Todesanzeige von
Prince Nelson

07.06.1958 - † 21.04.2016

By Nicolas Genin from Paris, France [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Der US-amerikanische Sänger, Komponist, Songwriter, Produzent und Multi-Instrumentalist war einer der bedeutendsten Musiker weltweit. Vor allem in den 1980er Jahren schuf er Meilensteine in der internationalen Musikszene, indem er unterschiedliche Musikgenres miteinander kombinierte. Seine stilistische Bandbreite reichte dabei von R&B, Funk, Soul, Pop und Rock über Blues bis hin zum Jazz. Er beherrschte mehrere Instrumente virtuos und spielte bei vielen seiner Studioaufnahmen alle Instrumente selbst. Bei seinen Konzerten legte der Sänger stets viel Wert auf ausgefeilte Choreografien und extravagante Bühnenoutfits.

Den internationalen Durchbruch schaffte Prince im Jahr 1984 mit der Single und dem Album „Purple Rain“ zum gleichnamigen Film, in dem er auch die Hauptrolle spielte und für den er ein Jahr später mit einem Oscar belohnt wurde. Seine größten Hits waren darüber hinaus „When Doves Cry“, „Kiss“, „Let‘s Go Crazy“, „Sign O‘ The Times“ und „Batdance“ vom „Batman“-Soundtrack. Zu Lebzeiten produzierte er 39 Studioalben, verkaufte weltweit mehr als 100 Millionen Tonträger und gewann insgesamt sieben Grammy Awards und 2007 einen Golden Globe Award. 2004 wurde Prince außerdem in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

In besonderer Erinnerung bleibt auch sein Einsatz für die Rechte an seinem geistigen Eigentum gegenüber den Schallplattenfirmen. Nach unüberbrückbaren Differenzen mit seinem damaligen Label Warner Records legte Prince von 1993 bis 2000 seinen Künstlernamen ab und nannte sich fortan nur noch „The Artist Formerly Known As Prince“. Nach Ablauf des umstrittenen Plattenvertrags im Jahr 2000 kehrte er wieder zu seinem Pseudonym Prince zurück. 2014 unterzeichneten die Plattenfirma Warner Records und der Superstar aus Minnesota schließlich einen Vertrag, der dem Musiker die Urheberrechte an seinen Songs sicherte.

Diese Urheberrechte werden nun an seine Erben übergehen, denn Prince wurde völlig überraschend am 21. April 2016 leblos in seinem Tonstudio aufgefunden. Sechs Tage zuvor war er in Moline im US-Bundesstaat Illinois in ein Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er über plötzlich auftretendes Unwohlsein geklagt hatte. Er hatte sich auf dem Rückflug von Atlanta, wo er am Abend zuvor zwei Live-Konzerte absolviert hatte, in seine Heimatstadt Minneapolis befunden. Nach einer dreistündigen ambulanten Behandlung konnte er das Krankenhaus in Moline aber wieder verlassen. Aus seinem Umfeld hieß es, er habe in den Wochen zuvor an einer Grippe gelitten.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Prince erstellt und ist dem Musiker vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.