Traueranzeige von
Kasia von Szadurska

23.02.1886 - † 03.04.1942
Traueranzeige von Kasia von Szadurska
By Julius Staudt († probably around 1931) (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
Kasia von Szadurska war eine deutsche Malerin und Grafikerin russischer Herkunft.
Ihre künstlerischen Höhepunkte hatte Kasia nach dem Ersten Weltkrieg mit ihren Grafiken,
Buchillustrationen und Gemälden, die sich in die 2. Welle des Expressionismus und der Neuen
Sachlichkeit einordnen lassen.

Anfangs erschuf sie einige expressive Grafiken, später malte sie vermehrt Porträts, u.a. aber auch
Landschaften und Stillleben.

Kasia kam im Alter von vier Jahren nach Deutschland und erhielt bereits 1903 Zeichenunterricht bei
Willy Spatz, welcher an der Düsseldorfer Kunstakademie lehrte. 1905 kehrte die Familie nach Hamburg
und dort erhielt sie Unterricht von Carl Rotte. Ca. zwei Jahre danach verließ Kasia von Szadurska Hamburg
und meldete sich in München an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins an.
Unterricht hatte sie u.a. bei dem Illustrator und Jugendstilmaler Robert Engels der ihr das Kopf- und Aktzeichnen
lehrte. Anschließend war Kasia mehrere Jahre in Dresden und Berlin unterwegs, wo sie sich mit der Grafik und
Plakatkunst auseinandersetzte.

Sie lebte und arbeite rund 25 Jahre am Bodensee (Konstanz und Meersburg) und war mit Otto Ehinger,
Sohn eines Brauereibesitzers verheiratet. Mit ihm hatte sie 2 Kinder, die Ehe wurde aber 1935 geschieden
und der Vater erhielt das Sorgerecht für die beiden Söhne.
Ende 1937 verlagerten sich Kasias Kontakte vom Bodensee nach Berlin. Nach immer längeren Reisen dorthin
trat sie 1940 in den Verein der Berliner Künstlerinnen ein und nahm an mindestens zwei Ausstellungen teil.

In Berlin soll Kasia aber bereits eine gebrochene Frau gewesen sein, die Trennung von den Kindern und ihr schlechter Gesundheitszustand wegen einer Brust-Amputation brachten die Künstlerin Anfang 1942 in ein Berliner Krankenhaus. Hier starb sie am 3. April desselben Jahres.