Sozialbestattung

Sollten Angehörige aus persönlichen Kostengründen die Bestattung nicht finanzieren können oder reicht der Nachlass hierfür nicht aus, kann eine Unterstützung durch das Sozialamt beantragt werden. Der Leistungsumfang einer Sozialbestattung fällt in der Regel nur sehr klein aus.

 

Fragen zu einer Sozialbestattung

Was zahlt das Sozialamt für eine Beerdigung?

Das Sozialamt übernimmt die Kosten für eine Bestattung, wenn es für den Hinterbliebenen nicht zumutbar ist für die Kosten aufzukommen. Dies richtet sich immer nach dem Einkommen des Hinterbliebenen sowie nach dem Vermögen. Eine Sozialbestattung wird – von Ort zu Ort unterschiedlich – insgesamt recht einfach ausgeführt. Man hat die Wahl zwischen Erdbestattungen und Feuerbestattungen. Bei Erdbestattungen zahlt das Sozialamt bis zu 3.200 €. Bei Feuerbestattungen bis zu 2.600 €. Dies sind Richtwerte, welche regional abweichen können.

Welche Kosten übernimmt das Sozialamt bei einer Beerdigung?

Das Sozialamt übernimmt die „erforderlichen“ Kosten für eine einfache ortsübliche Erd- oder Feuerbestattung, wenn keine Erben vorhanden sind oder wenn die Erben unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze liegen und die Kosten nicht tragen können, weil kein oder nicht genug Erbe oder Sterbegeld vorhanden ist. Zu den Kosten gehören die Ausgaben für den Sarg, Leichenhaus- und Grabgebühren und die Kosten für das Anlegen des Grabes. Nicht übernommen werden die Kosten für die Bewirtung von Trauergästen, Trauerkleidung, Todesanzeigen, Danksagungen und Dauergrabpflege.

Was macht man, wenn kein Geld für die Beerdigung vorhanden ist?

Bei großer finanzieller Nut können sich Bestattungspflichtige an das Sozialamt wenden und dort einen Antrag auf Zuschuss zur Bestattung stellen. Vor der Entscheidung werden dazu das Einkommen sowie das Vermögen des Antragstellers und des Ehepartners und die Ausgaben eingehend überprüft. Wird der Antrag auf eine sogenannte Sozialbestattung positiv beschieden, übernimmt das Sozialamt die Kosten für eine einfache ortsübliche Bestattung.

Wer zahlt die Beerdigung von einem Hartz-IV-Empfänger?

Unabhängig davon, ob die verstorbene Person vor ihrem Tod Sozialleistungen bezog, gilt die Bestattungspflicht für Familienangehörige. Die Erben müssen also für die Kosten einer Beerdigung aufkommen, solange sie selber dazu in der Lage sind. Wenn Sie bestattungspflichtig sind und zugleich Hartz-IV-Empfänger, können Sie eine Sozialbestattung, also die Übernahme von Bestattungskosten, beantragen. Diese wird aber natürlich nur bewilligt, wenn die Bestattung nicht durch den Nachlass bezahlt werden kann.

Wie viel Geld bekommt man für die Beerdigung vom Sozialamt dazu?

Wenn Sie als gesetzlich verpflichtete Person aus finanziellen Gründen nicht dazu in der Lage sind, eine Bestattung zu bezahlen, kann eventuell das Sozialamt auf Antrag die „erforderlichen“ Kosten für eine einfache ortsübliche Bestattung übernehmen. Dazu wird das Einkommen sowie das Vermögen des Antragstellers überprüft.

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