Traueranzeige von
David Bowie

08.01.1947 - † 10.01.2016
Traueranzeige von David Bowie
RCA Records (1975)

Der britische Musiker, Sänger und Schauspieler, der bürgerlich David Robert Jones hieß, gilt weltweit als Ausnahmekünstler und wurde 1996 als Mitglied in die „Rock and Roll Hall of Fame“ aufgenommen. Im Laufe seiner mehr als 40-jährigen Karriere mit über 25 Alben entwickelte er sich auch dank seiner enormen Wandlungs- und Innovationsfähigkeit zu einem der einflussreichsten Musiker der jüngeren Musikgeschichte. Mit mehr als 140 Millionen verkauften Tonträgern setzte er auch kommerziell Maßstäbe.

Schon früh kam David Bowie mit der Musik in Berührung. Sein Vater schenkte ihm mit neun Jahren die ersten Singles. 1962 sang Bowie im Alter von 15 Jahren in seiner ersten Band The Kon-Rads, in der er auch Saxophon spielte. Bis zu seinem Durchbruch dauerte es dann aber nochmals fünf Jahre. Starthilfe bekam er Ende 1967 von seinem späteren Produzenten Tony Visconti. Anfang 1969 wurde ein halbstündiger Promotion-Film mit dem Titel „Love You Till Tuesday“ gedreht. Dabei wurden einige Lieder des ersten Albums „David Bowie“ und einige neue Kompositionen in Szene gesetzt. Eine davon war die zuletzt ins Set aufgenommene Weltraumballade „Space Oddity“, in dem der Raketenstart des fiktiven Astronauten Major Tom und dessen Gefühlslage so allein im Weltall beschrieben wird. Ein Song, der wie kaum ein anderer mit David Bowie verbunden wird.

Im November 1969 erschien Bowies zweites Album mit der Single „Space Oddity“ – in den Vereinigten Staaten unter dem Titel „Man of Words, Man of Music“, in Großbritannien wie bereits das erste Album erneut unter dem Titel „David Bowie“. Album Nummer drei „The Man Who Sold The World“ wurde 1971 veröffentlicht. Auf dem Cover zeigte Bowie sich in einem Kleid, wodurch er sich bewusst ein androgynes Image gab, das seine Auftritte in den frühen 1970er Jahren fortan prägte. Im selben Jahr folgte noch das Album „Hunky Dory“ mit Rick Wakeman (später bei der Band Yes) als Keyboarder. Zudem spielten darauf mit Mick Ronson (Gitarre), Mick (Woody) Woodmansey (Schlagzeug) und Trevor Bolder (Bass) alle Mitglieder der späteren Begleitband von David Bowie alias Ziggy Stardust, „The Spiders from Mars“.

Mit dem dazugehörigen Album „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ gelang 1972 auch endgültig der internationale Durchbruch. Mitte der 1970er-Jahre lebte Bowie für einige Jahre in Berlin, zunächst bei Edgar Froese von der Band Tangerine Dream, dann im Stadtteil Schöneberg. In den Berliner Hansa-Studios stellte er das Album „Low“ fertig, den ersten Teil der sogenannten Berlin-Trilogie. Die Alben „Heroes“ und „Stage“ komplettieren seine Berliner Phase. In dieser Zeit häuften sich auch die Filmangebote für Bowie. 1975 castete ihn Nicolas Roeg für die Hauptrolle in dem Spielfilm „Der Mann, der vom Himmel fiel“, obwohl Bowie keine nennenswerte Schauspielerfahrung hatte. Dieser Film gilt bis heute als seine beste Schauspielleistung. Ein Achtungserfolg gelang ihm auch 1983 in dem Film „Furyo – Merry Christmas, Mr. Lawrence“. Im selben Jahr kam auch der Film „Begierde“ in die Kinos, in dem Bowie an der Seite von Catherine Deneuve spielte. Viele kennen zudem Bowies Kurzauftritt als Pontius Pilatus in „Die letzte Versuchung Christi“.

Trotz durchaus positiver Filmkritiken blieb die Musik für Bowie an erster Stelle. Auch Anfang der 80er verzeichnete Bowie weitere Erfolge, sein Album „Let‘s Dance“ (1983) war vielleicht das massentauglichste bis zu diesem Zeitpunkt. Danach fiel Bowie in ein kleines Loch, hatte aber mit Songs wie „This is not America“, „Absolute beginners“ oder „Blue Jean“ durchaus trotzdem Erfolg. Seine allergrößte Zeit schien aber doch langsam vorbei zu sein. In den 90er- und Nuller-Jahren veröffentlichte Bowie noch insgesamt sieben Alben. Bowies 26. und letztes Album „Blackstar“ erschien schließlich am 8. Januar 2016, an seinem 69. Geburtstag und damit exakt zwei Tage vor seinem Tod. Bei dem Musiker, der seit 1992 mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet war und in New York lebte, war 18 Monate vor seinem Tod Leberkrebs diagnostiziert worden. Der Öffentlichkeit hatte er die Erkrankung nicht mitgeteilt.

Dieses Trauerprofil wurde anlässlich des 1. Todestages von David Bowie erstellt und ist dem Musiker vom gesamten ASPETOS-Team gewidmet.

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