Roger Cicero: Best-of-Album ein Jahr nach seinem Tod

Roger Cicero (© Sony Music)

Am 24. März jährt sich der Tod von Roger Cicero zum ersten Mal. Der Sänger verstarb vor einem Jahr aus heiterem Himmel an den Folgen eines Hirnschlags. Dabei hatte er stets sehr gesundheitsbewusst gelebt: keine Zigaretten, kein Alkohol und regelmäßige Yoga-Übungen als Ausgleich zu seinem stressigen Alltag. Cicero wurde nur 45 Jahre alt und hinterließ nicht nur viele trauernde Angehörige und Freunde, auch Millionen von Fans waren völlig geschockt.

Best-of-Album als letztes Vermächtnis

Nun gibt es für die Hinterbliebenen und seine Anhänger einen kleinen Lichtblick: Vor wenigen Tagen kam Ciceros letztes Album „Glück ist leicht – Das Beste von 2006 – 2016“ auf den Markt, auf dem der Popstar mit dem Jazz-Faible noch einmal in Höchstform zu hören ist. Auf dem letzten musikalischen Vermächtnis sind nicht nur alle großen Hits seiner Laufbahn verewigt, sondern auch zwei Titel, die man von ihm nicht kennt. Cicero hatte die Songs noch vor seinem Tod für eine neue Platte aufgenommen. Der Gesang auf „Eine Nummer zu groß“ stammt letztlich von der Demo-Aufnahme, die bei der damaligen Studio-Session entstanden war. Außerdem coverte Roger „Ein Kompliment“ der Band Sportfreunde Stiller und machte eine schöne Bossa-Nova-Version daraus.

Interessanterweise schwang schon seit Jahren in einigen Liedern von Cicero der Tod mit. Man erinnere sich nur an den nachdenklichen Song „In diesem Moment“ aus dem Jahr 2011, der nach seinem Ableben mit zweieinhalb Millionen YouTube-Klicks zum viralen Hit wurde. Dieses Lied klang wie eine späte Hommage an seinen Vater Eugen Cicero, der im Alter von 57 Jahren an einem Schlaganfall gestorben war. Roger Cicero hatte ihn 1997 leblos im Schlafzimmer vorgefunden. Auch auf dem letzten regulären Studioalbum des Sängers gibt es mehrere Texte, die das Thema Tod aufgreifen: „Wenn es morgen schon zu Ende wär‘, dann leb ich vielleicht heute, nur ’n kleines bisschen mehr“ lautet eine Zeile.

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