SeelenSport – Trauerverarbeitung durch Bewegung

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Einen neuen Weg in der Trauerbegleitung geht Katrin Biber. Nach einer eigenen, traumatischen Trauererfahrung
fand sie durch Sport wieder ins Leben. Heute bietet sie mit SeelenSport eine revolutionäre Art für die Trauerver-
arbeitung durch Bewegung an. 

Mein Name ist Katrin Biber (31). Ich bin die Gründerin von SeelenSport und komme aus dem schönen Tirol in
Österreich. Aufgewachsen bin ich mit meinen 3 jüngeren Schwestern in einem kleinen Ort, nahe an der Grenze
zu Deutschland. In Innsbruck habe ich Geschichtswissenschaften studiert und bin dann anschließend nach Wien
gegangen, um dort Ausbildungen im Sportbereich (Gesundheits- Personal- und Functionaltrainerin) zu absolvieren.
Außerdem besuchte ich den ersten Teil der Trauerbegleitung, der zweite folgt im Jahr 2018. Von den Geschichts-
wissenschaften zur Trainerin, genaugenommen zur SeelenSportlerin.

Doch was ist SeelenSport und warum mache ich das?

Im Juni 2014, am Tag der Verhandlung des Mörders meiner 21 jährigen Schwester Larissa, schrieb ich in mein
Tagebuch, dass ich anderen Menschen mit Bewegung helfen möchte ihre
n trauernden Körper zu stärken und sich
der Trauer anzunehmen.

Meine Schwester wurde im September 2013 von ihrem Freund ermordet. Die Trauer und das Trauma davon warfen
mich in ein unendlich tiefes Loch und belasteten nicht nur meine Seele, sondern gleichermaßen meinen Körper.
Zahlreiche psychosomatische Störungen, wie Haarausfall, Allergien, Schlaflosigkeit, Angstzustände,Herzrasen,
Schmerzen an jeglicher Körperstelle, Magenbeschwerden durchzogen neben den seelischen Belastungen meinen
neuen Alltag.

Nach ca. 6 Monaten war ich aufgrund eines vorangegangenen Kreuzbandrisses gezwungen zu trainieren. Weil ich
seelisch die Kraft nicht besaß in ein Fitnessstudio zu gehen, half ich mir selbst mit Übungen aus dem Internet und
trainierte in abgelegenen Parks. Ich erkannte bereits nach wenigen Wochen, dass sich nicht nur meine körperlichen
Folgeprobleme aus der Trauer verringerten, sondern gleichzeitig meine Seele aufblühte und wieder lebendig
wurde. Der erste Schritt zum Seelensport war getan.

Was ist Seelensport?

Ganz oft passiert, dass wir durch unsere Trauer den Körper vernachlässigen, weil die Kraft und Motivation
klar fehlen. Zusätzlich kann es häufig zu emotionalem Essen (zu viel, zu wenig, unkontrolliert, ohne Genuss)
kommen o
der Menschen greifen zu anderen ungesunden Mitteln, wie Alkohol. Die Folgen davon sind eine
starke Gewicht
sveränderung und weitere physische Krankheiten. Hier soll der Seelensport ein Bewusstsein
schaffen, wie wichtig es vor allem nach einem Verlust ist, auf den Körper zu achten und ihm gerade dann
Gutes zu tun. 
Finden Sie dazu auch Austauschmöglichkeit in unserem Aspetos Forum.

Das Haus unserer Seele ist unser Körper

Das Haus unserer Seele ist nämlich unser Körper, und dieser braucht dann ganz besonders viel Beachtung und
Liebe. 
Mir ist bewusst, dass es schwierig ist, sich selbst zu motivieren und anzufangen. An dieser Stelle
soll mein Blog und mein Konzept Hilfestellung und Hoffnung schenken, dass man nicht alleine ist und es
schaffen kann, aus diesem dunklen Loch raus zu klettern und wieder glückliche
Momente zu erleben.

Ziel von SeelenSport

Das Ziel von SeelenSport ist trauernden Menschen einen Weg zur Bewegung zu
eröffnen,
damit sie ihren Körper
wieder spüren können und ihn ganzheitlich stärken. Seelische und körperliche Kraft, sowie neue Ziele sollen
erlangt werden.

Einzigartige, eigens konzipierte Bewegungsabläufe unterstützen darin, sich
Selbstmitgefühl zu schenken,
seine Trauer, aber auch Freude und alle Gefühle dazwischen in Angriff zu nehmen und sich bewusst
damit auseinander zu setzen. Trauernde Menschen sollen Raum und Zeit bekommen, um ihren Körper
und dadurch auch die Seele zu bewegen
.