicher Reiniger verwendet werden, der nicht säurehaltig ist. Denn säurehaltige Reiniger können Flecken auf dem Grabstein hinterlassen. Auch sollte man darauf achten, dass der Reiniger umweltverträglich ist. Denn durch das Abspülen des Reinigers gelangen Reste davon in das Erdreich.

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