Traueranzeige von
Ralf Waldmann

14.07.1966 - † 10.03.2018

Der deutsche Motorrad-Rennfahrer konnte 20 Siege und 50 Podestplätze bei insgesamt 169 Starts bei der Motorrad-Weltmeisterschaft feiern. Er ist damit der erfolgreichste Pilot der WM-Geschichte, der nie Weltmeister wurde. Ralf Waldmann fuhr im Lauf seiner Karriere in vier Motorklassen, am erfolgreichsten war er zwischen 1994 und 1997 in der 250-Kubikzentimeter-Klasse. Hier wurde er 1996 und 1997 auch zweimal Vizeweltmeister.

Sein Debüt in der Motorrad-WM gab Waldmann 1986 auf dem Hockenheimring auf einer 80-cm³-Maschine, er landete auf dem 19. Platz. Bis zu seinem ersten Sieg dauerte es fünf Jahre. Auf einer 125er-Honda gewann er 1991 sowohl am Hockenheimring als auch auf der Rennstrecke von Assen. In diesem Jahr und im darauffolgenden erreichte er in der Gesamtwertung jeweils den 3. Platz. Zur Saison 1994 wechselte Waldmann zum HB-Racing-Team in die 250-cm³-Klasse. Durch die sehr guten Maschinen konnte Waldmann eine Reihe von Erfolgen einfahren, er fuhr in diesen Jahren aber gegen den fast unbesiegbaren Italiener Max Biaggi, der 1996 und 1997 zweimal knapp die Oberhand in der WM-Wertung behielt.

In der Folge wechselte Waldmann 1998 in die Klasse bis 500 Kubikzentimeter, landete aber meist nur im Mittelfeld des Klassements, so dass er schon ein Jahr später wieder auf einer 250er-Maschine sein Glück versuchte. Das Jahr 2000 sollte das letzte komplette WM-Jahr von Ralf Waldmann werden. Es folgten noch ein kurzer Abstecher in den Automobilsport und in die Superbike-Kategorie sowie vereinzelte Rennen in der 250er-Klasse, dann zog er sich vom aktiven Sport zurück. Zuletzt arbeitete Ralf Waldmann noch als Experte für die MotoGP-Serie beim Sender Eurosport.  



Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des Todes von Ralf Waldmann erstellt und ist dem Motorrad-Rennfahrer vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.